In meinen Händen liegt ein kleines Buch mit dem Titel 'Der Himmelsgarten' von Marc Daniels. Es ist schön gestaltet und man beginnt gerne darin zu blättern. Man liest zu Beginn über die Geschichte der Familie Daniels, die Erfindung von Gartengeräten und beginnt, fast unmerklich, eine Reise.
Sie führt uns durch die Geschichte in die Gegenwart, vom Persönlichen in das Über-Persönliche, vom quantitativen zum qualitativen Denken und Fühlen. Auf dieser Reise verliert der Autor zu keinem Zeitpunkt die Bodenhaftung. Themen wie der Unkrautschutz, der Umgang mit Maden, Vögel im Garten, Dachbegrünungen und die Schaffung ökologischer Nachhaltigkeit finden immer wieder Erwähnung und werden zu unseren eigenen, persönlichen Entwicklungsprozessen in Bezug gesetzt.
Der Autor zeigt uns: Die Welt ist so wie wir sie schaffen. So wir die Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und auf unserem Globus beklagen, klagen wir letztlich über uns selbst, unser eigenes Denken, Fühlen und Handeln.
Die Schaffung von wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der in seinem Erfolg davon abhängig ist, inwiefern es uns gelingt, die dazu notwendige Qualität in uns selbst zu kultivieren. Qualität ist nicht käuflich, ist nicht parteipolitisch und ist niemals opportunistisch. Stattdessen muss sie durch unsere individuellen Anstrengungen selbst erworben und, entsprechend den Anforderungen unserer heutigen Zeit, mit den entsprechenden lokalen und globalen Netzwerken verknüpft werden.
Zur Kultivierung unseres inneren Gartens der Seele macht uns der Autor mit dem Weg der jüdischen Kabbala und ihrem zentralen Konzept des Lebensbaums theoretisch und durch eine Meditation 'Der Kabbala-Park', die als CD dem Buch beigefügt ist, bekannt.
Nach Lektüre des Buches wird dem Leser deutlich, dass es das Ziel ist, den Himmelsgartens ohne Verzerrungen in uns und auf unseren Planeten zu spiegeln und zu verstehen, dass jeder von uns ein wichtiger Bestandteil des Gartens des Lebens ist.
Marc Daniels weist uns mit seinem gelungenen Buch den Weg, die Dinge von Oben zu sehen wie sie sind und nicht von Unten wie sie uns in ihren Verzerrungen oft erscheinen mögen. Mit dem Kopf im Himmelsgarten und beiden Füssen im irdischen Garten des persönlichen Lebens ist der Leser aufgerufen, aktiv Gestaltung einer friedvollen und nachhaltigen Zukunft unseres Planeten mitzuwirken.