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Die Wege der Gefährten haben sich durch Sarumans Uruk-Hai getrennt. Nachdem Frodo und Sam nun allein den schicksalshaften Weg nach Mordor eingeschlagen haben, heften sich Aragorn, Legolas und Gimli auf die Fährte der gen Isengart flüchtenden Orks. Immerhin befinden sich die unglücklichen Hobbits Pippin und Merry in deren Klauen. Und die wollen die Drei wiederhaben. Während Frodo und Sam mit fast physisch spürbarer Mühe Gollum einfangen und zu ihrem Führer machen, treffen Aragorn, Legolas und Gimli wieder auf den dem Balrog -- der Rückblick Gandalfs auf seinen Kampf mit dem Balrog ist nur einer der glücklicherweise zahlreichen großartigen Momente des Films -- entronnenen Zauberer, reiten nach Rohan und begleiten den vom Einfluss Sarumans befreiten König Theoden in die Schlacht um Helms Klamm. Da obendrein nun auch Sauron seine zahlreichen Truppen sammelt, ist eines gewiss: Die Schlacht um Mittelerde hat endgültig begonnen. Und Frodo? Der bedauernswerte Hobbit spürt den Einfluss des Rings immer deutlicher, was zu immer größeren Konflikten führt.
Naturgemäß ist der Mittelteil einer Geschichte immer der am schwierigsten umzusetzende Part. Fäden müssen weitergeführt, Charaktere weiterentwickelt oder gar neu eingeführt werden. Drehbuchautorin Fran Walsh sei Dank konnte Peter Jackson all diese Klippen meisterhaft umschiffen. Mit Bernhard Hill als Theoden von Rohan, Miranda Otto als dessen Nichte Eowyn, David Wenham als Faramir von Gondor und natürlich Brad Dourif alias Grima Schlangenzunge, beweist das neuseeländische Dream-Team einmal mehr ein exzellentes Händchen in Sachen Besetzung.
Doch die eigentlichen Stars, das sind die, die direkt aus dem Computer stammen und von den Fans wohl am gespanntesten erwartet wurden: die Ents, die geflügelten Nazgul und natürlich Gollum. Was die Ents anbelangt, so darf gesagt werden, dass die Baumhirten sehr imposant und glaubwürdig in Szene gesetzt wurden. Dass gerade ihr Part extrem verkürzt und partiell geändert wurde, kann bedauert werden. Aber der Zwang, Die Zwei Türme in der Kinofassung für drei Stunden kompatibel zu machen, hat hier sichtlich sein Opfer gefordert. Aber für Gollum und die Nazgul möchte man den Regisseur sowie den Konzeptkünstler Alan Lee einfach küssen. Allein Gollum wirkt für sich und in der Interaktion mit anderen dermaßen real, dass man irgendwann wirklich aufhört, ihn als virtuelles Wesen wahrzunehmen. Und dann diese Schlacht! Ein gutes Viertel nimmt sie in der Handlung ein. Jede Minute davon ist es wert. Ohne in allzu große Übertreibungen ausbrechen zu wollen: Die Schlacht von Helms Klamm sieht genau so aus wie die Schlacht von Helms Klamm aussehen muss. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Das Fazit? Der Herr der Ringe. Die zwei Türme ist trotz oder gerade wegen der teilweise recht deutlichen Änderungen gegenüber der literarischen Vorlage -- auf die der Spannung halber nicht weiter eingegangen wird -- in sich konsistent. Notwendigerweise noch monumentaler und düsterer als Die Gefährten schafft es Jackson grandios, den Wendepunkt einer Welt zu porträtieren, deren Zukunft im Untergang begraben zu liegen scheint. Nun, Peter, jetzt warten wir auf das Finale furioso! --Constanze Quanz
Tolkiens Werk hat mich begeistert in seiner Fülle und Vielfalt an Fantasie, so daß ich es immer wieder zur Hand nehme. Unter anderen auch, um mich manchmal daran zu erinnern, wie die Dinge im Buch aussehen und wie sie im Film umgesetzt wurden. Und nichtsdestotrotz, daß Buch und Film sich in einigen Punkten maßgeblich unterscheiden, bin ich von beidem restlos begeistert! Tolkien füllt das Reich unserer Phantasie mit faszinierenden Geschichten, Peter Jackson verwöhnt uns mit prachtvollen Bildern.
