Ein wunderbarer Roman über einen Mord an dem Mönch mit dem Namen Fra Agostino. Nespoli, des Großtyrannen Abgesandter und zudem Aufklärer in solchen Fragen soll innerhalb von drei Tagen den Mörder ausfindig machen, was für diesen in der Vergangenheit niemals ein Problem dargestellt hatte. Aber dieser Fall ist anders, er kann den Mörder nicht finden. Hierüber bricht er mit dem Großtyrannen und will von seinem Amt entlassen werden.
Dann stirbt Herr Confini, der seit der Mordnacht schwer erkrankt im Bette lag. Seine junge Frau und sein Sohn erfahren, daß falls Herr Confini sich als der Täter herausstellen sollte, sie den Besitz verlieren und buchstäblich auf der Straße stehen würden. Diomede Confini, der Sohn, stellt selbst Nachforschungen an, denn er hält seinen Vater für unschuldig.
Immer mehr verstricken sich die Ereignisse, die ganze Stadt fängt an Aussagen zu der Mordnacht zu geben. Der Fall wird immer undurchsichtiger, der Großtyrann immer ungeduldiger mit seinen Untertanen, dann geschieht das schier nicht mehr glaubhafte: es gibt ein Geständnis und einen Mörder. Aber ist der Färber tatsächlich der Mörder des Fra Agostino? Was war sein Motiv?
Ein Krimi mal ganz anders. Überzeugend ist vor allem die Sprache in der der Roman geschrieben worden ist. Meiner Meinung nach wird Werner Bergengruen viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Es macht einfach vom sprachlichen her schon Spaß den Roman zu lesen, aber auch die Ereignisse ziehen einen als Leser in ihren Bann.
Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert.