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Der Herr des Wüstenplaneten
 
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Der Herr des Wüstenplaneten [Unbekannter Einband]

unbekannt
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Augsburg: Weltbild, (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3893504516
  • ISBN-13: 978-3893504510
  • ASIN: B0024FPCIY
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.721.600 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Frank Herbert
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
61 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alexander I. TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Enttäuschend, bitter, ekelhaft und dennoch 5 Sterne? Jawohl, gerade deshalb!

Ich will es erläutern: Wir begegnen hier einem Phänomen das in der Science Fiction äußerst selten anzutreffen ist: der rücksichtslosen Demontage (rücksichtslos den Charakteren sowie notwendigerweise auch der Leserschaft gegenüber) der eignenen Helden.
Was sich am Ende des 1. Bandes "Der Wüstenplanet" für den aufmerksamen Leser schon abgezeichnet hat, wird hier bis zum bitteren Finale Realität: der dramatische Abstieg von Paul "Muad'dib" Atreides zum deprimierenden Anti-Helden.

Der Band spielt 12 Jahre nach dem Sieg Muad'dibs über den Padischah-Imperator. Ein blutiger "heiliger" Krieg hat das bekannte Universum überzogen und die alte Ordnung zu Fall gebracht. Doch was daraus erwachsen ist, ist kein goldenes Reich. Pauls Fremenlegionen bringen eine neue Religion die zur Basis seiner Macht wird. Paul selbst ist ihr Gott und Heilsbringer. Die Priester des Qizarat beherrschen jetzt die Völker, richten und regieren in Pauls Namen.
Paul verbringt seine Zeit in seinem Palast auf Arakeen in tiefer Apathie. Er selbst erkennt, dass er diesen Krieg nie wollte, dass die Völker des Universum von ihm und seinen Priestern in eine fanatische, religiöse Finsternis geworfen wurden. Paul herrscht in absolutem Despotismus, Ketzer werden verfolgt, gejagt und hingerichtet.

So mehrt sich auch die Zahl seiner Feinde. Ich verrate nicht zu viel, denn es steht bereits in den ersten Seiten des Buches: die Bene Gesserit, die Navigatoren der Gilde, die Tleilax (die durch absolutes Fehlen jeder Moral und Ethik zu wahrlich perversen und abscheulichen Taten fähig sind) und Pauls eigene Frau Irulan verbünden sich gegen den allmächtig scheinenden Muad'dib.

Dieser auf höchster Ebene geführte Kampf der Verschwörer gegen Paul macht eine Hälfte dieses Buches aus. Der andere Teil wird bestimmt von Pauls Kampf mit sich selbst. Zum einen muss er ohnmächtig zusehen wie seine Legionen und Priester in seinem Namen Völker morden und sich unaufhaltbar wie ein Lavastrom durch das Universum ergießen. Zum anderen ist er Gefangener seiner eigenen Visionen geworden. Er erschafft nicht mehr seine Visionen, sondern sie erschaffen ihn. Sie werden zu Pauls wahrer und vollkommener Nemesis. Ich möchte hier jedoch nicht zu viel verraten, sonst verderbe ich den zukünftigen Lesern das unbeschreiblich ergreifende Erlebnis an diesem, dem Essentiellen, Kampf der in einem wahrhaftig ultimativen Finale enden wird.

Dieses Buch ist grandios und episch, Pauls Selbstbetrachtungen und die seiner Gefährten und Gegenspieler sind auf ihrer Ebene existenziell und unglaublich poetisch. Die Handlung des Buches muss notwendigerweise enttäuschend für die meisten Leser sein, Herbert zeichnet hier ein düsteres und hoffnungsloses Bild, wir treffen hier die alten Fremenkämpfer wieder - verkrüppelt und von Krankheiten gezeichnet, wir sehen einen Paul der sich mit "einem Herrscher names Hitler" vergleicht, Priester die im Namen ihres Mahdi Menschen hinrichten, einen Muad'dib der keinen freien Willen mehr besitzt und sich seinen schrecklichen Visionen hingibt und nicht zuletzt die Tleilax, deren Wissenschaftler ohne jede Moral zu Gräßlichem imstande sind.

Und gerade hier liegt die Stärke dieses Buches, dem vielleicht stärksten der ganzen Reihe. Hier macht sich Herbert frei von den typischen gutmütigen, naiven - wenn nicht gar infantilen - Visionen der "Golden Age" Science Fiction (die Schriftsteller wie Asimov und Heinlein hervorbrachte) und setzt seine Hauptpersonen dem wahren Fluß der Zeit, den wahren und unvermeidlichen Abgründen menschlicher Daseins und Handelns aus und kreiert dabei ein Universum voller philosophischer und existentieller Wahrheiten, glaubhaft und realistisch, lehrreich und erschreckend demaskierend.

Dies fordert natürlich einen Preis: Anspruch. Der Dune Zyklus, und besonders dieser Band, sind nichts für die schnelle Lektüre zwischendurch. Sie erfordern Konzentration und Reflexion. Doch keine Sorge, man braucht kein Philosophiestudium, nur gesunden Menschenverstand und Willen.
Ich hoffe ich habe Neugierde geweckt.

