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Der Hahn ist tot Taschenbuch – April 1993

67 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 265 Seiten
  • Verlag: Diogenes (April 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325722575X
  • ISBN-13: 978-3257225754
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 1,9 x 18 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (67 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.634 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Der Krimi ist an sich schon unverschämt leichtfüßig und spannend. Das Hörspiel aber mit Evelyn Hamann in der Hauptrolle der mordenden Rosemarie Hirte ist ein Genuß. Die bekannte Schauspielerin Evelyn Hamann fesselt von Anfang an mit ihrer eindringlichen, der Rolle angepaßt leicht irren Stimme. Ihr nimmt der Zuhörer die unglücklich verliebte, leicht angestaubte Rosi mit ihrem Verfolgungswahn ohne weiteres ab.

Raffiniert hat Andrea Czesienski das Hörspiel anders aufgebaut als die Romanvorlage. Erst nach und nach werden die Leichen der Rosemarie Hirte auf ihrem Weg zu ihrem Geliebten Witold aus dem Keller geholt. Das steigert die Dramatik. In weiteren Rollen sind Peter Simonischek als Witold und Reiner Heise als Kommissar zu hören.

Das ledige, ältere Fräulein Rosemarie erlebt ihren ersten Frühling, als sie in Liebe zu dem Lehrer Witold entflammt. Sie schleicht fortan bei Nacht- und Nebelaktionen um das Haus des Objektes ihrer Begierde, um es zu beobachten. Bei diesen detektivischen Nachforschungen beobachtet Rosi, wie Witold auf seine alkoholkranke Frau schießt. Sie ist aber nicht tot. Ein Grund für Rosi, sich einzumischen und ihrem Angebeteten tatkräftig zur Hand zu gehen. In ihrem Liebeswahn erwartet sie eine konspirative Zusammenarbeit und ein Entgegenkommen ihres Traummannes.

Bei dieser ersten Leiche bleibt es allerdings nicht. Denn Witold, der sich nicht für Rosi interessiert, ist ein Don Juan und bei Damen jeden Alters heiß begehrt. Rosis Verklärung geht soweit, daß sie die Liebschaften ihres Liebesobjektes für Hindernisse hält, die aus dem Weg geschafft werden müssen. Wie im Rausch, aber dennoch kaltblütig genug, tut sie ihre "Pflicht". Ihre Eifersucht und ihr Liebeswahn befördern immer kriminellere Energien zutage.

Letzten Endes gewinnt sie ihren Witold für sich. Aber nicht so, wie sie es sich erträumt hätte. Ein freches kriminalistisches Stück mit fesselnden Dialogen und Situationskomik. Herausragend ist Evelyn Hamann als Rosi. --Corinna S. Heyn -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

