Hatte mich schon kurz nach Erscheinen durch das australische Original "The Lamplighter" gequält. "Der Hüter der Finsternis!/ "The Lamplighter" hörte sich auf dem Klappentext sehr vielversprechend und so ganz nach meinem Geschmack an, nämlich nach einem spannenden Krimi mit dickensischen Einflüssen, der im 19 Jahrhundert angesiedelt ist. Letztendlich fand ich mich nicht unterhalten von glaubwürdigen Charakteren und einem spannenden Plot, sondern angeödet von metaphysischen, religiösen und philosophischen Gewäsch.
Wie alle Rezensionen ist diese sehr subjektiv. Aber ich fand "Der Hüter der Finsternis"/ "The Lamplighter" nun einmal einfach nur nervtötend langweilig, weil ich mich aufgrund des Klappentextes (und auch aufgrund des Covers, das im Original dem Deutschen übrigens sehr ähnlich ist) auf packende Unterhaltung gefreut hatte. Metaphysik und Philosophie sind nun einmal nicht mein Ding, wenn ich mich spannend - entspannend unterhalten wissen möchte;-(. Nebenbei bemerkt ist "Der Hüter der Finsternis"/ "The Lamplighter" nicht O'Neills Debut, sondern bereits sein zweiter Roman. Sein Debut "Scheherazade" erschien 2001, "The Lamplighter" hingegen 2003.
Fazit: Ich kann mich leider weder der Amazon-Redaktion noch Literature.de anschliessen und "Der Hüter der Finsternis"/ "The Lamplighter" nicht weiterempfehlen, denn für mich war es kein "kaleidoskopartiger Film", in den ich sofort eingetaucht bin, sondern ein Exkurs, den ich mir hätte sparen sollen. Lohnt sich m.E. auch nicht als preisgünstiges Restexemplar :-(.