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Kundenrezensionen

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am 19. Juli 2014
Zu der Handlung von Tolkiens Meisterwerk wird keine Rezension mehr nötig sein, darum widme ich mich in diesen Zeilen ganz den deutschen Übersetzungen, in der Hoffnung, dem geneigten Leser, der auf gleich mehrere deutschsprachige Editionen stoßen kann, eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben.

Der Übersetzer der vorliegenden Ausgabe dürfte weitenteils „unten durch“, und das Ausmaß der Redigierung vielen Interessierten nicht klar sein. Mancher Leser wird sich ohnehin fragen, was es mit diesen Übersetzungen auf sich hat und woher die Diskussion rührt, die auch in einige Rezensionen auf Amazon.de Eingang gefunden hat.

Mir bekannt sind drei deutsche Ausgaben von ‚Der Herr der Ringe‘:

▪ Die ursprüngliche, übersetzt von Margeret Carroux,
▪ zwei Ausgaben von Wolfgang Krege aus den Jahren 2001
▪ und 2012, erarbeitet von Lisa Kuppler auf der Basis von Kreges Arbeit,

alle erschienen bei Klett–Cotta.

Nun wird in manchen Internetforen Zeter und Mordio geschrien, die Neuübersetzung habe das Werk Tolkiens, auf die deutsche Sprache bezogen, zerstört. Diverse Feuilletonisten tuteten in das gleiche Horn (z.B. der ‚Spiegel‘ vom 03.11.2000), Krege habe „lieblos“ übersetzt, die Geschichte um den Hobbit Frodo Beutlin gar „verstümmelt“.
Aber auf die Gefahr hin, mir den Groll der Tolkienianer zuziehen: Die Übersetzung von Krege erscheint mir als die Bessere. In der redigierten Ausgabe von 2012, wohlgemerkt. Und zwar aus den folgenden Gründen:

Zweifellos hat der ursprüngliche Krege Fehler gemacht, haarsträubende teils nicht nur für Sprachpuristen oder eingefleischte Fans; und es mag daher kommen, dass sich Klett–Cotta zur Jahrtausendwende das Ziel gesetzt hatte, die vermeintlich veraltete Übersetzung aufzupeppen, ohne den Beweis zu erbringen, dass dies überhaupt nötig war.

Für mich als vergleichenden Leser war stets unverständlich, wieso Krege in dem Bestreben, die hie und da schwerfällige Carroux–Übersetzung zu entschlacken, passende Formulierungen durch unpassende ersetzte und im Gegentum unpassende Formulierungen manchmal unangetastet ließ.

<07.02.2016>
Wer Fehler begeht, muss sie auch eingestehen können. In einer früheren Version dieser Rezension mokierte ich mich an dieser Stelle über den Gebrauch des Wortes „Post“ als Synonym für Nachrichten bzw. Neuigkeiten: „Dies ist schlimme Post!, rief Celeborn“, heißt es in der 2001er Ausgabe. Diesen Gebrauch des Wortes bezeichnete ich als falsch und glaubte, der ‚Duden‘ und das Wörterbuch der Brüder Grimm sekundierten mir dabei. Tatsächlich bin ich seither in Büchern von vor 1950 auf mehrere entsprechende Beispiele gestoßen, z.B. in den Übersetzungen von Korfiz Holm: „Schlechte Post!, schrie der kleine Kosak vom Prahm herüber“. Falsch kann ich es also nicht mehr nennen.
<07.02.2016>

Gleichwohl hat sich auch Margeret Carroux gelegentlich im Wörterbuch vergriffen. Einige Male wirken ihre Übersetzungen ebenfalls unfreiwillig komisch. So bezeichneten schon die Gebrüder Grimm die Verwendung des Adjektivs „köstlich“ im Sinne von „wertvoll“ als veraltet. Ein „köstliches Schmuckstück“ soll der Eine Ring laut Carroux sein — für mich ein Fehler, wie ihn viele Fans vor allem bei Krege finden. Und das „dalli dalli“ Kreges, das es bis auf die Titelseiten der Feuilletons schaffte, ist auch kein Alleinstellungsmerkmal: denn etwa mit „basta!“ gebrauchte auch Carroux eine Umgangssprache, die man als deplatziert empfinden mag.

