Viele Menschen interessieren sich in den letzten Jahren wieder mehr für das Judentum. Die Zahl der in Deutschland lebenden Juden wird immer größer und auch das Leben in den jüdischen Gemeinden und Synagogen lebendiger. So kommt es zu zwei Phänomenen, auf die der liberale Rabbiner Walter L. Rothschild mit diesem Buch reagieren möchte. Zum einen gibt es immer mehr Beziehungen, in denen der eine Partner sich zum Judentum bekennt und der andere nicht. Zum anderen gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die sich, vom Judentum angezogen, mit dem Gedanken einer Konvertierung befassen oder sich sogar schon darauf vorbereiten.
All diesen Menschen, aber auch denen, die sich aus anderen Interessen mit den Traditionen und unterschiedlichen Bräuchen des Judentums befassen wollen, ist dieses reiche und tiefgehende Buch zu empfehlen. Es zeigt eine Religion, ihre Ursprünge, ihren Glauben, ihre Rituale, die Gott sei Dank schon längst wieder in der Mitte unseres Landes angekommen ist, die aber weiterhin viel zu wenig bekannt ist.
Besonderen Wert legt dabei der liberale Rabbiner darauf, das er nicht etwa ein "richtiges" Judentum erklärt, das es so gar nicht geben kann, sondern zwischen allen Traditionen innerhalb des Judentums das Verbindende aufzeigt.
Christen, deren Glaube doch aus der Wurzel des Judentums entstanden ist, finden in diesem Buch eine Fülle von Informationen, die sie ihren eigenen Glauben besser verstehen und ihre eigene Wurzel wertschätzen lassen.