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Der Herr der Finsternis
 
 

Der Herr der Finsternis [Kindle Edition]

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

textico.de

Lukianenko schreibt und schreibt und schreibt - angetrieben durch seinen Erfolg mit Wächter der Nacht und Spektrum liefert er Romane quasi am Fließband und surft seine eigene Welle. Mit Der Herr der Finsternis liegt nun ein älterer Roman von ihm aus dem Jahr 1997 vor und nach der Lektüre wundert es nicht, dass Lukianenko heute einer der erfolgreichsten Phantastik-Autoren ist.

Wie in seinen anderen Jugendromanen wie Das Schlangenschwert oder Die Ritter der vierzig Inseln ist auch in Der Herr der Finsternis wieder ein Junge die Hauptperson seiner Geschichte: Danka folgt einem aus Licht entstandenem Kater durch eine Tür in eine andere Welt, in der absolute Finsternis herrscht und ein Kampf zwischen Flügelträgern und Freifliegern um Licht oder Finsternis stattfindet. Danka muss sich entscheiden, welcher Seite er beitritt.

Klingt zuerst nach einer bekannten und schon mehrfach erzählten Geschichte, entwickelt sich aber schnell zu einem düsteren Szenario in dem die klare Trennung - Licht = gut und Dunkelheit = böse - Schwierigkeiten bereitet. Das macht Der Herr der Finsternis zum Ausnahmejugendbuch für Eltern und Kids, die sich trauen! --Wolfgang Treß/textico.de

Pressestimmen

»Lukianenko ist einer der populärsten Autoren der Gegenwart. Und einer der besten.« New York Times

Produktinformation


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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FlyingStyle TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Danka ist ein ganz normaler Junge, doch eines Tages, als er krank zu Hause im Bett liegt, passiert etwas ganz und gar Außergewöhnliches. Mitten in seinem Zimmer verwandelt sich ein Fleck aus Sonnenlicht in eine Katze. Diese kann nicht nur fliegen und leuchten, sie kann auch sprechen und stellt sich als Sonnenkater vor. Dass der kleine Kerl magisch ist, merkt Danka schnell, denn er kann verborgene Türen öffnen. Prompt entdecken sie eine im Zimmer und gehen arglos hindurch. Nur schade, dass sie hinter ihnen ins Schloss fällt und sie nicht mehr zurück können.

Die Welt, in der Danka gelandet ist, unterscheidet sind von der, die er kennt. Es herrscht dort ewige Nacht. Die Bewohner sehen niemals Sonnenlicht, denn es existiert einfach nicht. Um im Dunkeln sehen zu können, tragen sie spezielle Brillen. Danka wird von Len, einen Jungen in seinem Alter, aufgenommen. Nach und nach bekommt der junge Reisende einen Einblick in das dortige Leben. Es gibt die Flügelträger, zu denen Len gehört, und die Freiflieger, ihre Feinde. Die einen wollen das Licht zurück, die anderen kämpfen für die Finsternis. Flügelträger sind immer Kinder, da die Flügel keine Erwachsenen tragen können. Weil sie deswegen die Verantwortung haben, stehen sie auch in der Hierarchie ganz oben. Danka gibt sich als Flügelträger aus und wird zu Lens Partner. Schnell wird klar, dass auch er gegen die Finsternis kämpfen will. Doch tut er da wirklich das Richtige? Lässt sich die Welt so einfach in Gut und Böse aufteilen?

--

Der Autor Sergej Lukianenko ist vielen Lesern durch seinen Wächter-Zyklus bekannt. Dank des Erfolgs dieser Buchreihe werden nun auch andere Romane von ihm in Deutschland veröffentlicht, so zum Beispiel das vorliegende mit dem Titel "Der Herr der Finsternis". Bei einigen mag da sofort der Teufel die Gedanken beherrschen, doch Lukianenko hatte etwas ganz anderes im Sinn.

Der Junge Danka, der Protagonist der Geschichte, aus dessen Sicht die Ereignisse geschildert werden, ist absolut unscheinbar. Bemerkenswert ist, dass er keinerlei Geschichte mitbringt. Er stolpert einfach in eine für ihn neue Welt und nimmt den Leser mit auf diese Reise. Über ihn selbst erfahren wir dabei quasi nichts. Gerade männlichen, jugendlichen Lesern gibt der Autor damit jedoch die einmalige Möglichkeit, sich selbst auf diese Figur zu projizieren. Natürlich entwickelt sich Danka nach und nach und bekommt einen Charakter. Zu dem Jungen, der er in unserer Welt war, erfährt man jedoch kaum etwas.