Zweifellos entdeckt man solche Macken häufiger bei Krege — in der Ausgabe von 2001. Was dieser indes sonst noch an sprachlichen Schnitzern abliefert („Chef“ anstatt Carrouxs „Herr“, „dalli dalli“ anstelle von Carrouxs „schneller, schneller“), damit wartet Letztere insofern auf, als ihre Übersetzung gelegentlich zu nahe am englischen Original bleibt. Wie jedem, der diese Sprache beherrscht, bekannt sein wird, lassen sich im Deutschen wortreiche Formulierungen im Englischen in aller Kürze zu Papier bringen. Der Umkehrschluss darf aber nicht darin bestehen, knappmöglichste Übersetzungen abzuliefern. Sie erscheinen allzu hölzern, dazu gleich mehr.

Im Folgenden findet man weitere vergleichende Beispiele zur Veranschaulichung dessen, woran die Geister sich scheiden:

▌(Eigen–)Namen▐

▪ Tolkien = «Nob and Bob»
▪ Carroux = «Hinz und Kunz»
▪ Krege = «Nob und Bob»

▪ Tolkien = «Bill Ferny»
▪ Carroux = «Lutz Farning»
▪ Krege = «Lutz Farnrich»

▪ Tolkien = «Goblin»
▪ Carroux = «Bilwiss»
▪ Krege = variierend: manchmal «Ork», manchmal auch «Schurke» u.Ä.

▌Anrede▐

▪ Tolkien = «Lady»
▪ Carroux = «Herrin»
▪ Krege = «hohe Frau» bezgl. Éowyn auch: «Jungfrau»

▪ Tolkien = «Master» bzw. «Sir»
▪ Carroux = «Herr»
▪ Krege 2001 = «Chef»
▪ Krege 2012 = «Herr, Master»
(„Master“ in der Bedeutung der veralteten englischen Anrede für Männer bürgerlicher Herkunft — wohingegen „Sir“ ursprünglich auf den höheren Rang des Angeredeten hinweist)

└ Dieses Beispiel steht stellvertretend für die oft nicht glücklichen Versuche Kreges, den Variationen in Tolkiens Sprache gerecht zu werden (siehe unten). Der „Chef“ soll auf Sam Gamdschies einfache Gemütsart hindeuten (wenn man hier die Servilität und Obrigkeitshörigkeit einfacher Gemüter erwarten soll, wäre ein ehrerbietiges „Herr“ jedoch treffender gewesen); das Ausweichen der redigierten Ausgabe auf „Master“ (man hat sich wohl nicht getraut, „Meister Frodo“ zu übersetzen) weist darauf hin, dass auch diese nicht alle Schnitzer beseitigen konnte.

▪ Tolkien = «Prince»
▪ Carroux = «Fürst»
▪ Krege = «Prinz»

▌Zufällig ausgewählte Formulierungen▐

▪ Tolkien = «Parlour»
▪ Carroux = «Gaststube»
▪ Krege 2001 = «Clubzimmer»
▪ Krege 2012 = «Hinterstübchen»

▪ Tolkien = «Come, dear folks!“
▪ Carroux = «Kommt, liebe Leute!“
▪ Krege = «Kommt, ihr Kerlchen!»

▪ Tolkien = «the mark Dale»
▪ Carroux = «Herkunftsbezeichnung Thal»
▪ Krege 2001 = «Made in Thal»
▪ Krege 2012 = «Herkunftszeichen von Thal»

▪ Tolkien = «He seldom talks: not but what he can tell a rare tale when he has the mind.»
▪ Carroux = «Er redet selten, es sei denn, er erzählt, wenn ihm der Sinn danach steht, eine ungewöhnliche Geschichte.»
▪ Krege 2001 = «Er redet nicht viel; nur ab und zu mal, wenn ihm danach zumute ist, erzählt er irgend so eine verrückte Geschichte.»
▪ Krege 2012 = «Er redet nicht viel; nur ab und zu mal, wenn ihm danach zumute ist, erzählt er eine ganz besondere Geschichte.»

▪ Tolkien = «S is for Sauron, said Gimli. That is easy to read.»
▪ Carroux = «S steht für Sauron, sagte Gimli. Das ist leicht zu lesen.»
▪ Krege = «S steht für Sauron, sagte Gimli. Nicht schwer zu erraten.»

