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Der Grenzgänger
 
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Der Grenzgänger [Gebundene Ausgabe]

Gabriele Schrey- Vasara , Matti Rönkä , Gabriele Schrey-Vasara
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: Grafit Verlag GmbH; Auflage: 1 (15. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894256524
  • ISBN-13: 978-3894256524
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 694.658 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Matti Rönkä
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein kluger, geradliniger Roman, in dem viel, sehr viel Gewichtiges und Bedenkenswertes eingewoben ist. (Ulrich Noller, WDR)

»Der Grenzgänger« hebt sich deutlich ab vom Krimi-Mainstream. Matti Rönkä hat seine Charaktere wirklich mit Leben gefüllt, seine Sprache ist unprätentiös, klar und schnörkellos, die Handlung spannend und dabei realistisch. (Bayerischer Rundfunk)

Kurzbeschreibung

Viktor Kärppä ist russischer Emigrant - und ein Mann mit vielen Fähigkeiten. Da sein Diplom der St. Petersburger Sportakademie in Finnland nichts wert ist und er seine kurze Karriere beim KGB geheim halten will, hat er in Helsinki ein Detektivbüro eröffnet. Viktor nimmt Aufträge aller Art an und dient vielen Herren auf beiden Seiten der finnisch-russischen Grenze. Für den Antiquar Aarne Larsson soll er dessen Ehefrau Sirje aufspüren, die spurlos verschwunden ist. Ein Routineauftrag, denkt Viktor. Doch die Suche nach der jungen Frau stört die Kreise gnadenloser Gangster. Denn bald stellt sich heraus, dass Sirje die Schwester des estnischen Drogenkönigs Jaak Lillepuu ist. Lillepuu scheint hinter dem Einbruch in einer Lagerhalle zu stecken, in der russisch-karelische Schmuggelware aufbewahrt wird. Will der Este seinen Tätigkeitsbereich nach Finnland ausdehnen? Und hat das Verschwinden seiner Schwester etwas damit zu tun? Viktor gerät ins Fadenkreuz russischer Spione und estnischer Schmuggler. Als wäre das nicht genug, muss er noch um das Leben seiner Mutter bangen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Falsche Ware 15. Januar 2008
Von Polar
Format:Gebundene Ausgabe
Was wie in einem Chandler Roman beginnt, ein Mann wird beauftragt, eine verschwundene Frau aufzufinden, zeichnet ein Bild von den finnisch-russischen Zuständen nach dem Zerfall der Sowjetunion. Zu allen Seiten hin offen. Dem alten Krimimotto folgend: Nichts ist, wie es scheint. Die Biografien der zahlreichen Personen in Rönkas Kriminalroman sind geprägt durch überlappende Wurzeln. Es gibt den Russen, der in Finnland lebt und lieber Finne wäre, den Finne, der gute Geschäfte mit den Russen macht und sich deren Seele mehr vertraut fühlt. Dann noch Esten und eine Menge anderer Völkerstämme. Es gibt gefälschte Biografien, alte KGB-Seilschaften, neue Schwarzmarkt-Seilschaften und mitten drin versucht Viktor Kärppä irgendwie zu überleben, in dem er sich seiner Detektivaufgabe verpflichtet fühlt, seiner Vergangenheit zu entfliehen sucht und von der Gegenwart überrollt wird. Wer traut hier wem? Darf man niemandem mehr trauen? Zum Glück gibt es da noch einen Onkel, den Kärppä zu Hilfe rufen kann und der ist wieder mal Russe. Was im klassischen Stil des Detektivromans beginnt, wird im Verlauf der Geschichte immer grotesker. Kärppä zieht die Leichen förmlich auf sich und man bekommt den Eindruck, das wenn der Zufall ihm nicht zur Seite stände, überhaupt nichts aufklärt würde. Ein Kriminalroman, der ein Gefühl dafür vermittelt, an der Grenze zweier geschichtlich so miteinander verschränkten Ländern leben zu müssen. Man sollte das Lächeln bei all den Schmugglern, Spionen und Ermittlern nicht vergessen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ralf KvF
Format:Taschenbuch
