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Kundenrezensionen

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am 16. April 2005
Wer eine Übersetzung des ursprünglich in Latein verfassten Hexenhammers sucht, dem sei diese Ausgabe wärmstens empfohlen. Es handelt sich hierbei um die beste Übersetzung, die derzeit in Deutschland zu finden ist. Die Einleitung der Übersetzer, in der die Entstehungs - und Wirkungsgeschichte des Hexenhammers ausführlich dargelegt wird, erleichtert den Einstieg und beantwortet bereits vorweg viele Fragen.
In der Frühen Neuzeit stellte der Hexenhammer einen richtungsweisenden Leitfaden zur Ausrottung der vermeintlichen Hexengefahr dar und gehörte zu den meist gedruckten Büchern seiner Zeit. Gegliedert ist das unheilvolle Machtwerk in drei Teile. Im ersten Teil werden die Hexenverbrechen definiert und mit Hilfe von zeitgenössischen Beispielen als etwas reales dargestellt. Der zweite Teil erörtert, wie man sich vor Hexen schützen kann. Im dritten Teil schließlich erfährt der Leser, auf welche Weise die Hexen auszurotten sind.
Als eines der folgenschwersten Bücher in der Geschichte Europas, ist der Hexenhammer natürlich interessant, als Freizeitlektüre eignet er sich allerdings nicht. Zum einen wegen des Inhalts und zum anderen wegen der (lateinischen) Struktur der Sätze, ist der Hexenhammer nicht einfach zu lesen. Darüber hinaus weist das Buch mit 796 sehr klein geschriebenen Seiten einen ziemlich stattlichen Umfang auf. Man muss schon reichlich Geduld mitbringen und sehr an der Thematik interessiert sein, um sich den Hexenhammer komplett durchlesen zu können. Für den Fall, dass man nur nach einzelnen Stichpunkten, z.B. "Schadenzauber", sucht, hilft das ausführliche Register weiter.
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am 22. Juli 2008
Die von Jerouschek/Behringer/Tschacher herausgegebene Neuübersetzung des Klassikers der Hexenliteratur ist wirklich gut. Man kann den Text leichter lesen, die Fehler und Langatmigkeiten der älteren deutschen Übersetzung sind beseitigt, die Fußnoten dezent und hilfreich. Hier und da merkt man an der Ausdrucksweise, dass das Buch abschnittsweise von verschiedenen Übersetzern geschrieben wurde, was aber dem Textverständnis nicht schadet. Dennoch ist es kein einfaches Buch, das man mal so nebenher liest, sondern ein ausgewachsenes Fachbuch, das man ohne weitergehende Kenntnisse nicht völlig verstehen kann. Empfehlenswert wäre es, sich zuerst mit allgemeineren Büchern zum Thema vertraut zu machen und dann zum "Hexenhammer" zu greifen. Sonst kann es passieren, dass man das Buch nach der Hälfte verzweifelt und mit brummendem Schädel zur Seite legt.
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am 18. Oktober 2013
Wenn Herr Gutenberg die Welt so um die 1450 mit etwas grundsätzlich Gutem revolutioniert hat, dann dauert es auch nicht lange, bis der erste Vollpfosten eine tolle Erfindung für seine bitterbösen Sauereien verwendet. Bereits 1487 geht das Werk "Malleus Maleficarum" in die Erstauflage und in unserer Zeit lesen sich die Schlussfolgerungen der Zeilen wohl genauso schlimm wie "Mein Kampf".

Der Hexenhammer ist eigentlich nichts weiter als eine kirchliche Rechtfertigung für Sadisten, die schlimmsten Foltermethoden an Männern und insbesondere Frauen zu vollziehen. Und so ist meines Erachtens der erste Teil des Buches der gewichtigste Abschnitt. Bevor der ganze Exzess überhaupt an menschlichen Wesen vollzogen werden kann, braucht dieser eine Rechtfertigung.

