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Der Händler des Todes: Das Leben des Waffenhändlers Victor Bout
 
 
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Der Händler des Todes: Das Leben des Waffenhändlers Victor Bout [Gebundene Ausgabe]

Stephen Braun , Douglas Farah
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Riva (15. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868831606
  • ISBN-13: 978-3868831603
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 123.409 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die renommierten Journalisten Douglas Farah und Stephen Braun erzählen in ihrem Buch die unglaubliche Geschichte von Victor Bout, dem russischen Waffenhändler, dessen weltweites Netzwerk die Kriege der modernen Welt maßgeblich beeinflusst und gesteuert hat. Sein gigantisches Imperium, bestehend aus Waffen, Flugzeugen und unglaublichen Mengen von Geld, bildete die Basis für die Völkermorde in Afrika und hat sowohl islamistische Fundamentalisten in Afghanistan als auch das amerikanische Militär im Irak beliefert. Farah und Braun zeigen, wie Bout lange Zeit erfolgreich jeden Versuch eines Eingriffs in sein Unternehmen abgewehrt und es zu immer größerem Erfolg geführt hat. Lange haben ihn die Geheimdienste der Welt vergeblich gejagt, bis er 2008 in Thailand verhafet werden konnte. Dieses Buch beleuchtet die Hintergründe einer tödlichen Industrie, in der Victor Bout ein nahezu perfektes Unternehmen betrieb, inklusive der Ereignisse, die sich bis zu seinem Prozess im Herbst 2011 abgespielt haben.

Über den Autor

DOUGLAS FARAH war Afrika-Korrespondent der Washington Post und hat bereits Blood from Stones geschrieben - einen Bestseller über den internationalen Diamantenhandel und dessen Verbindung mit den größtenTerrornetzwerken der Gegenwart. STEPHEN BRAUN ist Träger des Pulitzerpreises und Inlandskorrespondent der Los Angeles Times.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann dieses Buch der beiden amerikanischen Erfolgs-Journalisten unter zwei völlig verschiedenen Gesichtspunkten lesen. Vordergründig geht es um die Machenschaften von Victor Bout, einem russischen Waffenhändler und "Logistik-Unternehmer", der in den letzten 20 Jahren in nahezu alle kriegerischen Konflikte dieser Welt indirekt verwickelt war. Darüber kann man sich gewiss moralisch entrüsten. Doch viel interessanter ist die Art und Weise, wie die westliche Welt mit dem Phänomen Bout über 15 Jahre umging. Liest man das Buch unter diesem Aspekt, dann entlarvt es in der Tat die heuchlerische Moral insbesondere der westlichen Führungsmacht und deren unfassbare Inkompetenz.

In den Wirren des Zusammenbruchs der Sowjetunion gelang es Bout, billig einige alte sowjetische Transportflugzeuge zu kaufen. Er nutzte offenbar vorhandene Beziehungen und die missliche Lage osteuropäischer Waffenproduzenten, um ein weltweit agierendes Waffenhandelsunternehmen aufzubauen, das in der Folge sehr schnell expandierte. Über Bouts Herkunft, seinen militärischen oder geheimdienstlichen Hintergrund oder gar sein Leben wissen die Autoren nur sehr wenig oder gar nichts. Insofern ist der Untertitel des Buches recht irreführend.

Die Autoren nutzten für ihr Werk unter anderem ihnen zugängliche Geheimdienstberichte, meist aber Recherchen anderer Journalisten oder Untersuchungen von Leuten, die Bout aus Überzeugung auf der Spur waren. Darunter befinden sich auch verschiedene untergeordnete Mitarbeiter von US-Behörden. Da Bout sich und seine Tätigkeit überaus raffiniert tarnte und dabei immer wieder bürokratische Schwachstellen und sein gern genommenes Geld nutzte, fällt es schwer, seine Spuren wirklich genau zu folgen.

Das merkt man dann auch dem Text an, der nicht immer spannend geschrieben wurde und der den Leser nicht selten mit einer verwirrenden Masche ermüdet. Oft werden nämlich Dinge als Tatsachen behauptet, um sie dann wenige Zeilen später wieder halbherzig zurückzunehmen oder in den Dunstkreis von Vermutungen abzuschieben. Hinzu kommt noch, dass sich die Autoren als patriotische Amerikaner fühlen und gerne verschweigen, dass amerikanische Administrationen ebenso direkt oder indirekt in Machenschaften verstrickt waren und sind, die sie nun Bout zu Recht vorwerfen.

Bout wird angelastet, in fast alle Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent der 1990er Jahre mit Waffenlieferungen an die sich bekämpfenden Konfliktparteien involviert gewesen zu sein. Als enger Freund des inzwischen entmachteten liberianischen Diktators Taylor ging er sogar soweit, selbst Konflikte zu inszenieren, um etwa an fremde Diamantenminen zu gelangen. Den verschiedenen amerikanischen Administrationen war zumindest auf unteren Ebenen bekannt, dass Bout permanent gegen UNO-Sanktionen verstieß. Doch entweder drangen diese Informationen nicht bis in die exekutiven Kreise vor oder sie wurden dort bewusst ignoriert.

