Der Graf von Sainte-Hermine ist der letzte Roman des großen Alexandre Dumas und es ist dem Herausgeber Claude Schopp zu verdanken, dass 135 Jahr nach dem Tod des Autors dieses Werk wiederentdeckt wurde. Der Roman erschien, wie so viele andere von Dumas, zuerst als Fortsetzungsreihe im "Moniteur universel" von Januar bis Oktober 1869 und wurde allem Anschein nach nie vollendet. Daher ist das, was uns in diesem schwergewichtigen Band vorliegt (941 Seiten ohne das umfangreiche Nachwort des Herausgebers und die Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln) ein Fragment, leider. In einem Brief von 1868, der im Nachwort enthalten ist, beschreibt Dumas gegenüber dem Herausgeber des "Moniteur universel" sein Projekt, und so bekommt man eine Ahnung davon, wie es weitergegangen wäre, mit Happy-End.
Alexandre Dumas ist einer der ganz Großen und wer sich in seiner Jugend mit den Musketieren ins Abenteuer gestürzt, mit Dantes Rache geschworen und mit so vielen anderen Helden (die man zum Teil heute nur noch antiquarisch kennenlernen kann) mitgefiebert hat, sollte sich dieses Lesevergnügen nicht vorenthalten.