Die Vorfreude war groß. Zwei kleine Inseln vor der Küste Mains, und beide wollen sozusagen die "Hummervorherrschaft" gewinnen. Der "Hummerkrieg" beginnt. Für mich gesehen, eine grandiose Idee, aber leider, wie so oft von Autoren/innen, langweilig umgesetzt. Das größte Manko des Romans ist, das die Autorin keinen "roten Faden" durch den Roman zieht. Sie wird mit John Irving verglichen, da fehlt es um gut 80%. Er weiß, eine Story zu schreiben und den Faden zu ziehen. Elizabeth Gilbert leider nicht. Die ersten 150 Seiten ist mehr eine Anernanderreihung von einzelnen Kurzgeschichten. Szenen und Charaktere werden vorgestellt, und dann fallen gelassen. Schade. Ab Seite 150 bekommt der Roman mehr Zusammenhang, aber die Geschichte bleibt extrem langweilg, weil der "rote Faden" fehlt. Man weiß nie, wo der Roman denn nun hinführen soll. Das ermüdet, und lädt keinesfalls zum entspannten weiterlesen ein. Wieder schade. Die Dialoge sind keinesfalls so witzig und voller Esprit, wie die Kritik es sagt. Und die Charaktere können auch nur in kleinen Teilen überzeugen. Zu wenig werden intensive Szenen geschildert, die der Leser auch so richtg mitfühlen kann, daher wachsen einen die Figuren nur zu 10% ans Herz. Zu wenig, für einen guten Roman.