Die Geschichte selbst wirkt zu Anfang recht gradlinig. Schnell wird klar, dass Danka sich auf die Seite des Lichts stellt und dafür kämpfen will, dass das Land die Sonne wieder sehen kann. Doch dem Autor ist es gelungen, keine Schwarzweiß-Welt zu zeichnen, sondern auch Facetten zuzulassen, die einen grübeln lassen, wer nun der wahre Feind ist. Auch Danka muss sich dieser Frage stellen.

Es gibt einige gelungene Anspielungen auf andere bekannte Jugendbücher, vor allen Dingen auf die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende. Sie sind so geschickt in die Handlung verwoben, dass Kenner sofort verstehen werden, worum es geht, man aber auch noch alles versteht, wenn man dieses Wissen nicht besitzt.

"Der Herr der Finsternis" ist eine etwas andere fantastische Geschichte, die sich vor allen Dingen an Jungen richtet, die sich mit dem Protagonisten leicht identifizieren können.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wie ein Märchen beginnt dieses Kinderbuch aus der Feder des russischen Autors Sergej Lukianenko. Ein Junge, über dessen Hintergrund der Leser nichts erfährt, gerät durch eine magische Tür in eine fremde Welt. Zugegeben, diese Idee gab es schon einige Male, aber im Laufe der Geschichte beweist der Autor zum einen oft mehr Kreativität, zum anderen zeigen viele weitere Parallelen zu bekannten Jugendfantasy-Klassikern, dass die Anspielungen bewusst gesetzt sind. Eine düstere, bedrohliche Atmosphäre löst nach wenigen Seiten die märchenhafte ab. Lukianenko hat mit seiner Welt, die in totaler Finsternis liegt, ein spannendes, unheimliches Setting geschaffen, das dank so manch gewalttätiger Szene nicht immer kindgerecht scheint. Kind- beziehungsweise jugendgerecht sind dafür aber Handlung und Charaktere, beide werden nie zu komplex oder anspruchsvoll. Man kann dem Plot, der sich größtenteils geradlinig entwickelt und nur wenig Längen aufweist, ohne Schwierigkeiten folgen. Während der Protagonist Danka, der viel Identifikationspotenzial bietet, sehr detailreich gezeichnet wird, während er reift und sich verändert, werden die Emotionen und Entwicklungen anderer Charaktere allerdings nur angerissen, sie stehen immer im Schatten Dankas.

Sehr bemüht wirken Versuche des Autors, der Geschichte in der zweiten Hälfte des Buches mehr Tiefgang zu verleihen. Es gibt eine Reihe von philosophischen Topoi, die allerdings eher platt umgesetzt wurden und auch der moralische Zeigefinger wurde ungeschickt eingebaut. Dabei ist es eigentlich löblich, dass Lukianenko seinen Helden hinterfragen lässt, ob das, was er tut, das richtige ist, ob es überhaupt "richtig" und "falsch" beziehungsweise "gut" und "böse" gibt. Nur die Umsetzung dieser Gedanken ist dem Autor weniger gut gelungen als anderen Kinderbuchautoren.

"Der Herr der Finsternis" ist eine düstere, spannende Geschichte für junge Leser. Zu deutlich beschriebene Gewalt und der gescheiterte Versuch, dem Buch Tiefgang zu verleihen, schmälern aber das Vergnügen, das der Leser zunächst an der Lektüre hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meisterhaft. 5. April 2009
Format:Taschenbuch
Also, auch wenn mir die Übersetzung einen Schauer über den Rücken jagt und der ober vorgestellter Klappentext irgendwie meilenweit an der tatsächlicher Handlung vorbei geht, ist das Buch wirklich gut und ich würde es jedem empfehelen.

Ganz besonders gefällt mir der Sonnenkater(Kater NICHT Katze) aber auch die ganze Geschichte an sich (auch wen sie nicht neu ist) war sehr gut erzählt und das Ende hat mich sogar ein wenig überrascht.
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