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Fjodor Michailowitsch Dostojewski wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren und starb am 9. Februar 1881 in St. Petersburg. Er entstammte einer verarmten Adelsfamilie, sein Vater war Arzt. Nach dem Tod seiner Mutter 1837 ließ sich Dostojewski mit seinem Bruder Michail in St. Petersburg nieder, wo er von 1838 bis 1843 an der Militärakademie Bauingenieurwesen studierte. 1844 begann er mit den Arbeiten zu seinem 1846 veröffentlichten Erstlingswerk Arme Leute. Dieser Roman machte ihn zusammen mit Der Doppelgänger, der ebenfalls 1846 erschien, schlagartig berühmt. Zu seinem Hauptwerk zählen unter anderem die Romane Schuld und Sühne aus dem Jahr 1866, Der Idiot (1868) und Die Brüder Karamasow (1880). Dostojewski ist ein zentraler Vertreter des Realismus innerhalb der russischen Literatur und gilt neben Lew Nikolajewitsch Tolstoj als bedeutendster russischer Schriftsteller.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .Erzählt wird eine kurze Geschichte, von Iwan (dem zweiten der drei Karamasoff-Brüder).
Sie spielt im Jahre 1500 n.Chr im Spanien zur Zeit der Verbrennungen und Ketzereien. Jesus, Gottes
Sohn kehrt auf die Erde, zu den Menschen, zurück und wird nach zwei vollbrachten Wundern vom ansässigen
Großinquisitor in gewahrsam genommen. Nun erst beginnt die wahre Handlung.
Der Großinquisitor, ein alter sterbender Mann, beginnt mit Jesus einen monologen Dialog.
Er stellt sowohl die Frage, und gibt sogleich eine Antwort. Er wirft Jesus vor sein Volk (die Menschen)
im Stich gelassen zu haben, als er NICHT auf die drei Versuchungen des Geistes, jener Zeit eingegangen war.
-Die Gott gegebene Freiheit des Einzelnen, die daraus resultierte, sei eine zu große Bürde für den Menschen,
der ansich lieber faul und unterwürfich, sei. Und nun ist es an der Kirche den Menschen ihre so gehasst Freiheit
wieder zu nehmen und dies dürfte ER (Jesus) nicht verhindern indem ER wieder auf Erden wandle.-
Jesus lässt den gesamten "Dialog" ohne ein Wort selbst zu sprechen an sich vorbei laufen und Antwortet,
als der Großinquisitor in dazu auffordert, mit einem KUSS
Dostojewskij erlaubt uns Einblicke in die "wahre" menschliche Natur und um die verworene Chaotic die sie umgibt.
Zudem wirken die Worte des "Großinquisitors" fasst schon prophetisch im Bezug auf Kommunismus und russische Revolution.
Fjodor Dostsojewskij war schon seit seinen frühen Jahren ein Mann der seiner Zeit weit vorraus war.
Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüder Iwan und Alosha Karamasow. Iwan teilt seinem Bruder mit dass er sich eine Dichtung erdacht hat, die er ihm gerne vortragen möchte und diese Dichtung ist die Geschichte vom Großinquisitor.
Die Geschichte beginnt damit, dass Jesus unter die Menschen zurückgekehrt ist und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn höchstpersönlich zu seinem Gefangenen macht und dem Scheiterhaufen überantworten möchte. Doch zuvor möchte der Großinquisitor den gefangenen Jesus noch verhören, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt, was auch nicht nötig ist, denn er hatte zu seiner Zeit bereits ja alles gesagt was wichtig ist, wie der Großinquisitor dies auch anführt. Er hält ihm vor, seine Kirche im Stich gelassen zu haben und dass es nun an ihm und den Klerus ist die Kirche und damit die Menschheit unter Kontrolle zu halten, denn ohne sie wäre der Mensch ja nicht fähig zu leben. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen über die Menschen zu richten.
Dostojewskij erlaubt mit seiner Dichtung hierbei tiefe Einblicke in das menschliche Wesen und stellt unverblümt die dunkelsten Abgründe unserer Lebensphilosophie dar. Sein tiefgründiger Blick auf die chaotischen Grundlagen des Menschen mag ihm dann wohl auch den Titel des grausamen Philosophen eingebracht haben. Am Besten sollte man dieses Buch selbst lesen, denn nur dann wird man es gegebenenfalls verstehen und zu schätzen wissen oder auch nicht.
Jesus kommt erneut auf unsere Erde zur Zeit des 15. Lesen Sie weiter...
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