Allen Kritikern an dem Film sei gesagt: Peter Jackson, selbst ein großer Tolkien-Fan, hat nie einen Hehl daraus gemacht, daß die Verfilmung der "Herr-der-Ringe"-Trilogie SEINE EIGENE Version, seine Interpretation des Buches ist und er sich nicht sklavisch an die Vorlage gehalten hat. Also war jedem selbst überlassen, ob er sich unter diesen Gesichtspunkten die Filme anschaut, oder nicht!
Ich finde die Idee, Arwen und Legolas Persönlichkeiten im Film stärker herauszuarbeiten und der Geschichte um Aragorn und Arwen, die eigentlich nur in den Anhängen des Buches Erwähnung findet, im Film stärker herauszuarbeiten, absolut gelungen. Gerade sie gibt im Film dem wesentlich düsteren zweiten Teil den bittersüßen Touch, der die Geschichte um Aragorn und Eowyn trägt.
Die Persönlichkeiten des Buches sind im Film hervorragend und überzeugend besetzt und ich hatte absolut keinen Zweifel, meine "Helden" des Buches im Film wiederzufinden, wenn auch hier und da auf andere Art und Weise.
Ich denke, wenn man Film und Buch als zwar voneinander abhängiges, aber jeweils eigenständiges Werk sieht, sich nicht ständig damit beschäftigt, die Filme mit dem Buch zu vergleichen und Abweichungen zu suchen, dann kann man beides absolut genießen!
Ich habe sowohl "Die Gefährten" wie auch "Die zwei Türme" mehr als 20 mal gesehen und bin es immer noch nicht leid. Beide Teile sind absolut gelungen, faszinierend von der ersten Minute an und jedes einzelne Bild überzeugt. Innerhalb weniger Minuten vergißt man die Welt um sich herum und leidet mit Merry und Pippin unter den furchtbaren Uruk Hai; kämpft sich mit Frodo, Sam und Gollum durch die Emyn Muil und sieht mit Entsetzen die furchtbaren Ringgeister auf ihren geflügelten Ungetümen; steht man in der Goldenen Halle in Edoras und verfolgt, wie Gandalf den König von Saruman's Einfluß befreit und kämpft an der Seite von Aragorn, Legolas und Gimli in Helm's Klamm in einer Schlacht, wie die Leinwand sie noch nicht gesehen hat!!
Und zählt fieberhaft die Tage bis zum Erscheinen des dritten und leider letzten Teils ...
Meine ehrliche Meinung? "Die zwei Türme" ist mindestens so faszinierend wie "Die Gefährten", nur der "Grundton" hat sich verändert. Wird die Geschichte im ersten Teil noch maßgeblich von einer lineraren Geschichte um den Ring und den gemeinsamen Marsch der Gefährten getragen, so teilt sich nun der Film - wie auch das Buch - in mehrere Geschichten um Sam, Frodo und Gollum, Merry und Pippin, und Gimli, Leoglas und Aragorn. Aber der Wechsel vom Schicksal der einen zu dem der anderen ist flüssig und harmonisch, so daß man nie den Faden und die Geschichte um die anderen aus dem Blick verliert. Neben den überzeugenden Darstellern des ersten Teils kommen neue großartige Charaktere dazu, vor allem mit Mirinda Otto als kühle Eowyn und Karl Urban als Eomer, und die verwendeten technischen Effekts und künstlich erzeugten Wesen sind phanstastisch, angefangen mit Gollum bis hin zu den Warg-Reitern.
Peter Jackson hätte das Zeug dazu, auch noch "Der kleine Hobbit" und das "Simarillon" auf Leinwand zu bannen, ich würde gerne die Bilder seiner verfilmten Version dieser beiden phantastischen Bücher sehen. Nur wird er das vermutlich leider nie tun ...
Und das war noch lange nicht alles! Es gibt unzählige weitere neue Szenen!!!
Mit dieser Extended Edition wird es genau wie mit der ersten sein. Sie wird den Film nicht ergänzen, sondern ersetzen. Und diesmal ist die längere Filmfassung noch besser, als beim ersten Mal. Hinter diesem Konzept steckt viel mehr als eine reine Marketingstrategie. Die Extended Edition ist ein Geschenk des Regisseurs an die Fans, aber auch sich selbst. In dieser Version näherte sich Peter Jackson wieder Tolkiens Fassung und dem ursprünglichen Schöpfung Mittelerde
Die Extended Edition des zweiten Teils ist nicht nur ein nettes Extra, sie ist Pflichtprogramm für jeden Fan. Und mancher mag behaupten, dass der Film, der im Kino lief, nur ein Trailer war, die Extended Edition aber ist der richtige Film!!
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