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Der Grund der Finanzkrise
 
 
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Der Grund der Finanzkrise [Broschiert]

Hermann Lueer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 150 Seiten
  • Verlag: Monsenstein und Vannerdat; Auflage: 4. Aktual. (April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865827985
  • ISBN-13: 978-3865827982
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.235 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Unsere Arbeiter sind nicht weniger produktiv als vor der Krise. Unser Verstand ist nicht weniger erfinderisch, unsere Güter und Dienste werden nicht weniger gebraucht als letzte Woche, letzten Monat oder letztes Jahr. Unsere Kapazitäten sind unverändert.« (Barack Obama)

Es könnte also alles so weitergehen wie bis­her. Aber was ist dann der Grund für die Krise?

»Zu wenig privater Konsum, um die verfügbare Produktions­ka­pazität auszunutzen, ist in weiten Teilen der Welt ganz eindeutig zur Wohl­stands­bremse Nummer eins geworden« (Prof. Paul Krugman)

Eine absurde Krise. Offensichtlich gibt es von allem zu viel. Der Reichtum ist im Überfluss vorhanden, es gibt nicht zu wenig Produktionspotential, sondern Überkapa­zi­täten. Wo soll man hin mit all den nützlichen Sachen, die pro­duziert wur­den. Arbeit­nehmer werden entlassen und damit außer Lohn und Brot gesetzt, weil zu viel produziert wurde. Nütz­liche Ge­brauchs­gegenstände liegen auf Halde und funktionie­rende Pro­duktions­stätten werden geschlossen wegen zu geringer Nach­fra­ge bei gleichzeitiger Massenverelendung. Der physische Reich­tum der Gesellschaft hat sich also nicht in Luft aufgelöst, er wird vom Standpunkt des Geschäfts nur nicht mehr ge­braucht.

Was ist das für ein komischer Reichtum, der – obwohl sich die materiellen Produktionsbedingungen gar nicht verändert haben, obwohl Lebensmittel, Unterkünfte und alle möglichen sonstigen Konsumartikel weiterhin vorhanden sind – plötzlich in einem zunehmenden Umfang für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung steht? Warum regiert das Geld die Welt?


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das Buch von Hermann Lueer unterscheidet sich wohltuend von den inzwischen zahlreich zur Finanzkrise erschienenen Büchern. Hier werden weder Anlageempfehlungen gegeben, noch wird für einen anständigen Kapitalismus geworden. Stattdessen wird anhand der Analyse der Gründe der Finanzkrise nachgewiesen, dass die mit dem Kampf gegen das internationale Finanzkapital verbreitete Solidarität zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und den politischen Vertretern der Marktwirtschaft nur eines sicherstellt: Die Finanzkrise wird nicht das Ende der Party sein, sondern der Neuanfang auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung.

Anstatt sich über die angeblichen Exzesse des raffenden Finanzkapitals aufzuregen, werden in dem vorliegenden Buch Argumente gegen ein Wirtschaftssystem geliefert, dessen Resultate schon lange vor der Finanzkrise Anlass für systemkritische Fragen boten. Weiterempfehlen!
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kein Zufall 27. Juli 2009
Von *look*
Format:Broschiert
Endlich ein Buch, in dem die Krise nicht aus dem Gier einiger Banker oder dem Versagen staatlicher Aufsicht erklärt wird, sondern das ausführlich klarmacht, warum mit schöner Regelmäßigkeit die Wirtschaft kracht. Und warum dieser Crash nicht nur Milliarden an der Börse vernichtet, sondern auch auf die "gute" Realwirtschaft übergreift, die angeblich doch nur dazu da ist uns allen den Wohlstand zu sichern.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dieses Buch leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis dessen, was man gerne medienwirksam die "Finanzkrise" nennt. Es ist zugleich eine Bestandsaufnahme und kritische Analyse des Zustands des kapitalistischen Systems.

Insofern Lueer prognostiziert, dass sich die Lage nicht entspannen, sondern letztlich zuungunsten aller negativ verstärken wird, wenn nicht alle am Riemen des besseren Verstandes reißen, gehört er sicher zu den unangenehmen Mahnern unserer Zeit. Seine Argumente sind jedoch bestechend: Gerade das Zusammenwirken verschiedenster Interessengruppen ist der Auslöser für den derzeitigen Finanz-Schlammassel. Zeit für eine Systemkritik also, die Lueer hier viel eher in einem gut belegten und differenzierten Verbal-Rundumschlag auf gehobenem Wissensniveau vornimmt, anstatt allein den verkürzten Argumentationen gegen die scheinbar gierigen Bänker und ihrer unbändigen Egoismusmentalität zu folgen. Differenziert verbindet er die unterschiedlichen Stränge einer schädlichen Entwicklung in vielen Bereichen, die von Wirtschaft und Politik bis in die Köpfe und Herzen der Einzelnen reichen und weltweit ihre schädliche Wirkung entfalten.

Sehr verständlich beschreibt er die Zusammenhänge zwischen Börsencrash (Bankensektor) und den Entwicklungen in der Realwirtschaft und lässt zwischen den Zeilen und auch ganz direkt immer wieder seine wohldosierte und doch tiefgründige Kritik an einer Wohlstandsgesellschaft durchscheinen, die sich auf dem Holzweg befindet und doch weiterschreitet. Mit viel Engagement beschreibt hier ein Kenner die Absurdität unserer Zeit, die sich zwischen dem ewigen Kampf nach Kapazitäts- und Produktionserweiterung (und daraus letztlich resultierende Überkapazitäten) bei sinkender Nachfrage bewegt.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird hier nicht als unabänderliches Schicksal hingenommen, auch nicht einfach sinnlos beklagt, vielmehr findet in diesem Buch eine ernste und ernsthaft geführte Debatte statt, die bisherige Argumentationen rund um das so genante "fiktive Kapital" und die These von der Gefährlichkeit bankinterner Geschäfte und ihrer Finanzprodukte auf den Kopf stellt. Nicht die Spielereien und Spekulationsexzesse der Banken sind demnach allein verantwortlich für die Krise, die jetzt die Realwirtschaft ergreift. Vielmehr ist es der tatsächliche Zusammenbruch in einem real existierenden US-amerikanischen Wirtschaftssektor (eben dem Immobilienmarkt), der zur Misere geführt hat UND DANN hat dies in seiner Wechselwirkung mit den Strukturen der entgleisten Finanzmärkte und menschlicher Schwäche gepaart mit der Gier kapitalistischen Reichtums zu dem vorliegenden Desaster geführt - eine spannende noch nicht gehörte These, die er sehr gut belegt ...

Die Misere einer Überflussgesellschaft, in der Geld das einzige Movens unserer Zeit ist und das Menschen zu Sklaven wirtschaftlicher Blindheit werden, wird nicht nur beschrieben, sie macht auch nachdenklich; ohne dass aber der moralische Zeigefinger zu pathetisch gereckt wird - und mit einem Fünkchen Hoffnung, dass dieses System sich eines besseren besinnt und mit dem unendlichen streben nach Reichtum und Wohlstand nicht eines Tages die (Finanz-)Welt endgültig aus den Fugen gerät. Ein Buch also, das quer denkt und über monokausale Argumentationen hinausgeht. Sicher ein streitbares Buch, aber dadurch nicht weniger gelungen.

Eine klare Kaufempfehlung!!!
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