Schade, dass wir solche Autoren nicht auch in Deutschland haben. Ephron behandelt das Thema Älterwerden durchaus auf ernste Art: der Hals schrumpelt, Zähne müssen ersetzt werden, Freunde sterben, der eigene Tod kommt näher, ob man will oder nicht. Da ist dann nichts mehr mit selbst entscheiden, woran wir Frauen der Neuzeit uns so schön gewöhnt haben, sowohl was unsere Jobs als auch was zukünftige, gegenwärtige oder verflossene Männer angeht. Die Schönheit schwindet, das Ende naht, daran ist nichts zu drehen. Eigentlich ziemlich düster das alles - es sei denn, man betrachtet es mit Ephrons Humor. Der ist subtil und klug, respektlos und gegen den Strich gebürstet. Hilft ungemein! Denn wir erkennen: so wichtig sind wir doch eigentlich gar nicht. In der kurzen Spanne, die uns auf diesem Erdenrund vergönnt ist, sollten wir versuchen, unsere Mitmenschen nicht zu langweilen, sondern gut zu unterhalten. Nora Ephron schafft das, sowohl mit ihren wunderbaren Filmen als auch mit diesem feinen, kleinen Buch.