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Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet
 
 
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Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet [Broschiert]

Christopher Hitchens , Anne Emmert
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 9,95  
Broschiert, 11. Oktober 2007 --  

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Christopher Hitchens
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Mensch sucht in der Religion Gewissheit über das Jenseits und das dort zu erlangende Seelenheil. Im Diesseits aber werden im Namen der Religion seit Urzeiten Kriege geführt und schwerste Verwüstungen angerichtet. Und deshalb wird auch literarisch mit großem Eifer über das Wohl und das Wehe gestritten, das Religion zu stiften oder anzurichten vermag. Christopher Hitchens gehört dabei zur Fraktion derer, die keine Zweifel daran haben, dass Religion in jeder Form ganz generell „die Welt vergiftet“ und wir besser dran wären, wenn wir sie deshalb endlich überwänden.

Wie Richard Dawkins mit seinem Manifest wider den von ihm diagnostizierten Gotteswahn streitet Hitchens für seine streng atheistische Position allerdings mit einem Eifer, der jenem religiöser Fanatiker kaum nachsteht. Unbehagen bereitet dabei die absolute Gewissheit, mit der er die angeblich zweifelsfreie Überlegenheit des Atheismus über die Religion verkündet, die er als „Erbsünde“ und „Kindesmisshandlung“ verteufelt. Auch hinsichtlich der mit Verve verfochtenen Überzeugung, Religion und das ihr in jeder Hinsicht überlegene wissenschaftliche Denken seien grundsätzlich miteinander unvereinbar, sind gewisse Zweifel angebracht. Wie ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte lehrt, in der sich zahllose Beispiele für gläubige Forscher finden, die gleichwohl Bahnbrechendes zum Fortschritt der Wissenschaft beigetragen haben -- und damit letzten Endes auch zur Revision manches religiösen Dogmas. Von den Zeugnissen der Musik, bildenden Kunst und Literatur ganz zu schweigen, die Hitchens als Quelle geistiger Erbauung empfiehlt, weil deren Schöpfer angeblich ganz ohne Religion ausgekommen seien...

Lesenswert ist Der Herr ist kein Hirte trotz dieser und mancher weiterer Fehlschlüsse gleichwohl, weil es zum Widerspruch und einer eigenen geistigen Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Phänomenen menschlicher Religiosität herausfordert. Und das ist immerhin mehr als man von manchem der religiösen Erweckungsbücher sagen kann, die in letzter Zeit so zahlreich vorgelegt worden sind! -- Andreas Vierecke

Pressestimmen

„Berühmt und berüchtigt. Hitchens ist ein glänzender Provokateur, er schreibt wie die Axt im Walde.“ (Die ZEIT )

Kompromisslose Polemik von »einem der brillantesten Journalisten unserer Zeit«. (THE OBSERVER )

"Christopher Hitchens zerpflückt mit rhetorischer Brillanz die Mythen von Glauben und Religiosität." (Süddeutsche Zeitung )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
509 von 601 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Christopher Hitchens folgt mit diesem Buch dem derzeit populären Outing der Agnostiker/Atheisten/Humanisten, und haut in dieselbe Kerbe wie Richard Dawkins, Sam Harris, Daniel Dennett (in USA) sowie Michael Schmidt-Salomon, Franz Buggle und Hans Albert in Deutschland. Im Gegensatz zu manchen anderen vermeidet er jedoch die theologisch/philosophische Debatte um die Existenz Gottes und konzentriert sich stattdessen auf die im Namen der Religionen oder von religiösen Menschen ausgeübten Untaten. Auch hier kann man den Inhalt mit dem alten Spruch zusammenfassen: Es gibt auf der Welt gute Menschen, die Gutes tun, und böse Menschen die Böses tun, aber nur durch Religion bekommt man eigentlich gute Menschen dazu, Böses zu tun.

Im Falle des Christentums wissen wir das eigentlich schon lange (zumindest in Deutschland) durch das Lebenswerk von Karlheinz Deschner. Christopher Hitchens ist jedoch in den USA lebender Engländer, und dort scheint diese Erkenntis erst in den letzten Jahren Anhänger gefunden zu haben.

