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Der Gott der kleinen Dinge: Roman Taschenbuch – 1. Mai 1999

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Mai 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442724686
  • ISBN-13: 978-3442724680
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3 x 18,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (86 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.305 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein bedeutender Roman, der bereits durch seine bildkräftige Sprache besticht." (Die Welt) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

"Die Schärfe ihrer Analyse von Machtverhältnissen - zwischen Klassen bzw. Kasten ebenso wie zwischen Frauen und Männern oder Kolonialländern und Ex-Kolonien - und die Kühnheit ihrer Sprache prägen ihre Literatur wie ihre Essays."
EMMA

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142 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. Juli 1999
Format: Taschenbuch
Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.
Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren Eifersüchteleien und Rivalitäten. Unter dem Druck dieser Umstände zerbricht die Familie schließlich. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter es wagte, sich gegen die herrschenden Konventionen zu stellen, sich scheiden ließ und einen Unberührbaren liebte.
Die Handlung ist stilistisch wunderschön verpackt. Zahlreiche Rückblenden, Erinnerungen und Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten werden unter den Händen von Arundhati Roy zu einem schillernden Teppich, der von Haß, Liebe, Vergeltung und Vergebung erzählt. Besonders faszinierend ist der Einblick in das uns fremde indische Kastensystem, den die Autorin uns gewährt. Viele kleine und doch so aussagekräftige Szenen, die in einer sehr aussagekräftigen und malerischen Prosa geschildert werden, zeigen dem Leser, daß es die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.
Ich machte im Laufe des Buches alle Stationen von Wut, Freude, Glück und Trauer durch, und doch schloß ich das Buch mit einem Lächeln und der Gewißheit, das das Leben trotz allen Härten doch schön ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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60 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Esther TOP 1000 REZENSENT am 18. März 2007
Format: Taschenbuch
Der Gott der kleinen Dinge entlarvt sich zumal auch als ein Gott des Verlustes, der sich eines einzigen Tages, eines unbedachten Kinderspiels bemächtigt und eine Familie unwiderruflich in weit entfernte Einzelindividuen trennt.

Die zweieiigen Zwillinge Esthappen und Rahel erleben Kerala - die Gewürzküste Indiens - in strahlender Schönheit, das erbarmungslose jedoch anzuerkennende Kastenwesen, ihren Platz in der Hierarchie der Dinge - unterschieden im Geschlecht, geteilt durch die Scheidung ihrer Mutter Ammu - die starke Bindung an Großbritannien in Sprache und Etikette und die Zwiespältigkeit des aufkeimenden Marxismus, der sehr wohl zwischen seinen Genossen unterscheidet.

Das erste Kapitel ist wohl eines der allerschönsten ersten Kapitel, das ein Roman uns schenken kann. Es fasst uns zu Beginn die nicht zu verhindernden Ereignisse, Tragödien und ihre Folgen zusammen und ermöglicht uns die Bekanntschaft mit den Charakteren, wovon jeder eine eigene Geschichte wert ist. Es zeigt uns in geschmeidig raschem Wechsel der zeitlichen Erzählperspektiven den Wandel Indiens und zugleich die Vielzahl der zerbrochenen Persönlichkeiten, die diesem Wandel nur in ihrer äußeren Hülle gefolgt sind. Es ist der Startschuss für eine ganz große Geschichte!

In wunderschön trauriger und nicht verurteilender Manier erzählt Arundhati Roy vom kindlichen, naiven und unbekümmerten Erleben der beiden Zwillinge, von Fragen der Messbarkeit der elterlichen Zuneigung und Gleichheit ob unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Emilie Ludwig am 6. Januar 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das schönste Buch, das ich je je je gelesen hab und da kommt auch sicher nicht so schnell was Bessres.
Klar, ich bin mir sicher, das Buch ist absolute Geschmackssache, wer so denkt, wie A.Roy schreibt, der wird das Gefühl haben, die Geschichte sei echt und seine Gedanken hätten endlich mal wo Platz.
Wer nicht so denkt, wird wahrscheinlich, und deswegen verstehe ich auch die schlechten Rezensionen, das Buch als langweilig finden und das wars dann.
Warum?
Nun, es ist nicht einfach nur ein Buch.
Hier wird die Geschichte einer Familie bis ins kleinste Detail erzählt, so dass man - so gings mir zumindest- am Ende sich einreden muss, es sei nur ein Buch, nichts Wirkliches.
A.Roy gibt den Personen Gedanken und Gefühle, die viele vielleicht nicht haben.
Sie schreibt, dass die Erinnerung an den Geschmack von Esthas Tomatensandwiches nur eins der kleinen Dinge war.
Das kleine Dinge zu großen Dingen führen können.
Dass 2 eine Seele haben können, und was das bedeutet.
Und wer das versteht, der wird das Buch wahrscheinlich so lieben, wie ich es tu, denn wer genauso denkt, kann sich sicher sein, dass das Buch ein Teil von ihm wird.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von poetrylife@gmx.de am 11. März 2001
Format: Taschenbuch
"Der Gott der kleinen Dinge" ist eines der besten Bücher, daß ich je gelesen habe. Nachdem mit der Vergleich mit Salman Rushdie, dessen Erzählstil mit tödlich langweilt, zuerst abschreckte, stellte ich bald fest, daß Roy weitaus besser ist. Die wunderschöne, poetische und facettenreiche Sprache trägt einem mit fast jedem Wort, jeder Ahnung, die sie vermittelt, fort und regt gleichzeitig auch zu philosophischen Gedanken an über das eigene reelle Leben....Die Lautlosigkeit und Unaufdringlichkeit, mit der Roy ihre verwobene Geschichte erzählt, ist einfach fantastisch und erzeugt , ganz ohne klischeehafte Handlungsstränge und brutale Bilder, Spannung und einen Zauber, der einen bis zuletzt gefangen hält. Die Geschichte der Zwillinge, ihrer vom Leben verfolgten Mutter, der bösen Tante, und das alles eingewoben und doch ein Fremdkörper im politischen und sozialen Hintergrunde des Landes erzeugt ein Bewußtsein von Gegensätzen und die Ahnung, daß die kleinen Dinge die sind, die das Leben weiterdrehen , und daß, was im kleinen geschieht, mehr Einfluß nimmt als das "Große und Ganze". Genial!
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