└ Dieses Beispiel steht stellvertretend für den etwas hölzernen Stil der ältesten Übersetzung: Carroux ist wortwörtlich gefasst, aber unpräzise. „Read“ in der Bedeutung „herauslesen“ oder „deuten“ trifft besser den Sinn der Aussage Gimlis.

▪ Tolkien = «a draught of cooks, from every inn and eating–house for miles around»
▪ Carroux = «ein ganzer Schwarm Köche aus allen Gast– und Wirtshäusern auf Meilen im Umkreis»
▪ Krege 2001 = «die Köche aus allen Wirtshäusern und Imbissstuben auf Meilen im Umkreis»
▪ Krege 2012 = «die Köche aus allen Wirtshäusern und Speiselokalen auf Meilen im Umkreis»

Diese Variationen sind in der Regel also nicht per se falsch, wiewohl manche arg konstruiert wirken (bspw.: „hohe Frau“). Was ich hoffentlich aufzeigen konnte: Übersetzungen, die zu wünschen übrig lassen, stellen jedoch für keine Edition ein Alleinstellungsmerkmal dar. Wenn Krege zu Formulierungen griff wie „Made in Thal“ und „Clubzimmer“, wirken diese wie Fremdkörper, sie stehen im Konflikt zu dem sozusagen feierlichen Flair des Epos, das wir gewohnt sind. Allerdings: Krege hat nicht grundlos behauptet, sich dem Stil des Originals angenähert zu haben. Denn auch Tolkien schrieb bspw. etwas von einer Feuerwerksrakete, die „passed like an express train“: Nun gibt es aber in ganz Mittelerde keine Schnellzüge!
Der Autor gab den Übersetzern damit gewissermaßen ein Mandat, Formulierungen nicht zu verschmähen, zu welchen die Leser selbst gegriffen hätten; und das wirft die Frage auf, ob nicht ein Teil der Kritik an der Krege–Übersetzung schlechterdings daher rührt, dass sie an zweiter Stelle kam, oder wie Cineasten sagen würden: ob nicht das Remake-Syndrom zuschlägt (Neuverfilmungen gelten Fans des ursprünglichen Werkes ja oft generell als schlecht).
Besonders bei Ortsbezeichnungen und Personennamen gibt es im Übrigen keine an sich richtige Übersetzung; folgerichtig, freilich unschön wäre es sogar gewesen, diese Namen unverändert aus dem Englischen zu übernehmen. Aber auch das hätte das Lesevergnügen m.E.n. getrübt.

Die Moral von der Geschicht’, alle Übersetzungen haben sich teils große Freiheiten genommen. Alle Übersetzungen bedienen sich stellenweise Formulierungen, die nicht immer die besondere Atmosphäre von Tolkiens Werk zu tragen vermögen.

Dennoch, Klett–Cotta hat in der redigierten Ausgabe von 2012 viele Makel von 2001 beseitigt. Sie ist wirklich erstaunlich gut gelungen, obwohl die krege’sche Neigung, am Gesunden zu verarzten, immer noch nicht vollständig ausgetrieben ist. Die neue Ausgabe enthält jetzt aber, da auch Krege teils auf Carroux aufbaute, gewissermaßen die besseren Werkteile beider Übersetzer in einem Buch.

Beide Übersetzungen sind gut lesbar und machen Freude, Carrouxs von 1969/1970 und Kreges 2012er, aber ich finde, man begeht keinen unverzeihlichen Fehler dabei, den Krege zuerst zu lesen.
Freilich: Wer Englisch spricht und sich mit altenglischen Begriffen auskennt („Wither goest thou?“ anstatt „Where are you going?“), sollte freilich die Originalausgabe aus Tolkiens Feder gelesen haben. J.R.R. Tolkien war Sprachwissenschaftler, dies schlägt sich in seiner Feder deutlich nieder!

