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Der Herr der Ohrringe
 
 
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Der Herr der Ohrringe [Broschiert]

Myk Jung
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 260 Seiten
  • Verlag: Plöttner Verlag; Auflage: 1 (15. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862110532
  • ISBN-13: 978-3862110537
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 341.541 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Myk Jung
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Herr der Ringe auf 113 Seiten oder der Versuch einer Parodie auf eines der größten Fantasy-Epen der Literatur. So könnte man das Anliegen dieses kleinen Bändleins des Autors Myk Jung umschreiben. Jung gelingt es tatsächlich, die wesentlichen Handlungsfäden seiner Vorlage auf etwas mehr als 100 Seiten unterzubringen -- insofern ist das Ziel, einer kurzweiligen, amüsanten Lektüre erfüllt. Was die Parodie auf Tolkiens Werk angeht, liegt ein Vergleich mit dem Herrn der Augenringe nah, der respektlosen und deftigen Verulkung von National Lampoon aus dem Jahr 1969.

Doch wo den "Augenringen" nichts heilig war und die Autoren ihre eigene Version des Stoffes schufen, die auch ohne das Original bestehen kann, bleibt Jung seiner Vorlage eng verhaftet. Er bezieht die Motivation seiner Geschichte daraus, dass es mehrere Schmuckstücke -- von der Kette bis zum Ohrring -- gibt, die den Rang des einen Juwels haben, dessen Saurum nicht habhaft werden darf. Es gilt auch hier, alle Einen zu zerstören, wobei der Leser im weiteren Verlauf der Erzählung mehr und mehr den Eindruck gewinnt, dass es dem Autor gar nicht so sehr um die Geschichte, sondern vielmehr um die feinen Wortspiele und Namensneuschöpfungen gelegen ist. Dies ist auch der große Spaß an Der Herr der Ohrringe: die doppeldeutigen und fantasievollen Wortschöfpungen zu entdecken -- Ganzhalb, der Graue, das Pank Rog, Marathorn, Elendsstiels Erbe, Allround, der Halb-Alberne, oder Frohdoof, der alles andere als der Held der Geschichte ist.

An erzählerischen Einfällen mangelt es der Geschichte leider ein wenig. Beim ersten Mal ist es noch lustig, dass die Worte der Lieder, die die Gefährten singen, nicht überliefert sind und daher glücklicherweise hier nicht verzeichnet werden müssen. Bei mehrmaliger Wiederholung nutzt sich dieser Gag jedoch ebenso ab, wie die Tatsache, dass den Dösköppen (Hobbits) nie etwas einfällt oder Allround immer nur schlafen will. Sprachlich ist Jungs Parodie mehr als gelungen, erzählerisch lässt sie leider etwas zu wünschen übrig. Aber bei der geringen Seitenzahl tut das dem Lesespaß nicht wirklich größeren Abbruch. Es bleibt das Gefühl, dass man aus den vielen schönen Ideen mehr hätte machen können. --Birgit Schwenger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Du kannst nicht vorbei. An diesen Büchern. (Marcel Bülles, Gründungsvorsitzender Deutsche Tolkiengesellschaft e.V.)

ein witziges und unterhaltsames Büchlein (derhobbit-film.de)

Kurzweilig ist die Lektüre, voller spritziger Einfälle und liebevoller Gags und auch für jene ein Vergnügen, die die Vorlage nicht kennen. (Liliane Zuuring, Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von taynarya
Format:Taschenbuch
Ich weiß wirklich nicht, welches meine Lieblingsstelle sein soll. Hier folgt ein ausgefuchster Hit dem nächsten. Einem 'ungewollt komisch' schließe ich mich nicht an. Ich denke, jedes Wort wurde gaaanz absichtlich gesetzt (hey, der Typ hat mal Germanistik studiert, soweit ich weiß). Man mag das Werk frech nennen, wer aber etwas Humor verstehen kann (großer TolkienFan zu sein schließt das ja nicht aus), wird hier begeistert zu einer viel zu schnell vergehenden Reise in die 'Mittelmäßige Welt' eingeladen. Der Schreibstil amüsiert über die Maßen und auch wer nicht alle Bücher Tolkiens gelesen hat oder 'nur' die Filme kennt, wird sich hier und da bestimmt die Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen müssen.

Sehr gut kommt "Der Herr der Ohrringe" übrigens rüber, wenn es vorgelesen wird.
Also, wer die Chance auf eine Lesung des Autoren hat, sollte das wirklich nicht verpassen. Faszinierend, wie jeder Charakter seine eigene Stimme bekommt. Was man sonst vielleicht überlesen hätte, kommt während der Lesung noch mal richtig zum Vorschein.

