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Was sie zutage fördern, sorgt für jede Menge Aha-Erlebnisse. Man lernt, mit "wissenschaftlichen" Ergebnissen, die keine sind, skeptischer umzugehen. Und man wird Werbefritzen, Politikern und anderen Manipulatoren nicht mehr so leicht auf den Leim gehen.
Dazu ist das Buch nett illustriert, sehr lesbar geschrieben, wenn auch ein wenig anspruchsvoll. Der Formelsalat wurde in den Anhang verbannt, der Rest des Buches ist nicht anspruchsvoller als meine angegebenen Beispiele und erfordert nicht mehr als das, was nach einigen Jahren von Mittelstufe-Mathekenntnissen noch übrig ist.
Beim Wort "Mathematik" schrecken die meisten erst einmal zurück, und auch Fachleute - Wissenschaftler und Ärzte zum Beispiel - sind längst nicht so firm, wie sie es oft glauben.
Im Falle von Krankheiten bedeutet das, daß positive Testergebnisse als viel "bedrohlicher" eingeschätzt werden, als sie tatsächlich sind.
Im Falle der Wissenschaft bedeutet das, daß viele Ergebnisse einfach unbrauchbar sind, weil Daten falsch interpretiert werden. Schlimmstenfalls landet sowas in Lehrbüchern und wird zum unausrottbaren Mythos.
Ein Beispiel dafür ist das Verwechseln von Korrelationen mit Kausalität. Es läßt sich unschwer nachweisen, daß der Östrogenspiegel im Blut von der Schuhgröße abhängt: Je größer die Füße, desto geringer der Östrogenspiegel.
Die Erklärung ist natürlich ganz simpel: Frauen haben im Schnitt kleinere Füße als Männer. Bei kleineren Schuhgrößen ist daher der Frauenanteil höher - und damit der durchschnittliche Östrogenspiegel.
Auf die gleiche Weise kann man "beweisen", daß die Haarlänge mit der Körpergröße abnimmt. Die Beispiele sind leicht durchschaubar, aber die angebliche Gefährlichkeit von Hochspannungsleitungen, Handys und ähnlicher Schmock mehr beruht exakt auf derselben Art von falschem Statistiklesen.
Kurzum: Was heute so alles als "Wahrheit" daherkommt, ist schon allerhand - mit diesem Buch an der Hand wird man ein paar Denkfallen umschiffen und ein paar Betrügern weniger auf den Leim gehen.
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