Was ist der Heilige Gral? Mieke Mosmuller nähert sich diesem Mysterium von innen ' aus dem eigenen Erleben, das die Frucht eines jahrelangen inneren Entwicklungsweges ist. Dieser von Rudolf Steiner für jeden Menschen aufgezeigte Weg führt einen (wenn man ihn geht!) zum Finden des Gral im eigenen Denken. Der Gral aber birgt in sich das noch größere Mysterium des Christus.
Mieke Mosmullers offenbart in diesem Buch das eigentliche Wesen der Anthroposophie auch für alle, die sogar als vermeintliche 'Anthroposophen' anzweifeln, dass Christus eine Realität ist und in der Vertiefung des Denkens gefun-den werden kann und werden will. Auf der anderen Seite wird deutlich: Nur auf diesem Weg kann der Christus so ge-funden werden, dass er selbst einem so nah ist wie das eigene Ich.
Das Buch von Mieke Mosmuller ist nicht umfangreich. Das zentrale Kapitel umfasst sogar nur 42 Seiten, aber diese sind gewichtiger als Dutzende von Bänden über Anthroposophie. In erschütternder Weise macht die Autorin deutlich, dass der 'ätherische Christus' im verwandelten, reinen Denken gefunden wird. Zugleich wird dem Leser auch klar: Es gibt keine Trennung zwischen Rudolf Steiners frühen Schriften, die dem Wesen und der Potenz des Denkens gewidmet sind, und seinen späteren Vorträgen, in denen er Fülle über Fülle aus der Geisteswirklichkeit offenbart.
Im Folgenden skizziert die Autorin dann, wie große Individualitäten jeweils zu ihrer Zeit den Gral gesucht und die Gralsströmung getragen haben. Von der Gegenwart aus beginnend schreibt sie vor dem Hintergrund ihres eigenen Christus-Erlebens über Rudolf Steiner, Novalis, Christian Rosenkreutz, Meister Eckhart, Thomas von Aquino, Franzis-kus von Assisi bis hin zu Aristoteles, Plato und Buddha, die schon vor Christus dem Kommenden dienten.
'Der Heilige Gral' ist durch seine Authentizität ein gewaltiger Aufruf an jeden einzelnen Leser, den inneren Weg zu betreten, den 'unwegsamen Pfad zur Gralsburg'.