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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer hätte das gedacht. Eigendlich hielt ich es nicht für möglich den Roman "Der Wüstenplanet" noch zu toppen. Irrtum. Zentrales Themes des Romans ist das Prinzip der Religion, welche Macht sie besitzt und wie sie bei übertriebener Dogmatisierung zwangläufig ihrem Ende entgegengeht. Dieser zweite Roman aus dem Dune-Zyklus bietet ebenso wie sein Vorgänger eine außergewöhnlich gut geschriebene Geschichte mit sehr vielen philosophischen Aspekten. Das von Frank Herbert kreirte einzigartige Universum einer bizarren feudalistischen Zukunft fasziniert den Leser und regt seine Phantasie an. Wie bei seinem Vorgänger "Der Wüstenplanet" vermag das Buch durch seinen Deteilreichtum von eben dieses Universum regelrecht ein plastisches Bild zu erzeugen, das deutlicher ist als mancher Film.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Generator
Format:Taschenbuch
Dieser Roman ist die Fortsetzung von Dune ("Der Wüstenplanet") und beschäftigt sich mit dem Leben des Herrschers Paul Atreides nachdem er durch einen heiligen Krieg die Kontrolle über das gesamte Imperium erreicht hat.
Der Wüstenplanet wird wasserreicher und fanatische Pilger kommen aus allen Teilen des Imperiums um ihre Führer zu sehen. Die Fremen (Die eingeborenen Wüstenbewohnen) werden aufgrund dieser Veränderungen nervös und Pauls Gegner sammeln sich.

Frank Herbert beginnt in diesem Band die Helden des ersten Teils abzusägen und zu demaskieren. Die im ersten Teil noch strahlenden Helden werden hier zu machthungrigen Monstern (Paul vergleicht sich selbst sogar mit Hitler) und tieftraurigen, mißtrauischen Machtmenschen.
Die Macht hat ihre stete Wirkung getan.

Ich persönlich habe das Buch ein wenig schlechter als den ersten Teil gefunden. Vor allem haben mir in diesem Band die teuflischen Hinterlisten und Intrigen (Und vor allem seine Interpretationen der Sitation) des Barons Harkonnen gefehlt. Die "Guten" werden immer mehr zu den "Bösen" und die "Bösen" bessern sich. Beide treffen sich in der Mitte.
Trotz allem ist das Buch sehr lesenswert.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Kein Vergleich zu "Dune"!
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich vom ersten Band der Reihe richtig begeistert war. Besonders hat mir gefallen, dass so viele Figuren ihre eigenen Ziele verfolgen und... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von MeinNameTutNichtsZurSache veröffentlicht
So gut wie der erste Teil - aber nicht so lang
Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es keine Wander- und Kampfpassagen (die ich sowieso nicht vermisse). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Februar 2010 von M. Scholonek
Notwendige und gelungene Brücke zum dritten Teil
Elf Jahre nach den Ereignissen in "Der Wüstenplanet" sehen wir im zweiten Band des Dune-Zyklus Paul Atreides, oder auch Muad'dib als Herrscher des galaktischen Imperiums, der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von Stefan Baumgartner
Frank Herbert ist der beste Sci-Fi-Autor!
Nachdem Paul Muad'Dib Atreides seinen Vater gerächt und den Erzfeind Baron Harkonnen besiegte (das Happy End war also komplett), geht die Geschichte weiter. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2009 von Leonidas
Genial!
Paul ist nun Herrscher über das Universum. Der Djihad, der heilige Krieg, hat zwölf lange Jahre getobt und alles hinweggefegt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2009 von Stefan Erlemann
Geniale Fortsetzung
Nachdem ich Dune 1 Der Wüstenplanet durchgelesen habe, nahm ich mir direkt den zweiten Teil vor, weil er so schön kurz ist. Einige Rezensenten auf Amazon. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2008 von J. Reinhardt
Beinharte Demontage eines Helden - schwer verdauliche Lektüre
Mit diesem Buch dürfte sich Frank Herbert - zumindest aus der Sicht vieler Leser - keinen großen Gefallen getan haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juli 2008 von Stefan T.
Belanglose Hofberichterstattung
Paul hat erreicht, was er (nicht ?) wollte: Imperator des "bekannten Universums". Das ruft natürlich Feinde auf den Plan, und so schwankt der ganze Band ständig zwischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juli 2008 von Herr Kaufrausch
Sehr gut, aber nicht so gut wie Teil 1!
12 Jahre sind vergangen, seit Paul Atreides, bekannt unter dem Namen "Muad'dib", die Herrschaft über den Planeten Arrakis übernommen und durch Zweckhochzeit mit der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. April 2007 von brainman
Traurig
Viele mögen "Der Herr des Wüstenplaneten" nicht, weil Frank Herbert den Helden und Sympatieträger des ersten Teils vollkommen demontiert und zerstört. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2006 von Golodhrim
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