Der Inhalt:
In einer mittelgroßen Stadt in Deutschland, in der es viel Industrie und viele Türken gibt, ist bis jetzt noch nie etwas Aufregendes passiert.
Bis die türkische Gemeinde einen neuen Geistlichen bekommt: Nuri Hodscha kündigt kurz nach seinem Eintreffen an, eine neue Moschee bauen zu wollen. Ursel Piepenkötter, die Oberbürgermeisterin der Stadt, die sich gerade im Wahlkampf befindet, ist das natürlich ein Dorn im Auge. Sie versucht den Bau mit allen Mitteln zu verhindern.
Der Autor:
Brand Bingül, Geb.: 1974, ist Journalist und Autor. Der WDR-Redakteur hat sich viele Jahre intensiv mit den Themen Integration und Migration beschäftigt und war u.a. Kommentator der ARD Tagesthemen.
Der Spannungsfaktor:
Ist gleichbleibend hoch. Der Hodscha und die Piepenkötter liefern sich Rededuelle in der Öffentlichkeit oder unter vier Augen, die keine Peinlichkeiten auslassen. Nuri Hodscha ist ein gebildeter Mann und es hat den Anschein die Piepenkötter hat gerade zu Spaß daran, sich mit ihm zu messen. Es gibt ein deutsch-türkisches Fußballturnier und eine zarte LIebesgeschichte... :-)
Das Niveau:
Bingüls Stil ist von einer charmanten Klarheit und Treffsicherheit in der Beschreibung der beiden Hauptpersonen. Er beschreibt genau, was die beiden trennt und auf der anderen Seite vereint.
Der Gesprächsfaktor:
Das Zusammenleben: Deutsch-Türken, Integration, Unterdrückung der Frauen - Gleichstellung der Frauen im Islam.
Das Buch:
Ist genau das Richtige für Menschen, die sich auf amüsante und unterhaltsame Weise mit dem deutsch-türkischen Zusammenleben beschäftigen wollen.