Er bleibt jedoch nicht bei einer Religion hängen, sondern zeigt auch im Kapitel über den Islam (die Weitergabe von Gottes Wort durch einen Engel an einen analphabetischen Kaufmann in der Wüste), die überall auf der Welt existierenden Schattenseiten dieser Religion auf. Ein weiteres Kapitel ist den östlichen Religionen gewidment, die er ebenso als ungeeignet für ein ethisches Verhalten entlarvt (Konflikt zwischen Hindus, Moslems und Buddhisten in Indien bzw Sri Lanka, Rolle des Buddhismus bei Japans Imperialistischer Politik im letzen Jahrhundert). Spätestens hier bringt er Facetten, die bei den anderen derzeit populären Religionskritikern fehlen.

Das Buch ist flüssig zu lesen, und die Argumentationsweise ist weniger polemisch als bei Dawkins oder Harris. Dennoch wird das Buch dem dogmatisch Gläubigen jeglicher Religion die Zornesröte ins Gesicht treiben, denn der Autor spricht schonungslos aus, was viele weichgespülte Pseudokritiker zu relativieren suchen und euphemistisch umschreiben: Alle Religionen disqualifizieren sich als ethische Grundlage für ein vernünfitiges Zusammenleben in der heutigen Zeit. Auch wenn in der Bibel oder dem Koran auch "Gutes" zu finden sein mag (was immer exemplarisch herausgepickt wird), so steht darin so viel menschenverachtender Unsinn, dass man diese für nomadisierenden Hirtenvölker der Eisenzeit geschriebenen Stammesregeln einfacht nicht als Richtschnur seines heutigen Handelns nehmen kann.
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266 von 326 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
In den USA hat es Christopher Hitchens Buch mit dem provozierenden Titel "God is not Great - How Religion poisons everything" (Deutsch: "Der Herr ist kein Hirte") bis auf Platz 2 der Amazon-Bestsellerliste geschafft. Im angeschlossenen Diskussionsforum zeigt sich, warum die Amerikaner zur Zeit ein in sich gespaltenes Volk sind. Da wird Hitchens einerseits wegen seiner ketzerischen Ideen verdammt und dazu aufgefordert, seine Äußerungen zurückzunehmen, um seine Seele vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Andererseits wird er für seinen Mut gelobt, endlich einmal die Wurzel allen Übels klar und deutlich zu benennen: Der durch Vernunft nicht zu rechtfertigende Glaube an einen Gott oder mehrere Götter.

"We atheists do not require any priests, or any hierarchy above them, to police our doctrines [...] To us no spot on earth is or could be "holier" than another: to the ostentatious absurdity of the pilgrimage, or the plain horror of killing civilians in the name of some sacred wall or cave or shrine or rock, we can counterpose a leisurely or urgent walk from one side if the liberary or the gallery to another, or to lunch with an agreeable friend in pursuit of truth and beauty" (6).

"God is not Great" ist einerseits eine kompromisslose Abrechnungen mit allen Religionen (auch den polytheistischen), die trotz des Leides, welches sie seit Jahrtausenden der Menschheit zufügen, immer noch gesellschaftlich anerkannt und respektiert werden. Dazu analysiert Hitchens die durch und durch weltliche Entstehungsgeschichte der monotheistischen Buchreligionen und die machtpolitischen Motive der Verfasser. Auch den Einwand, dass Religionen die Menschen mit moralischen Kategorien versorgen und somit zu einem besseren Handeln anleiten, lässt der Autor nicht gelten. Im Kapitel "Does religion make people behave better" (173-193) legt Hitchens überzeugend dar, dass diese Behauptung nicht nur falsch, sondern in vielen Fällen genau das Gegenteil der Fall ist. Allen Religionen ist gemeinsam, dass sie Außenstehenden, also "Ungläubigen", mit Folter und Tod drohen, um die Stabilität und Identität der eigenen Gruppe zu stärken. Ein nur kurzer Blick auf Bibel und Koran bestätigt dies. Auch wenn viele der Gewaltexesse ursprünglich vielleicht nur metaphorisch gemeint waren, spielt das heute keine Rolle mehr, da vor allem der Islam einen blinden und nahezu nekrophilen Glauben an die toten Buchstaben des Korans vorschreibt und auf jede Kritik mit einem penetranten Beleidigtsein (oder Mordanschlägen) reagiert.

Ist Hitchens objektiv? Ganz bestimmt nicht, aber das fällt bei dieser Thematik auch schwer. Kapitelüberschriften wie "Religion as an Original Sin" oder "Is religion child abuse?" sprechen eine deutliche Sprache. Doch trotz aller Polemik hat Hitchens Darstellung Hand und Fuß und ist sehr gut zu lesen. Überzeugend und mit Feuereifer wirbt er für einen sekulären Humanismus und eine Welt, in der die Einsichten von Shakespeare, Milton und Dostojewski die von Bibel und Koran ablösen.

