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Produktinformation
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Es ist die Geschichte des armen, vorbestraften Schusters Wilhelm Voigt, der im Jahr 1906 mittels einer alten Uniform einen Skandal auslöst, in dem er eine Abteilung Soldaten abkommandiert und das Köpenicker Rathaus besetzt. Dort will er sich einen neuen Pass ausstellen lassen und auch einen gehörigen Griff in die Staatskasse machen... Die Satire über die Macht des Militärs in Preußen wurde zu einem großen Erfolg auf der Bühne und schließlich auch auf der Leinwand. Regisseur Helmut Käutner hatte bereits ein Jahr zuvor das Zuckmayer-Drama Des Teufels General mit Curd Jürgens (Jakobowsky und der Oberst, Schachnovelle) in der Hauptrolle für das Kino bearbeitet. Und 1970 inszenierte er eine Neuauflage des wohl bekanntesten Rühmann-Filmes Die Feuerzangenbowle, diesmal mit Walter Giller -- als Nebendarsteller auch schon hier zu sehen -- in der Rolle des Primaners Pfeiffer (mit drei "f").
Als Bonusmaterial gibt es den Original Kino-Trailer und Ausschnitte aus der Dokumentation Heinz Rühmann -- Kleiner Mann ganz groß. --Alexander Röder
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Aber nicht allein technische Defizite sind ein nerviges Manko. Die ursprüngliche Fassung des Rühmann-Filmes wurde seinerzeit für die deutsche Kino-Uraufführung im August 1956 um zwei politisch anspielungsreiche Szenen gekürzt. Und ebendiese geschnittene Version findet sich auch auf dieser DVD. Dabei wurde schon damals den Auslandsfassungen (incl. DDR-Version) zumindest die zweite Szene wieder spendiert. Hierbei handelt es sich um eines der letzten Bilder des Filmes, das die ramponierte Uniform des Schusters Voigt zeigt, wie sie einer Vogelscheuche als Bekleidung dient.
Das Fehlen einer weiteren Szene verärgerte damals nicht zuletzt den Regisseur Helmut Käutner, zumal er darin selbst als Schauspieler agierte und ein selbstgedichtetes Chanson auf einer Kabarettbühne vortrug (vergleichbar mit einer ähnlichen Szene in Staudtes "Untertan"). Dies sollte ein Seitenhieb sein auf die deutsche Wiederbewaffnung und deren Förderer, Konrad Adenauer. Aber Sie werden es kaum glauben: Diese DVD beinhaltet diese Szene letztlich doch! Schauen Sie sich unter "Extras" den Trailer an. Das ist zwar nicht mehr als ein unkommentierter, dreiminütiger Film-Zusammenschnitt, aber ab 2:43 werden Sie die o.g. Sequenz auszugsweise sehen können. Zuckmayers Romanvorlage enthält diese Szene übrigens nicht.
Als weiteres Extra finden Sie Ausschnitte aus der TV-Doku "Kleiner Mann, ganz groß", die in voller Länge auch in der kürzlich erschienenen fünfteiligen "Rühmann-Edition" (ebenfalls von Kinowelt) enthalten ist. Ansonsten empfehle ich als kleines Schmankerl den Trailer zu "King Kong und die weiße Frau", in dem Gerhard Polt treffsicher seinen unnachahmlichen Sarkasmus versprüht.
Ungeachtet dieser unspektakulären Sahnehäubchen, die wirklich gut versteckt sind, schreit der Hauptfilm nach einer redaktionellen und technischen Überarbeitung. Die Firma Kinowelt, die bekanntlich zahlreiche Filmklassiker im Programm hat (u.a. auch die gesamte Laurel&Hardy-Reihe), sollte sich einen Ruck geben und diese jämmerliche Schmuddelversion gegen eine gründlich restaurierte Variante ersetzen und auf den Markt bringen.
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