Privatdetektiv Viktor Kaerppae, ein russischer Emigrant und Gelegenheitsagent des russischen Geheimdienstes, arbeitet regelmaessig fuer unterschiedliche Gruppen auf beiden Seiten der finnisch-russischen Grenze. Dabei bewegt er sich wissentlich im Bereich der Legalitaet und Illegalitaet, um sein Auskommen in Finnland zu sichern. Ein eigentlicher Routineauftrag, bei dem er die verschwundene Ehefrau Sirje Larsson im Auftrag ihres Ehemanns ausfindig machen soll, entwickelt sich sehr schnell zu einem grenzueberschreitenden Fall, bei dem er sowohl in Finnland als auch in Estland recherchieren muss. Schon bald wird Kaerppae bewusst, dass er dabei im Bereich von finnisch-russisch-estnischen Schmugglerbanden ermitteln muss, die neben dem ueblichen Schmuggel von Gebrauchswaren auch im Drogenhandel taetig sind. Auch die gesuchte Ehefrau entpuppt sich sehr schnell als Schwester eines bekannten Grosskriminellen und Kaerppaes Nachforschungen werden regelrecht von unnatuerlichen Todesfaellen begleitet. Zudem geraet Kaerppae in verdeckte Aktionen des russischen Geheimdienstes und der finnischen Sicherheitspolizei hinein, bei denen er sich behaupten muss.Matti Roenkae hat einen Roman praesentiert, der ueber eine Vielzahl von Querverbindungen der handelnden Personen verfuegt, aber geradlinig und klar geschrieben ist. Die Kapitel bauen logisch aufeinander auf, der Handlungsfaden verfuegt ueber keine groesseren Brueche. Der Leser kann sich schnell mit der Person des Privatdetektivs anfreunden und gewisse Verhaltensweisen indirekt vorhersehen. Roenkaes Held ist sympathisch und verfuegt trotz seines illegalen Nebenverdienstes ueber eine gewisse moralische Integritaet, die ihn wieder sympathisch macht. Dem Roman fehlt nur eines: Spannungshoehepunkte, die den Leser in Beschlag nehmen und ihn daran hindern, das Buch aus der Hand zu legen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kärppä zum Ersten! 15. Dezember 2008
Von Hiro
Format:Taschenbuch
Matti Rönkä ist Medienmensch und Nachrichtensprecher, kein Schriftsteller. So kommt sein erster Roman um den Privatdetektiv Viktor Kärppä auch etwas unentschlossen daher. Er vereinigt Elemente der klassischen Pulp Novel (die Länge von nur 220 Seiten; der alleingängerische Detektiv, der aus der Ich-Perspektive erzählt; der konsequent chronische Ablauf der Geschehnisse), des aktuellen Politthrillers (das Durcheinander nach dem Zusammenbruch der UdSSR; die Verzahnung von Geheimdienst, Polizei und organisiertem Verbrechen) und des modernen (skandinavischem?) Kriminalromans, der dem Leser auch immer etwas über die herrschenden Verhältnisse, hier die schwierige Konstellation zwischen Esten, Russen und Finnen im Dreiländereck, erzählen will.
Und auch stilistisch kann Rönkä sich nicht so ganz entscheiden, so verfolgt er einige viel versprechende Fäden nicht weiter (der erzreaktionäre Buchhändler), mit dem durchaus positivem Effekt die Geschichte schlank zu halten, andererseits werden andere Sachverhalte so schlampig bis gar nicht erklärt (Sirje und ihre Familie; Wer hat nun genau wen warum bestohlen?), dass ich mich frage, warum der Autor es überhaupt so kompliziert gemacht hat.
Nur ein kleines Detail, aber passend zu seiner Unentschlossenheit hat der Autor der konsequenten Ich-Perspektive einen Prolog vorangestellt, der aus der 3.Person erzählt vier verschiedene Protagonisten an unterschiedlichen Schauplätzen vorstellt. Warum auch immer.

Aber genug der Meckerei. Trotz aller Unzulänglichkeiten ist das ein kurzweiliges Buch, ich habe es an einem Tag durchgelesen. Das Buch folgt durchaus einem roten Faden, die Charaktere sind relativ glaubwürdig und die Atmosphäre des täglichen Wahnsinns im Dreiländereck wird gut dargestellt, ohne dass sie mit einem hanebüchenem Overkill (Atombombenschmuggel oder ähnlichem) überladen wird. Das liest sich so weg und ist durchaus spannend.

Ein Gedanke noch zum Schluss: Das Wissen um die Animositäten zwischen Finnen, Russen und Esten wird vorausgesetzt, nicht etwa erklärt. Ein Zeichen vielleicht, dass der Autor gar nicht daran gedacht, für ein internationales Publikum zu schreiben? Wenn es so wäre, fände ich das gar nicht unsympathisch.

'Zur Wertung: "Der Grenzgänger"' ist kein großes Buch und auch kein verstecktes Juwel. Aber so gut, dass ich beizeiten mal den Nachfolger zur Hand nehmen werde, ist es doch. 3 Sterne.
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