Die Rechtfertigung will der Autor dreigliedrig finden - in Bibelstellen, in Schriften von Kirchengelehrten und im damaligen Bürgerlichen Recht. Alle drei Sparten gehen ganz einfach von bösen Engeln, Dämonen und Menschen aus, die mit diesen höheren Wesen in Verbindung stehen. Also reicht es aus, dass man alle Irrlehren, die von Halluzinationen oder gar natürlichen Geschehen, die zu Änderungen bei Ernte oder Menschen führen könnten, ganz einfach vom Tisch fegt. Es ist nicht falsch, wenn man an Dämonen glaubt, nein es ist ketzerisch, wenn man deren Existenz nur anzweifelt. Und so scheint es ganz logisch, dass die Hexen und Zauberer mit dem Zusammenwirken von Dämonen - unter Gottes Zulassung (selbstredend), richtig schlecht für den Rest der Welt sein müssen.

Um früher oder später einen Nachbarn brennen zu sehen, muss man diesen nur beim Teufelswerk auf frischer Tat ertappen oder man findet hierfür einen Zeugen, der alles gesehen haben will oder die Person gesteht selbst, mit dem Teufel im Bunde zu stehen.

Der Clou an der Sache - dieses Geständnis kann man durch Folter erzwingen.

Der Interessierte soll sich die Foltergeräte aus damaliger Zeit zu Gemüte führen, und er wird schnell bemerken, dass ein Geständnis auch ohne lange Folter, sondern nur durch den Anblick der Gerätschaften einholbar ist. Wenn man diese Rechtsauffassung so liest, dann wird man bemerken, dass man so eigentlich sehr schnell seine unliebsamen Mitmenschen loswerden kann.

Aber nicht genug - der Autor schwärmt noch von der letzteren Methode, dem neuesten Stand der Inquisition, die einem lange Zeugenaussagen und Verhöre erspart - und somit die Hexen gleich verheizen lässt.

Das Buch kann man nicht querlesen, oder mal als Lektüre aufschlagen. Dazu ist es viel zu schwer geschrieben. Die Kapitel bauen äußerst differenziert aufeinander auf. Eine Kausalität ist nur mit Mühe zu erkennen. Die Texte erfordern sehr viel Konzentration, Abschnitte sind kaum erkennbar und nach einer Stunde brummt einem wirklich der Schädel.

Hinzu kommt noch die banale Erkenntnis, dass es schön ist, nicht in dieser Zeit zu leben, deren Denkweise ca. 1500 ff. zu Blutbädern und Ausrottungen ganzer Dörfer führte. Und spätestens, wenn man den dritten Teil (Verhörmethoden und -techniken) "versucht zu verstehen", fühlt man sich nicht mehr so wohl bei der Sache. Das Gesamtwerk hinterlässt Magenkrämpfe. Das studierende Lesen lässt einem an der Menschheit zweifeln und den Hauch einer Depression aufkeimen.

5 Sterne, weil das Werk ein Zeitdokument ist. Aber es will gelesen, nicht überlesen werden. Ich habe für jeden Mitmenschen Verständnis, der nicht einmal den ersten Teil durchhält. Schwer zu lesen und aus heutiger Sicht völlig inakzeptabel. Ein aufgeklärter Geist wird vor Wut nicht verstehen können, dass man Aussagen nicht begründen musste und dubiose Vorwürfe alleine zum kirchlich gebilligtem "Zerfleischen mit der Kralle" oder dem Scheiterhaufen führen konnten. Harter Tobak, harter Tobak! Aber alles ganz im Sinne der (damaligen?) Kirche - mit Angst kann man gute Geschäfte machen.