Aus drei mach vier! Nachdem im vergangenen Jahr die "new atheists" unter Führung von Richard Dawkins ("The God Delusion" Deutsch: "Der Gotteswahn"), Daniel Dennett ("Breaking the Spell") sowie Sam Harris ("The End of Faith") der Religion den Krieg erklärt haben, reiht sich nun auch Hitchens in diesen Kreis ein. Und eines ist klar: Die Welt braucht diese neue Aufklärung! Nahezu alle Kriege auf der Welt haben auch eine religiöse Komponente oder werden religiös gerechtfertigt. Es wäre zum Wohle Aller, wenn diese gefährliche Waffe entschärft werden könnte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wers glaubt... 31. Dezember 2011
Von SirHarold
Format:Taschenbuch
Gegen Religionen war ich schon immer. Ich bin auch überzeugt, daß die Welt ohne Religionen besser und friedlicher wäre, somit bin ich natürlich empfänglich für die Thesen dieses Buches. Die allermeisten davon finde ich richtig(auch meiner Erfahrung nach galt und gilt: je religiöser ein Mesch, desto unleidlicher und sturer ist er im weltlichen Leben),trotzdem hat mich das Buch mehr zum Nachdenken angeregt als nur meine schon vorhandene Meinung zu bestärken.
Gelesen haben sollte das Buch jeder, ob religiös oder nicht, nur leider, meine Befürchtung (oder Vorurteil) wollen religiöse Menschen meistens nicht über ihren Glauben nachdenken...
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Die neuesten Kundenrezensionen
eine journalistische Abrechnung mit Religioten
Nach der Lektüre dieses jüngsten Buches von Christopher Hitchens, das im englischsprachigen Raum für großes Aufsehen sorgte, blieb bei mir, das sei vorweg... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Manfred Reber veröffentlicht
Alleine schon der Titel des Buches ist Falsch
Vorab: Natürlich stimme ich Hr.Hitchens in einem Fall auch zu; verfälschte Religion - Dogmatismus, Fanatismus oder einseitger Monotheismus ist nicht die Lösung. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von jAyZinA Mr veröffentlicht
Der Herr ist kein Hirte
Es hat alles perfekt geklappt: Das Buch ist ein Meisterwerk, die Lieferung war schnell und genau und ich würde jedem empfehlen zu kaufen.
Vor 4 Monaten von M. Derri veröffentlicht
Dummbaxkram
Es gibt bücher, die muß man gar nicht erst lesen, um ihre Dummheit und ihren boshaften Ansatz zu würdigen:

Stalin, Mao, Idi Amin, Pol Pot oder Caligula... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Teutoburger_Wald veröffentlicht
Need for a New Enlightenment
Wie die Pamphlete ähnlich gelagerter Autoren erreicht Hitchens seine Wirkung v.a. durch seine Argumentationsstrategie. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von FMA veröffentlicht
Die Religion verdient keinen Respekt
Wer dieses Buch kauft in der Erwartung, er bekomme eine Liste von Argumenten die für die Nichtexistenz Gottes sprechen, sollte sich "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Ronnus Maximus veröffentlicht
Der deutsche Titel ist noch besser als "God is not great"
Man fragt sich, warum ein Mensch so viele Seiten darauf verwendet, gegen Religionen zu schreiben. Er muss wissen, dass Atheisten ihre Meinung bestätigt sehen und... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Nuria veröffentlicht
Absolut sinnfrei
Selten ein so sinnfreies und schlechtes Buch besessen. Als ob das alles direkt etwas mit Religion zu tun hätte... Sie wird ja "nur" als Vorwand benutzt.
Vor 10 Monaten von Julia veröffentlicht
Der Herr ist doch ein Hirte, und zwar ein sehr guter.
Der Herr, Jesus Christus, ist ein guter Hirte. Man muss nur genau hinhören was er sagt, "breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von B.Wirtinger II veröffentlicht
Der Herr ist kein Hirte
Ein "Muss" für jeden, der sich kritisch mit dem Thema Religion auseinandersetzen will!
Hier findet in jedem Fall ein unglaublich belesener Autor Gehör. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Helmut Prossowsky veröffentlicht
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