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Der Hauptschlüssel.
 
 
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Der Hauptschlüssel. [Sondereinband]

Masako Togawa
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Produktinformation

  • Sondereinband: 175 Seiten
  • Verlag: Argument Verlag (November 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886195104
  • ISBN-13: 978-3886195107
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.234.506 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Masako Togawa
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Kurzbeschreibung

Ein Frauenwohnheim in Tokio, in dem allein stehende und berufstätige Frauen leben, soll versetzt werden. Die Bewohnerinnen bringt das bevorstehende Ereignis in Aufruhr. Denn jede hat ihre verborgenen Geheimnisse und Leidenschaften - und alle belauern einander, um ihre Neugier zu stillen. Masako Togawa entwift ein kriminologisches Verwirrspiel, das kunstvoll und komisch die Psyche der Frauen im Japan der Nachkriegszeit auslotet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Masako Togawa wurde 1933 in Tokio geboren. Sie arbeitete als Nachtclubsängerin, bevor sie zu schreiben begann und mit vierundzwanzig Jahren in einem Krimiwettbewerb den ersten Preis gewann. Ihre meisterlichen psychologischen Kriminalromane sind Bestseller und wurden vielfach preisgekrönt. Masako Togawa besitzt einen Nachtclub in Tokio und ist in ganz Japan bekannt für ihre Romane, Essays und sozialkritischen Beiträge. Sie tritt auch als Fernsehkommentatorin, Schauspielerin und Sängerin auf. Ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Format:Taschenbuch
Die Geschichte, die uns Masako Togawa erzählt, beginnt am 1. April 1951 an der Otsuka-Nakatcho-Kreuzung . Ein als Frau verkleideter Mann wird überfahren und seine Partnerin wartet auf ihn in einem nahegelegenen Frauenheim.

Drei Tage davor wird ein Kind in einer Reisetasche in einem Baderaum dieses Frauenheims einzementiert.

Ebenfalls im April 1951 wird das Kind einer Japanerin und eines amerikanischen Majors entführt. Doch die Entführer melden sich nicht mehr.

Heute. Das Frauenheim soll vollständig versetzt werden. Ohne dass die Bewohner das Haus verlassen müssen, soll das gesamte Bauwerk angehoben und um vier Meter verschoben werden.

Schon seit Monaten ist in diesem Frauenheim die Hölle los. Denn der Hauptschlüssel ist wieder einmal aus der Pförtnerloge entwendet worden und mehr als eine der hier lebenden Frauen verschafft sich mittels dieses Schlüssels Zugang zu den Zimmern ihrer Wohnkolleginnen. Jede versucht heraus zu finden, welches Geheimnis hinter dem Leben ihrer Nachbarinnen stecken, so wie sie selbst etwas zu verbergen hat.

Masako Togawa schafft in ihrem Buch "Der Hauptschlüssel" eine düstere Mischung von weiblichen Existenzen, die samt und sonders nicht ganz astrein sind. Das Leben hat die armen Kreaturen so richtig gebeutelt und in jedem Kapitel erzählt eine der älteren Damen nach der anderen ihre Version dieser tragischen Geschichte. Das hat leider zur Folge, dass man zwar schon nach der Vorgeschichte ahnt, worum es in diesem Roman geht, aber über die volle Länge nicht immer begreift, wie eigentlich die Zusammenhänge der einzelnen Biographien mit dem kriminalistischen Versteckspiel laufen, dass zwar sehr überraschend endet, für mich aber keineswegs zufriedenstellend.

Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass Masako Togawa hier einfach sechs Frauengeschichten mit Gewalt miteinander vermengt hat, die eigentlich als eigenständige Kurzgeschichten entwickelt waren. Es wirkt einfach unwahrscheinlich, wie sich ansonsten relativ unbescholtene Frauen plötzlich mit krimineller Energie daran machen, den Hauptschlüssel des Frauenhauses zu klauen, um ihre nachbarliche Neugier zu befriedigen.

Darüber hinaus sind die einzelnen Frauenbilder durchwegs melancholisch und demütigend. Immer wieder stellt sich während des Lesens die Frage, ob nicht vielleicht auch in hiesigen Kommunalwohnbauten Menschen mit ähnlichen Schicksalen vegetieren. Woher Masako Togawa ihre bedrückenden Personenschilderungen genommen hat, ist mir unbekannt. Aber in ihrer Intensität gehören diese nicht nur zum Besten, was Frau Togawa bislang auf den Krimimarkt gebracht hat, sondern können mit jedem skandinavischen Psychokrimi mithalten. Lediglich mit der Auflösung des Verwirrspiels hat sich die Autorin nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Das Ende war für mich unbefriedigend und absolut der Schwachpunkt an diesem ansonsten recht ordentlich konstruierten Kriminalroman aus dem Unionsverlag.

"Der Hauptschlüssel" hebt sich leicht über den Durchschnitt vergleichbarer Produkte. Aber ich schubladisiere dieses Buch eher in die Rubrik Frauenroman mit Spannungelementen.

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Format:Taschenbuch
Intelligent und spannend setzt Togawa Masako das Puzzle zusammen, das sich in "Der Hauptschlüssel" auftut. Ansonsten an ein langweiliges Leben im Japan der Nachkriegszeit gefesselt, übertreffen sich die Bewohnerinnen eines Frauenwohnheims nun darin, die Geheimnisse ihrer Nachbarinnen aufzudecken. Irgendwie muss die eigene Existenz doch besser und aufregender sein, als es scheint. Neugier und Schadenfreude - menschliche Schwächen, die Togawa in diesem Kriminalroman wunderbar geschickt ausnutzt. Ein Verwirrspiel beginnt, bei dem selbst der Leser in die Irre geführt wird - bis zum Schluss. Obwohl "Der Hauptschlüssel" in Japan bereits 1962 erschien, hat die Autorin hier ein zeitloses Glanzstück erschaffen, das Einblicke in die japanische und menschliche Psyche bietet. Ungewöhnlich schlicht und faszinierend schlüssig. Ein japanischer Krimiklassiker.

Review by DragonViews.com
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