Ein Roman über Einsteins Gedankenexperimente soll das Buch sein. Allein in der Gedankenwelt - der Ideenwelt des Platon - soll der Leser allerdings nicht verweilen. Zum Verständnis der Naturwissenschaft soll es helfen, zum Glück. D. h., die Welt der Gedanken soll in Einklang mit der real existierenden Welt gebracht werden. Dabei sollte der Leser mitdenken, steht es auf der Rückseite des Buches. Nun, der Leser sollte nicht nur einfach mitdenken, sondern selbst mitdenken.
Weil das Buch nicht für Fachleute geschrieben ist, ist es nur selbstverständlich, dass man das Thema zu erst mal „vorbereitet". Der Autor hat dazu ein geschicktes Mittel gewählt: die geschichtliche Entwicklung von Gedanken, von Begriffen in der Naturwissenschaft - insofern ist das Buch für naturwissenschaftlich Interessierte empfehlenswert.
Zwangsläufig taucht so mindestens eines der Paradoxa von Zenon auf. Es ist vielleicht die erste ernste Auseinandersetzung des Menschen mit dem Begriff Bewegung - allgemeiner: Veränderung. Der Autor behauptet, dass das Paradoxon vom Wettlauf des Achilles mit der Schildkröte nur mathematisch aufgelöst werden kann. Doch dazu sollte sich der Leser unbefangen seine eigenen Gedanken machen. Das, was der Autor als Auflösung des Paradoxons beschreibt, ist ganz einfach eine Einführung für den mathematischen Begriff „Grenzwert". Nicht mehr und nicht weniger. Es ist schlicht und einfach keine Auflösung des Paradoxons selbst. Zenon benützt in diesem Paradoxon den relativen Begriff schneller. Dieser führt leider nicht zu einer eindeutigen vollständigen Lösung: Man kann mathematisch die Einhollänge berechnen, zu dieser passen aber beliebig viele Zeiten, je nach der konkreten Schnelle: Geschwindigkeit. Das Paradoxon verlangt de facto eine Klärung des Begriffes „schnell". Zenon vergleicht Veränderliches mit Veränderlichem. Dazu muss man aber vorher wissen, was man unter Veränderung versteht oder besser gesagt, wie der Mensch diese wahrnimmt. Zur Zeit Zenons war das noch unbekannt. (In diesem Paradoxon gibt es noch jede Menge von Gedachtem, was dem Realen nicht entspricht) Der Autor greift nach den Sternen, nach schwarzen Löchern und fällt in den erst besten Brunnen. Ob er dort wohl Herrn Albrecht begegnet ist?