stenz heim, ihre vernachlässigte, zur Seite geschobene Existenz. Und das ist dann gar nicht mehr lustig, hinter der literarischen Maske der vergnügten Herzlosigkeit taucht die Fratze der Enttäuschung, der permanenten Einsamkeit auf. Witold verliert am Ende Gedächtnis und Verstand, der Hahn ist tot, nun hat Rosmaries verwundetes Herz endlich Ruhe." (Nürnberger Nachrichten)
"Mit ihren einfühlsamen Milieuschilderungen und Seitenhieben auf die eitle Männerwelt scheint Ingrid Noll ins Schwarze getroffen zu haben. Erste Leserreaktionen haben bestätigt, daß ihr Witold auch in Hamburg, Berlin, Essen und Mannheim leibhaftig gesehen wurde. Das Lebensgefühl, das sich in ihrem Buch ausdrückt, weiß bei aller mörderischen Frivolität um die Einsamkeit des Altweibersommers, die wirkliche Erfahrung von Frauen, die im Leben zu kurz gekommen sind." (Norddeutscher Rundfunk)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Cecilie VINE-PRODUKTTESTER am 11. November 2007
Format: Taschenbuch
Von den Romanen, die ich bislang von der Autorin Ingrid Noll gelesen habe, ist " Der Hahn ist tot" das absolut beste Werk.
Mit viel einführungsvermögen gelingt es der Autorin die Hauptperson des Romans, eine Frau mit dem Allerweltnamen Rosi, und deren Lebenssituation näher zu bringen. Eine Frau Anfang 50, im Beruf erfolgreich! Im Privatleben ordentlich und kontrolliert! doch dann verliebt sie sich unsterblich in den Autoren und Lehrer Witold. Und sie beginnt für diese Liebe Menschen zu beseitigen, die ihr im Wege stehe, wenn es um die Liebe dieses Mannes geht!
Gut, die Geschichte klingt nicht besonders neu und originell, aber die Umsetzung ist sehr gut! Da Frau Noll auf jede blutrünstige Beschreibung der Morde verzichtet und in keinen Blutrausch abdriftet -wie leider andere Krimiautoren- kommt beim Leser eine Form von Verständnis und beinah Solidarität mit der mordenden Rosemarie Hirte auf!
Das Ende des Romans ist für meinen Geschmack etwas zu plötzlich und hatte ausgebaut werden können, doch ansonsten ein absolut lesenswertes Buch und eine wirklich gute Unterhaltung, selbst für solche Leser, die ansonsten Krimis verpönen!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "cschnuerer" am 21. August 2002
Format: Taschenbuch
Das Buch von Ingrid Noll ist eine nette Geschichte und dementsprechend nett zu lesen. Es hat mich nicht unbedingt umgehauen, aber es war ein netter Zeitvertreib. Da ich überhaupt keine Kriminalromanfan bin, als erstes für Pro- oder Contraleser: Das ist kein Kriminalroman. Es werden zwar ein paar enge und nicht so enge Freunde von der Hauptdarstellerin, Rosemarie Hirte, um die Ecke gebracht - aber man weiß immer wo's langgeht und dass Frau Hirte für ihre "Verbrechen" nicht in Handschellen gelegt wird, kann man sich von Anfang an denken. Gut gefallen hat mir der Schreibstil, der von trocken über ironisch geht - und mit dieser Art und Weise des Schreibens erreicht Ingrid Noll, die "schrecklichen" Ereignisse der Geschichte gut verdaulich für den Leser zu präsentieren. Wenn mir noch ein Buch von Fr. Noll in die Hände fällt, werde ich es lesen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Katrin am 23. Juli 2006
Format: Taschenbuch
Was für ein super Buch! Ich habe es innerhalb eines Tages verschlungen, und habe es direkt nochmal gelesen! Es ist ein typisches Ingrid Noll Buch mit einer Hauptperson zum knutschen! Ich habe schon lange nicht mehr bei einem Buch so viel gelacht und war gleichzeitig erschreckt von dieser "selbstverständlichen Kaltschneuzigkeit" der Hauptperson, eienr Frau mittleren alters, die wirklich im wahrsten Sinne des Wortes für Ihre große Liebe über Leichen geht! Stellt sich am Ende des Buches die Frage, würden wir auch so viel machen "nur" um glücklich zu werden?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 21. Oktober 2000
Format: Taschenbuch
Man kann dieser Mörderin nicht böse sein, denn man kann ihre Bewegründe jedesmal verstehen. Ob sie ihre Freundin vom Turm stößt oder die ehemalige Geliebte ihres Angebeteten in der Badewanne gar kocht, jedesmal steht man auf ihrer Seite. Diese vom Leben völlig entäuschte Frau hat im Herbst ihres Lebens nochmal die Liebe ihres Lebens gefunden und kämpft mit allen Waffen um dieses nicht zu erreichende Glück. Sie wollte nur einmal dieses Glück und diese Leidenschaft spüren, doch die Realität macht ihr immer wieder ein Strich durch die Rechnung. Sie hinkt der Entwicklung immer hinterher. Trotz aller Bemühungen ihrerseits kann sie den Angebeteten nicht für sich gewinnen, dafür kann er sich am Ende nicht mehr entziehen. Ingrid Noll hat eine besondere Art zu schreiben, die den Leser ans Buch fesselt, so das man es in kürzester Zeit ausgelesen hat und der Drang nach mehr entsteht. Hochachtung vor einer Frau die erst so spät mit dem Schreiben angefangen hat.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernhard Schinnen am 19. Oktober 2006
Format: Sondereinband
Jedes Buch braucht seine passenden Leser; jeder Leser braucht sein passendes Buch. Mir fällt es schwer, diesem Kriminalroman positive Seiten abzugewinnen: Platt beschriebene Handlungen, in "Ich-Form" erzählt, zu offensichtlich an den Haaren herbeigezogen. Ich vermisse sowohl den sprachlichen Genuss als auch die Spannung, die einen Krimi normal ausmacht. Statt des in den Kritiken vielfach benutzten Begriffes "leicht" möchte ich eher sagen: "seicht". Wenn es so ist, dass dieses Buch der Initial-Roman für einige nachfolgende Bestseller von Ingrid Noll war, verstärkt sich meine Ansicht: Ich bin kein "passender" Leser.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MeNoDo am 14. April 2003
Format: Taschenbuch
Rosemarie-Luise-Thyra-Hirte ist eine nach Außen betrachtet recht farblose, biedere und unauffällige 52 jährige Versicherungsangestellte ohne Ehemann und Kinder.
Sie hat sich nach ein paar kurzen gescheiterten Beziehungen in der Vergangenheit nun quasi mit ihrem Leben als alternde Jungfer arrangiert, auch wenn sie heimlich neidvoll das illustre Leben ihrer Freundin Beate betrachtet.
Und eines schönen Tages passiert es: Rosemarie verliebt sich! Der Lehrer und Autor Rainer Witold Engstern ist das Objekt ihrer Begierde. Und nun steigert sich Rosemarie beflügelt durch ihre nie gekannten jugendlichen Glücksgefühle in eine Witold-Manie.
Sie beobachtet täglich sein Haus, seinen Garten, borgt sich sogar denn Hund einer Kollegin aus, um unauffälliger die Wohngegend des Witold inspizieren zu können. Sie kauft sich neue Kleider, legt sich eine flotte Frisur zu und phantasiert sich eine gediegene Liebesbeziehung zu Witold zurecht.
Rosemarie will endlich haben, was das Leben ihr bisher schmerzlich verwehrt hatte: Glück und Liebe und zwar mit keinem anderen als mit Rainer Witold Engstern!
Bei einer ihrer nächtlichen Beobachtungsgänge in Witolds Garten beobachtet sie Witold im Streit mit einer Frau: Mit seiner Ehrfrau! Die Situation spitzt sich zu und plötzlich ist eine Waffe im Spiel....es fällt ein Schuß! Witolds Frau liegt am Boden und Rosemarie stürmt über die Terrasse ins Haus der Engsterns. Das ist ihre große Chance!
Sie versucht Witold zu helfen, indem sie seine noch lebende Frau durch einen Kopfschuss tötet, Witold mit Whisky abfüllt und ihm ins Bein schießt und die Sache als Einbruch aussehen zu lassen.
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