Abschließend möchte ich noch gerne anmerken, dass es sich bei dem Buch nicht um die Mystifikation von Blocksberg, Feuerritualen und wilder Frauenmähr handelt, nein, die Ausführung kann vielmehr als juristische Erweiterung zum "Bürgerlichen Recht des Mittelalters" gewertet werden. Grob gesagt umreißen die Zeilen im ersten Abschnitt einen abstrakten Tatbestand, der für den Einzelfall eine Anwendung findet und somit konkludent zur Urteilsfindung führt.
Verweisen möchte ich gerne auf die Romane von Wolfgang Lohmeyer. In seinen Geschichten wird auf der Grundlage des "Malleus" ganz einfach die wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Weg geräumt.
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am 30. Dezember 2002
Meine frühere negative Rezension (Juli 2002) zur Übersetzung des "Hexenhammers" beruht auf einem bedauerlichen Irrtum, nämlich auf der Verwechslung dieser neuen Übertragung mit der alten, vom gleichen Verlag (dtv) während Jahren vertriebenen; ihr Urheber war Schmidt.
Die von Behringer und Jerouschek hergestellte, nunmehr einzig noch erhältliche Übersetzung verdient hingegen grosses Lob; ich kann sie aufgrund eigener langjähriger Forschungserfahrung mit dem 'Malleus' allen Interessierten nur empfehlen.
Mit Bitte um Nachsicht für die Verwechslung!
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am 15. September 2009
Nachdem zum Malleus Maleficarum nun schon diverse (mehr oder minder schwache) Übersetzungen existieren, habe ich aufgrund eines Tipps zu der vorliegenden gegriffen - und es keineswegs bereut.
Wer in das Thema Hexenverfolgung einsteigen will, dem sei gesagt, dass eine ausgiebige Lektüre von Literatur über die Zeit der Hexenverfolgung zu empfehlen ist um "in das Thema reinzukommen". Denn der Hexenhammer ist kein Werk, dass man liest wenn man z.B. beim Arzt wartet oder auf die Bahn. Man hat es hier mit einem Fachwerk zu tun.

Die Übersetzung aus dem Lateinischen (dürfte jedem bekannt sein, der schon einmal klassische Lateiner übersetzt hat) liest sich anders als etwa aktuelle, zeitgenössiche Literatur und wirkt auf den ungewohnten Leser gestelzt, übertrieben und vom Satzbau her zu kompliziert. Allerdings wurde versucht möglichst nah an der Vorlage zu bleiben, aber trotzdem einen gewissen Lesefluss zu erzeugen, was ich den Übersetzern hoch anrechne. Weiterhin hilfreich sind die zahlreichen erklärenden Fußnoten und Verweise, die Hintergründe oder spezielle Gegebenheiten, auf die sich der Verfasser bezieht, näher erläutern.
Auch der etwas wirre Originalaufbau des Buches wird belassen, aber im Vorfeld von den Übersetzern erläutert, sodass man auch hier den Durchblick bekommt. Schadenszauber und Hexenflug, Folter und Läuterung, alles wird vom Verfasser untersucht und abgehandelt.

Für alle weiterhin Interessierten gibt es mittlerweile sogar den lateinischen Originaltext, allerdings nicht in Buchform, sondern im Internet, sodass man nicht in Klosterbibliotheken um Einsicht bitten muss.

Ich denke zu der zeitgenössichen Bedeutung des Buches gibt es nicht viel zu sagen. Es ist das Werk, dass die Hexenverfolgung letztlich ermöglicht hat und als Codex tausendfach zur Anwendung kam, um vermeintliche Schadenszauberer zu foltern und zu ermordern. Aberglaube, unterdrückte Sexualität, Dämonisierung, wirtschaftliche Schwierigkeiten...der "Cocktail" der zu dieser Zeit dieses Buch und die daraus resultierenden Folgen ermöglichte. Schauderhaft und spannend, aber auf jeden Fall lehrreich.