Fazit: Eine recht gelungene Vereinigung der beiden großen Übersetzungen. → ■■■■□
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am 2. Juni 2014
Krege hat hier wirklich eine furchtbare Übersetzung eines fantastischen Werkes abgeliefert, die das Potential hat, den besonderen Charme des Originals vollkommen zu zerstören. In vielen Rezensionen und Berichten werden Beispiele für misslunge Sätze und Worte aus dieser Übesetzung im Vergleich mit der alten Übersetzung aufgezeigt. Daher will ich an dieser Stelle keine Auflistung von Beispielen machen.
Ich will hier nur meinen Eindruck schildern, dass Krege vermutlich beim Auftrag eine Neuübersetzung zu realisieren, die alte Übersetzung und ein Synonymwörterbuch zu Rate gezogen hat und meiner Meinung nach eher wenig Eigenleistung erbracht hat. Viele Sätze wirken bei Krege so, als hätte er die alte Übersetzung krampfhaft umformuliert und dabei neben Satzumstellungen auch Synonyme für bereits verwendete Worte von der alten Übersetzung verwendet. Das mag gängige Praxis sein - wirkt aber hier auffallend. Das hierbei in den meisten Fällen teilweise merkwürdige Satzkonstruktionen und Worte auftauchen ist zwangsläufig. Ein einheitlicher Stil ist fatalerweise auch nicht zu erkennen.

Ein Beispiel:
Manche Sätze scheinen auf den ersten Blick originalgetreuer zu sein, wirken sich jedoch negativ auf die Dramatik einzelner Szenen aus. Der vorhandene Grusel in der Szene mit den "Barrows Wights" geht verloren, wenn Krege diese wortwörtlich korrekt mit "Grabwichte" übersetzt. Dies wirkt stark verniedlichend. Das alte "Grabunholde" bedient sich eines älteren, vergleichbaren (Stichwort Konnotation) aber wesentlich dramatisierenderen Wortes, was diesbezüglich eine unzweifelhaft bessere Wortwahl darstellt. Obwohl Krege sich darüber ggf. bewusst war, wollte er hier aber meiner Meinung nach umformulieren, um eine gewisse Eigenleistung in der Übersetzung zu erreichen.

Sinniger wäre wohl eine Überarbeitung der alten Übersetzung gewesen. Naja, vielleicht kommt das ja noch irgendwann...

Mir fehlt die Motivation mich mehr mit dieser schlechten Übersetzung zu beschäftigen. Um das Buch wirklich zu lesen, muss man entweder das Orginal oder (zumindest) die alte Übersetzung (M. Carroux) lesen.
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am 19. Februar 2013
Ich habe den Herrn der Ringe vor knapp 20 Jahren das erste Mal in der alten Übersetzung von Frau Carroux gelesen. Das Buch hat mich vollkommen faziniert und ich konnte in eine völlig andere, mittelalterliche Welt eintauchen. Die altertümliche und leicht umständliche Sprache war dabei ein wichtiges Kriterium und hat einen großen Teil zu meiner Begeisterung beigetragen.

Jahre später kam die Übersetzung von Herrn Krege auf den Buchmarkt und ein gequälter Aufschrei ging durch die Reihen der Tolkien-Fans. Alte Übersetzungen wurden zu Horrorpreisen verkauft und was lernt daraus der Verlag? Er lässt die grausige, jugendsprachliche Übersetzung von Herrn Krege in 2012 nochmals überarbeiten??????

Ich habe alle verfügbaren Leseproben der Neubearbeitungen fleissig studiert und empfinde die Übersetzungen immer noch als absolut störend und auf das Niveau der heutigen Jugendsprache abgestumpft. Wenn man Wikipedia glauben darf, war Tolkien eben gerade eine Übersetzung wichtig, die seinem Werk gerecht wurde und er hatte mit den ersten Übersetzern der deutschen und dänischen Ausgabe noch direkt zusammengearbeitet. Wie kann man diesen Wunsch und diese Arbeit des Autors dann heute einfach ignorieren?

Schade, dass der Klett-Verlag die große Chance nicht erkannt hat die alte Übersetzung in einer schönen 3 bändigen, gebundenen Form auf den Markt zu bringen. Die alte Übersetzung ist weiterhin nur in einem Band zu bekommen. Das Papier extrem dünn und das Buch doch extrem schwer. Und trotzdem würde ich jedem die Carroux-Übersetzung wärmstens ans Herz legen!!

Ich persönlich werde mir nun wohl die englische, gebundene Ausgabe zulegen, ganz ohne Übersetzungsärger und mit einigen Extras.
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am 21. Februar 2014
Ich liebe alles was mit HdR zu tun hat.
Und ich wollte es mir unbedingt auch mal vorlesen lassen.
Das macht wirklich viel Spaß.

