Von den mehreren Monte-Christo-Verfilmungen, die es gibt, ist dies vielleicht die einprägsamste Fassung, die mit großartiger Schauspielerleistung und Charakteren mit viel Ausstrahlung aufwarten kann.
Chamberlain spielt den wiederkehrenden Monte-Christo als kühlen, eiskalten Rächer, der fast schon gefühllos agiert und sich von nichts und niemanden von seinem Racheplan abbringen läßt. Trotzdem sympatisiert der Zuschauer mit Monte Christo.
Louis Jourdan spielte in einer früheren Verfilmung Monte Christo, hier spielt er den hinterhältigen Staatsanwalt, der Monte Christo verrät. Für die Besitzer der früheren Film-Ausgabe ist ein wenig Umgewöhnung nötig. Jourdan eignet sich für die Rolle als Staatsanwalt wie in dieser Verfilmung weit besser.
Abbe Faria ist in dieser Verfilmung vielleicht am besten dargestellt. Überhaupt ist der Teil im Kerker im Chateau vielleicht der spannendste Teil. Die Synchronisationsstimme ist auch hervorragend gewählt.
Die Szene, wo Dantes den Schatz findet, hätte etwas aufwändiger gestaltet werden können. Man sieht dem Inhalt der Truhe nun wirklich auf den ersten Blick an, dass da nur papiergewichtiges Blechzeugs drin liegt.
Übrigens erfährt man im Film nicht, wie denn Monte Christo nach seiner Rückkehr zu seinem Namen und dem Grafentitel gekommen ist. Natürlich wissen es die Leser des Buches, aber auch diejenigen, die andere Verfilmungen gesehen haben.
Der Film ist im ganzen sehr komprimiert, man hätte ihn vielleicht ein halbe Stunde länger machen können. Jedenfalls ist nun wirklich keinerlei "Länge" drin, jede Minute ist spannend.