Meiner Meinung nach hat dieses Buch bisher noch nicht die ihm gebührende Beachtung bekommen. Aber es ist jede seiner Seiten wert und sollte dringend in die Sammlung der Tolkienwerke aufgenommen werden :-)

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von sauvignon
Format:Taschenbuch
Eine der zahlreichen Herr-der-Ringe-Parodien, unter denen lediglich auch die bekanntere Version "Der Herr der Augenringe" zu finden ist, ist Myk Jungs "Der Herr der Ohrringe". Beginnend mit einer handgemalten Landkarte, eröffnet der Autor seine ganz eigene Herr-der-Ringe-Parodie, die durchweg mit ihrem Witz punkten kann: Wortspiele, die eng an das Original anknüpfen, und Sätze, die absolut keinen Sinn ergeben, gehören anscheinend zu Myk Jungs Spezialitäten. Der Autor zeigt deutlich seinen eigenartigen Schreibstil  viele Sätze sind bizarr geschrieben und müssen deshalb zweimal gelesen werden  dies liegt zwar auch daran, dass, wie schon oben erwähnt, zahlreiche Sätze absichtlich keinen Sinn ergeben sollen.

Zu solchen humoristischen Sätzen fügen sich dabei auch zahlreiche Wort- und Namenspielereien, die vor allem Herr-der-Ringe-Leser mehr als einmal zum Lachen bringen: So findet man auf der Karte beispielsweise Gegenden oder Gebäude wie Baracke-In-Dur oder Duchfal sowie Helden wie Ganzhalb der Graue oder Legospass. Auch die Wesen und Ungeheuer ergehen einer Namensänderung: Im Herr der Ohrringe werden Orks zu Knorks und der Ballrog wird zum Pank Rog.

So einfallsreich sich Myk Jung auch in seinen fantasiereichen Namensänderungen zeigt, so nebensächlich scheint die Geschichte ihren Lauf zu nehmen. Obwohl der Autor regelmässig offensichtliche Allusionen auf das Original macht, scheinen die einzelnen Episoden, originell betitelt, eher nach und nach aneinandergereiht. Somit wirkt das Buch unstrukturiert und bisweilen sogar fahrlässig zusammengestellt. Die Geschichte hat somit eine sekundäre Rolle  dem Autor scheint es daher mehr um lustige Passagen und Namen zu gehen.

Trotz dieser kleineren Mängel (die flache Geschichte verzeiht man bei einer solchen Parodie gerne) bietet Der Herr der Ohrringe einen Spass, der lediglich nicht jeder haben wird: Der Stil und der Humor des Autors sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack. In meinem Falle hat Myk Jung es fertig gebracht, mich Tränen lachen zu lassen, denn sein absichtlich sich wiederholender Stil (als Mittel zum Witz) und sein Einfallsreichtum sind wirklich zum Totlachen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Schulthe, Hendrik VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Als alter Tolkien-Fan habe ich mich auf die Lektüre gefreut in der Hoffnung, es werde NICHT wieder eine jener geistlosen Verulkungen sein, die Tolkiens Werk zwar benutzen, aber nicht ehren (was m.E. jede gute Parodie tun sollte - vgl. die grandiosen Shakespeare-Parodien Terry Pratchetts). Jung ist zugutezuhalten, daß er hier ein offenbares Liebhaberprojekt teilen möchte, dem mit Überschreitung einer gewissen Promillegrenze durchaus ein gewisser Amusementwert abzugewinnen ist. Seine Namensverulkungen Allround für Elrond, Gard Ariel für die laszive Galadriel (das kennt man nun aus 'Bored of the Rings' schon...) und Pank Rog für Balrog sind repräsentativ für die ganze Geschichte, und wer diese freundliche, liebevolle Ansammlung von Flachwitzen mag, fand auch das "Scary Movie" gut. Spürbar ist, daß Jung das Original gut kennt, was ihn aber nicht daran hindert, manche Elemente äußerst unelegant neu zu kombinieren, um zu kürzen, wo ihm nichts einfällt. Seine ca. 15mal vorgebrachte Entschuldigung, die gesungenen Lieder seien im Blauen Buch nicht überliefert, ist nicht halb so lustig, wie er zu glauben scheint.
Alles in allem ein Liebhaberprojekt, das von mir für die pure Mühe und die qualitative Gleichwertigkeit mit 'Bored of the Rings' (Der Herr der Augenringe) zwei Punkte bekommt. Es ist allerdings möglich, Tolkien WESENTLICH besser zu parodieren - und dazu muß man nicht Pratchett heißen, wie der ein und andere Text aus "Das Vermächtnis des Rings" beweist.
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