FAZIT: Für Interessierte dieser Ära und diejenigen, die auch den nicht einfach zu lesenden (und stellenweise auch nachzuvollziehenden) Text nicht scheuen, ein sehr lesenswertes Werk in Taschenbuchformat.
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am 21. Januar 2014
Das Buch ist inhaltlich so wie ich es mir gewünscht habe auch mit einer guten Einführung und Allgemeine Informationen. Allerdings ist das Papier auf das es gedruckt wurde so dünn wie Zeitungspapier. Für das Geld hätte ich mit wenigstens ein bisschen stabileres Papier gewünscht.
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am 27. Juni 2014
Man kann hier ohne Überrtreibung von Studieren sprechen. Das Werk ist umfangreich und umfaßt 860 kleingedruckte Seiten. Als Ergänzung zu den Werken von "Peter Klammer" (z.B. Peinliche Ordnung) gut geeignet.
Die Übersetzung aus dem Lateinischen ist perfekt. Wen die Materie interessiert kann ich nur den Ankauf anraten.
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am 19. Dezember 2010
Die vorliegende Übersetzung Heinrich Kramers "Hexenhammers" durch Prof. Jerouschek, Prof. Dr. Behringer und Dr. Tschacher samt einführenden historischen und biographischen Einweisungen ist in jeder Hinsicht gelungen. Es ist höchst erfreulich, dass dieses geschichtlich bedeutungsvolle und doch so perverse Werk endlich wieder der Allgmeinheit zugänglich ist, auf dass jeder Interessierte diesen so einmaligen wie in seinen Konsequenzen abstoßenden Text zu lesen im Stande ist.
Ich darf diese Ausgabe folglich mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
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am 9. Februar 2008
Wie einige meiner Vorrezensenten schon geschrieben haben, handelt es sich hier um eine Verständliche übersetzung die sich aber immer noch nicht leicht lesen lässt, da die Sprache einfach nichtmehr der heute gebrauchten entspricht.

1000de Wiederholungen in einem Satz der sich über eine Halbe seite zieht und mit 100ten Nebensätzen gespickt ist, machen das lesen nicht gerade Flüssig. Dennoch ist es, nach einer gewissen einlesezeit, möglich das Buch zu lesen. Was jedoch Schwer ist zu begreifen ist, was in diesem Mensch (bzw. diesen Menschen) zu der Zeit damals vorging um soetwas zu glauben/umzusetzen.

Alles in allem ein Werk das die Abgründe der mittelalterlichen Denkweise verständlich wiedergibt, und die beste Übersetzung die es bislang gibt.
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am 20. Januar 2009
Eine "Bibel" die unter der pseudochristlichen Begrifflichkeit Hexenhammer grad erst durch die Erfindung des Buchdrucks, identisch und zeitgeich am Ereignishorizont ihr satanisches Werk vollbringen konnte. Eine "Bibel" zur Intensivierung des Total Materialismusses. Kein Buch offenbart so omnitransparent bis heute die Strukturen Deutscher Gerichtsbarkeit und Jurisprudenz. Ein einfaches und probates Mittelchen sich mit dem Bischhof, der ja auch fast immer in Personalunion Landesfürst war und das Ius primae noctis auskostete, um jemanden Wohlhabenden als Ketzter zu brandmarken. Das Ergebnis dieser Ketzer ( Katharer ) und Hexenjagd war immer schon im Vorfeld gefällt. Interessant aber an wen der Besitz und die Besitztümer nach Verurteilung des/der Delinquenten/in überging und zwar bis in die dritte Generation. Wer nur ein bischen analog denkt erkennt in diesem Werk die satanischte Inkunabel deren Geistessamen nur vom großen Einflüsterer selber kommen kann. Ein Buch das alle Werte des heiligen römischen Reiches Deutscher Nationen vergiftete und bis heute im energetischen Nachwirkungsprozess vergiftet. Man möge in der Offenbarung des Johannes die Passage 17.4 lesen um zu begreifen wer durch dieses Buch jeden Wert des Messias Jesus Christus besudelt hat.

Ein Buch das sicherlich Bände spricht für eine legitimierte Bereicherungsaktion gegen sehr viele Menschen die wohl zu sehr in den Fußstapfen des Messias unterwegs gewesen sind.
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