Was hier hier aber absolut nicht gefällt, ist die Art wie es gelesen wird. Gut lesen heißt selbstverständlich gut betonen an den richtigen Stellen. Das macht Achim Höppner auch. Aber man ist hier dauernd am laut und leise regeln, weil Höppner manche Passagen so sehr leise vorliest, dass man sie kaum noch hört.
Das finde ich sehr anstrengend und auch nicht unbedingt passend. Das wäre sicher auch anders möglich gewesen.
Daher hur 3 Sterne.
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am 31. Mai 2015
Ich habe, als die Jackson-Filme in die Kinos kamen, die Bücher in der Übersetzung von Krege erhalten. Ich habe mich ein Jahr lang gequält, "Die Gefährten" zu lesen, weil der Grundkonsens hieß: Klasse Bücher, die man gelesen haben muss! Nun ja, ich empfand dies nicht und habe die Krege-Version nach dem ersten Buch nicht mehr berührt, sogar verschenkt. 2012 habe ich von der Carroux-Übersetzung gehört, die ich mir auch zulegte - und siehe da: "Der Herr der Ringe" ist mein Lieblingsbuch geworden. Es vergeht kein Tag, an dem ich an Tolkiens Welt denke (auch wenn dies vielmehr beunruhigend erscheinen mag); Krege schafft es nicht, die Atmosphäre Tolkiens einzufangen. Madame Carroux schafft dies, hat Tolkien bei der Übersetzung sogar mitgeholfen! Ich träume von einer Taschenbuchausgabe von Carroux-Übersetzung, auch wenn dies eher Wunschdenken bleiben wird. Sei es drum: Bitte fasst euch ans Herz, lasst die Krege-Übersetzung unbeachtet (auch wenn sie gut anzuschauen ist) und kauft / leiht euch die Carroux-Übersetzung; die Taschenbuchausgabe gibt es auch für rund 25 Euro gebraucht zu kaufen - allerdings die Ausgabe aus den 70ern.

Mittlerweile besitze ich eine tolle Sammlung aus Tolkien-Büchern, Originalsprache und ins Deutsche übersetzt; Krege besitze ich aber nicht, zumindest nicht im Rahmen der "Der Herr der Ringe"-Bücher, so wird es auch bleiben.

Viel Spaß mit der Carroux-Übersetzung! ;-)
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am 14. Dezember 2006
Schade, dass amazon für diese mp3-Ausgabe derzeit deutlich mehr Geld verlangt, als für dieselbe Einspielung auf Audio-CD, obwohl sie in der Produktion und im Handling mit nur zwei statt 17 CDs doch eigentlich einfacher ist.

Ich empfehle eindeutig die Audio-CD-Fassung. Mit der kann man nämlich die Qualität der mp3-Files beim Überspielen auf den heimischen Player dann auch selbst einstellen, denn bei 1280 Minuten auf den nur zwei CDs der mp3-Fassung muss die Datenreduktion doch schon recht massiv sein.

Über das Hörbuch an sich ist bei der Audio-CD-Fassung eigentlich alles gesagt.
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am 11. Januar 2016
Mittelerde wird von Sauron bedroht. Um ihn zu stoppen, macht sich der Hobbit Frodo zusammen mit acht Begleitern auf den Weg, Saurons Ring der Macht zu zerstören.

„Der Herr der Ringe“ ist seit meiner ersten Begegnung mit der Geschichte im Jahr 2001 eine meiner allerliebsten Buchreihen. Auch wenn ich mich durch die Bücher und Filme mittlerweile schon mindestens 20 Mal nach Mittelerde begeben habe, bekomme ich einfach nicht genug davon. Daher wollte ich die Reise nun zum ersten Mal mit dem Hörbuch antreten. Der erste Band der Trilogie kümmert sich natürlich um die Einleitung. Die Welt, in die Geschichte spielt, wird vorgestellt, ebenso wie die Protagonisten. Hier merkt man gut, dass die Leidenschaft des Autors J.R.R. Tolkien eigentlich eher bei der Erschaffung neuer Welten und Rassen lag, als bei der Charakterisierung einzelner Individuen. Obschon die einzelnen Figuren sich genügend unterscheiden, sind sie in sich doch nicht so fein ausgearbeitet, wie die Landschaft oder die Rassen der Elben, Hobbits etc. als solche.