Im Spätfrühling 2001, als sich der Wind langsam gegen Bout zu drehen begann, veranstalteten verschiedene US-Geheimdienstler eine Victor-Bout-Party, um Angestellte unterschiedlicher Behörden des aufgeblähten amerikanischen Staatswesens miteinander bekannt zu machen. Mit Ehefrauen, Kindern und beim Brutzeln von Hamburgern und Würsten versammelten sich Mitarbeiter von NSC, CIA, DIA und NSA, um ihr Wissen über Bout auszutauschen. Wenn man sich diese bizarre Veranstaltung vor Augen führt, dann kann man eigentlich nur noch grinsen. Aber es kommt noch besser.

Bout fühlte mit seinem kriminellen Instinkt wohl, dass er so nicht weiter machen konnte. Obwohl er ständig neue Fluggesellschaften gründete und obwohl er allen zeigte, wie leicht man die Sicherheitsbürokratie im internationalen Luftverkehr aushebeln kann, merkte er doch, dass man ihm näher kam. Doch unverhofft half ihm 9/11, denn danach bemühte sich die Bush-Administration um ein besseres Verhältnis zu Russland. Bouts Verhaftung passte nun nicht mehr ins Konzept.

Bout wiederum bot nun seine Dienste den US-Behörden an, und diese zögerten nicht, seine Billig-Offerten anzunehmen. Hunderte Male flog er für die US Army Fracht nach Bagdad. Entweder kapierten die Verantwortlichen nicht, mit wem sie sich einließen oder es war ihnen völlig egal. Übrigens trifft man dieses interessante Moralverständnis auch bei den Machern des Films (Lord of War) über Bout. Um die Geschichte authentisch zu gestalten, liehen sie sich ein Flugzeug von Bout, der also auch noch an seiner filmischen Verurteilung verdiente.

Nun sitzt der Bösewicht in amerikanischem Gewahrsam und wartet auf seinen Prozess. Das erfährt der Leser aus dem Nachwort des Verlages, denn soweit reicht die Geschichte nicht, die in diesem Buch erzählt wird. Zum Verhängnis wurde Bout ein vermeintlicher Waffendeal mit einer kolumbianischen Untergrundarmee, bei dem er an amerikanische Agenten geriet, die ihn dann in Thailand verhafteten. Die amerikanische Richterin ließ übrigens schon mal durchblicken, dass sie die Beweislage für dünn hält. Man darf also gespannt sein, wie sich diese amerikanische Erfolgsgeschichte weiter entwickelt.

Fazit.
Eigentlich sollte dies ein Buch über den Waffenhändler Victor Bout werden, der inzwischen in einem amerikanischen Gefängnis auf seinen Prozess wartet. Doch es ist genau so ein Bericht über die Unfähigkeit und den Unwillen amerikanischer Administrationen, seinem Treiben rechtzeitig ein Ende zu setzen. Dass er schließlich noch der US Army im Irak-Krieg half, stellt die Krönung dieses Verhaltens dar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr erwartet 12. November 2011
Von DS201
Format:Gebundene Ausgabe
Schade, ich habe mir von diesem Buch sicherlich ein wenig etwas anderes vorgestellt, als die allhin bekannte "Version", die durch das Konglomerat von US-Regierung und Co. und den eigentlichen Interessen, die hinter diesem ganzen Spiel stehen. Ich empfehle das Buch "Schattenmeister", um eine "andere" und "alternative" Sicht der Dinge, hinter diesem Fall, zu betrachten. Danach sollten Sie entscheiden, ob die offizielle Version "die Richtige" ist oder doch etwas mehr hinter diesem "alles so einfach Fall" stecken mag...
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Von Anke Lutz
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe dieses Buch gekauft nachdem ich es in mehreren Fachzeitschriften als Buchtipp empfohlen bekommen habe. Was ich dann aber zum lesen bekam war eine reine Enttäuschung. Da ich bereits den Film 'Lord of War' gesehen hatte, der ebenfalls auf Viktor Bout passiert, freute ich mich natürlich sehr einen weiteren Einblick in die Welt des Waffenhandels mit Mord, Korruption usw. zu bekommen. Man bekommt allerdings keine wesentlichen Informationen zu der ganzen Geschichte sondern liest nur Bürokratengewäsch von irgendwelchen Sitzungen in verschiedenen Abteilungen in irgendwelchen Staatlichen Behörden in den USA. Grundlagen wie einfach mal der Aufstieg, die Vorgehensweisen und andere Sachen von Viktor Bout werden nur sehr kurz und unausführlich erzählt. So dass in diesem Buch eigentlich nichts aus Sicht von Viktor Bout erzählt wird. Des weiteren gibt es kaum einen leitenden Faden der durch das Buch führt, da die Jahres zahlen alle durcheinander sind und auch immer Personen kommen und gehen. Da natürlich einer der beiden Autoren immer wieder wiederholt dass er ein Pulitzerpreisträger ist, kann ich zum Schluss nur noch sagen das es mir peinliche wäre als Preisträger einer solchen Auszeichnung so ein Buch geschrieben zu haben. EINFACH NUR SCHLECHT
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