Von den Romanen, die ich bislang von der Autorin Ingrid Noll gelesen habe, ist " Der Hahn ist tot" das absolut beste Werk.
Mit viel einführungsvermögen gelingt es der Autorin die Hauptperson des Romans, eine Frau mit dem Allerweltnamen Rosi, und deren Lebenssituation näher zu bringen. Eine Frau Anfang 50, im Beruf erfolgreich! Im Privatleben ordentlich und kontrolliert! doch dann verliebt sie sich unsterblich in den Autoren und Lehrer Witold. Und sie beginnt für diese Liebe Menschen zu beseitigen, die ihr im Wege stehe, wenn es um die Liebe dieses Mannes geht!
Gut, die Geschichte klingt nicht besonders neu und originell, aber die Umsetzung ist sehr gut! Da Frau Noll auf jede blutrünstige Beschreibung der Morde verzichtet und in keinen Blutrausch abdriftet -wie leider andere Krimiautoren- kommt beim Leser eine Form von Verständnis und beinah Solidarität mit der mordenden Rosemarie Hirte auf!
Das Ende des Romans ist für meinen Geschmack etwas zu plötzlich und hatte ausgebaut werden können, doch ansonsten ein absolut lesenswertes Buch und eine wirklich gute Unterhaltung, selbst für solche Leser, die ansonsten Krimis verpönen!