So sehr ich die Trilogie liebe, so wenig kann ich ihre Schwachstellen vergessen, die sich vor allem hier im ersten Band zeigen. Die Einleitung zieht sich ewig hin, es dauert Stunden, bis die Geschichte wirklich beginnt. Und auch dann zieht sie sich an vielen Stellen relativ zäh, weil Tolkien mehr Zeit mit Landschaftsbeschreibungen verbringt als damit, die Handlung voranzutreiben. Auch die vielen Lieder und Gedichte machen die uns fremde Welt Mittelerde zwar plastischer, drücken aber das Erzähltempo in Schneckengleiche Richtungen. Hier muss ich ausdrücklich Peter Jacksons Verfilmung loben, die diese zähen Längen geschickt gestrichen hat, ohne allzu viel von der Handlung aussen vor zu lassen.

In meinen Rezensionen äussere ich mich nur selten zur Übersetzung. Dies liegt daran, dass ich mir dazu auch nur selten wirklich Gedanken mache. Hier ist sie mir aber ins Auge, respektive ins Ohr gestochen. Obschon ich mich in den letzten eineinhalb Jahrzehnten wiederholt intensiv mit dem Herrn der Ringe beschäftigt habe, sowohl in der Buch- wie auch in der Filmversion, ist das Hörbuch erst mein zweiter Kontakt mit der deutschen Übersetzung. Sonst kenne ich nur das englischsprachige Original, als Buch und als Film. Als ich die Trilogie zum ersten Mal gelesen habe, tat ich dies in der deutschen Version. Ich hatte die Bücher von meiner Mutter ausgeliehen, die Ausgabe war aus den 1970ern, und dementsprechend noch die alte Übersetzung von Margaret Carroux. Mit der neuen Übersetzung von Wolfgang Krege hatte ich nun erst mit diesem Hörbuch Kontakt, und ich muss direkt festhalten, dass ich sie nicht mag. Und zwar gar nicht. Wie kann man auf die Idee kommen, Frodo von Sam als „Chef“ anreden zu lassen? Auch „tidings“ mit „Post“ zu übersetzen finde ich sehr unpassend, „Post zu überbringen“ oder „dies ist schlimme Post!“ passt schon von der Stimmung her überhaupt nicht nach Mittelerde (ich sah vor meinem inneren Auge einen Elben mit Mütze und einer gelben Umhängetasche vor mir…). Ebenso fand ich die Wahl der Du- und Sie-Form nicht immer stimmig.

Der Sprecher Achim Höppner gefiel mir hingegen ganz gut. Er gab der Geschichte die richtigen Emotionen mit und versuchte auch, den verschiedenen Charakteren ihre eigenen Stimmen zu geben, damit sie besser auseinanderzuhalten sind. Nur die hohe Piepsstimme, mit der er Pippin gesprochen hat, ging mir sehr auf die Nerven. Dass Höppner als Synchronsprecher von Gandalf bekannt ist, ist mir nicht negativ aufgefallen. Da ich die Filme immer nur auf Englisch gesehen habe, fehlte mir die feste Verknüpfung der Stimme mit Gandalf, die bei anderen Hörern anscheinend teilweise zu Verwirrung geführt hat.

Mein Fazit

Auch wenn ich die Trilogie liebe, der Einstiegsband ist etwas gar zäh. Die Hörbuchversion gefällt mir grundsätzlich ganz gut, die Übersetzung versaut jedoch vieles.
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am 9. Juli 2015
Da es sich bei diesem Hörbuch wohl um die Krege Übersetzung von 2001 handelt, kann ich auch nur über diese Version etwas schreiben.

Wolfgang Krege hat bei seiner Neuübersetzung vermutlich versucht die altbackene Sprache etwas zu verjüngen und damit u.U. auch jüngere Leser anzusprechen. Das ist im leider in zweierlei Hinsicht mißlungen.

1) Magaret Carroux's Übersetzung ist meiner Meinung nach nahezu perfekt. Das kann und muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber ich kenne von vielen Büchern die deutsche und englische Fassung und habe es selten so, dass die deutsche Übersetzung so gut wie das Original ist. Da "Chef" Krege nicht einfach die fertige Übersetzung abschreiben konnte und wollte, hat er sich wohl bemüht keine große Ähnlichkeit zur ersten Übersetzung herzustellen (was manchmal sehr erzwungen wirkt)... Aber wenn man etwas Perfektes verändert, muss zwangsläufig etwas Schlechteres herauskommen.

2) Eine Verjüngung der Sprache hätte vielleicht sogar funktioniert, wenn er dieses nicht halbherzig angegangen wäre. So mischen sich fröhlich moderne und altertümliche Ausdrücke, die zusammen nicht harmonieren. Bei vielen Neuübersetzungen von Wörtern haben sich mir die Haare gesträubt, weil die Wörter nun eigentlich etwas ganz anderes bedeuten...

Insgesamt nimmt diese Krege Übersetzung viel von der Atmosphäre des Buches. Ich werde das Hörbuch nicht wieder hören, dann lese ich das Buch lieber wieder. Leider gibt es keine (offiziell erhältliche) Lesung der Carroux Version...

Zur Punktevergabe:

Die Geschichte an sich hat natürlich 5 und mehr Sterne verdient, dazu brauche ich mich nicht weiter auslassen.
Die Übersetzung ist schon wirklich schlecht und es kommt keine echte Fantasy-Atmosphäre auf, dafür kann ich nur 1 Punkt geben...
Der Specher Achim Höppner liefert eine gute, aber leider auch teilweise verbesserungswürdige, Lesung ab. Einige Stellen, die wirklich wichtig sind, werden so nebenbei betont, dass es einfach nicht passt (woran aber auch Teils die Aufnahme-Regie Schuld ist). Außerdem ist gerade bei den Liedern die Sprechperformance nicht so doll. Wenn man im Vergleich das englische Hörbuch hört, muss man dem Original ein "Hervorragend" geben.

Eine überflüssige Übersetzung, die die Welt nicht braucht. Von daher kann ich dieses Hörbuch nur denen empfehlen, die unbedingt den Herrn der Ringe kennenlernen wollen aber partout nicht lesen wollen und nicht gut genug Englisch können. Besser als die Filme ist das Hörbuch allemal, aber das ist ja auch nicht weiter schwer...
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am 18. Dezember 2014
Ich kenne noch die Carroux Version, das Buch das einer Bibel gleichkommt^^, aber da ich dieses schwere und unhandliche Ding mir nicht zumuten wollte und ich dachte die neue Übersetzung von Krege würde mir auch gefallen, hab ich mir eben diese zugelegt. So ein bisschen hatte ich noch die Zeilen von Carroux Übersetzung in Erinnerung und konnte somit ein wenig vergleichen. Zu Anfang gefiel mir schon der Schreibstil, auch wenn man sofort bemerkt das die Ausdrucksweise etwas direkter ist und nicht wie bei Carroux schön ausgeschmückt und flüssig. Aber später sah ich dann doch das, was mich und andere Leser wieder störte. Zwar wurde das Wort "Chef" hier ganz rausgenommen und es durch "Herr" ersetzt, dafür wechselt aber der Ausdruck zwischen Herr und Meister. Dann störte mich das Gespräch zwischen Frodo und Galadriel. Auf einmal duzt man sich und so wie die Elbenkönigin spricht, redet doch keine so hochangesehene Frau.
Also mit diesen Kauf hab ich mir selbst kein gefallen getan und werd wohl zu der echten Übersetzung zurückgreifen. Das Cover sieht zwar schick aus, ein Grund weshalb ich mich letzten Endes dafür entschieden hab, auch wegen der neuen Übersetzung von Krege und ihn somit noch eine Chance geben zu wollen, ist diese Ausgabe kein wirklicher Kauf wert. Zum Glück war er nicht zu teuer und das Geld ist zu verschmerzen. Schade schade. Teilweise liest sich das Buch recht gut, aber manche Stellen sind wie bei seinen ersten Versuch nicht gut gelungen und passen nicht in die Welt von Mittelerde.
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am 17. September 2015
Tolle Geschichte, sehr gut geschrieben. Das Buch ist für meinen 13 Jährigen Sohn und er liest normalerweise nicht so viel, aber das will er überhaupt nicht mehr weg legen.
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