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Der Gott der kleinen Dinge
 
 
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Der Gott der kleinen Dinge [Gebundene Ausgabe]

Arundhati Roy
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Blessing Verlag; Auflage: 9 (5. August 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896670204
  • ISBN-13: 978-3896670205
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 233.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arundhati Roy
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Boot, das zuerst leck ist und dann drei Kinder und ein Liebespaar über einen großen Fluß bringt, eine Schicht roter Nagellack auf den Fingern eines Schreiners, ein Tausendfüßler im Profil eines Polizistenstiefels - all das sind die kleinen Dinge in diesem Roman.

Die großen Dinge sind Indiens Geschichte vor dem Hintergrund von britischem Empire und Unabhängigkeit, aber auch das unerbittliche Kastensystem und der Konflikt der großen Religionen. Der Gott der kleinen Dinge ist der Gott dessen, was verloren geht, nicht der Gott der Geschichte, der die kleinen Dinge grausam in ihren Lauf zwingt. Voller Sprachmagie erzählt Roy von einer Familie, die an verbotener Liebe zerbricht.

Klappentext

"Die Schärfe ihrer Analyse von Machtverhältnissen - zwischen Klassen bzw. Kasten ebenso wie zwischen Frauen und Männern oder Kolonialländern und Ex-Kolonien - und die Kühnheit ihrer Sprache prägen ihre Literatur wie ihre Essays."
EMMA -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
107 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.

Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren Eifersüchteleien und Rivalitäten. Unter dem Druck dieser Umstände zerbricht die Familie schließlich. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter es wagte, sich gegen die herrschenden Konventionen zu stellen, sich scheiden ließ und einen Unberührbaren liebte.

Die Handlung ist stilistisch wunderschön verpackt. Zahlreiche Rückblenden, Erinnerungen und Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten werden unter den Händen von Arundhati Roy zu einem schillernden Teppich, der von Haß, Liebe, Vergeltung und Vergebung erzählt. Besonders faszinierend ist der Einblick in das uns fremde indische Kastensystem, den die Autorin uns gewährt. Viele kleine und doch so aussagekräftige Szenen, die in einer sehr aussagekräftigen und malerischen Prosa geschildert werden, zeigen dem Leser, daß es die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.

Ich machte im Laufe des Buches alle Stationen von Wut, Freude, Glück und Trauer durch, und doch schloß ich das Buch mit einem Lächeln und der Gewißheit, das das Leben trotz allen Härten doch schön ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Gott der kleinen Dinge entlarvt sich zumal auch als ein Gott des Verlustes, der sich eines einzigen Tages, eines unbedachten Kinderspiels bemächtigt und eine Familie unwiderruflich in weit entfernte Einzelindividuen trennt.

Die zweieiigen Zwillinge Esthappen und Rahel erleben Kerala - die Gewürzküste Indiens - in strahlender Schönheit, das erbarmungslose jedoch anzuerkennende Kastenwesen, ihren Platz in der Hierarchie der Dinge - unterschieden im Geschlecht, geteilt durch die Scheidung ihrer Mutter Ammu - die starke Bindung an Großbritannien in Sprache und Etikette und die Zwiespältigkeit des aufkeimenden Marxismus, der sehr wohl zwischen seinen Genossen unterscheidet.

Das erste Kapitel ist wohl eines der allerschönsten ersten Kapitel, das ein Roman uns schenken kann. Es fasst uns zu Beginn die nicht zu verhindernden Ereignisse, Tragödien und ihre Folgen zusammen und ermöglicht uns die Bekanntschaft mit den Charakteren, wovon jeder eine eigene Geschichte wert ist. Es zeigt uns in geschmeidig raschem Wechsel der zeitlichen Erzählperspektiven den Wandel Indiens und zugleich die Vielzahl der zerbrochenen Persönlichkeiten, die diesem Wandel nur in ihrer äußeren Hülle gefolgt sind. Es ist der Startschuss für eine ganz große Geschichte!

In wunderschön trauriger und nicht verurteilender Manier erzählt Arundhati Roy vom kindlichen, naiven und unbekümmerten Erleben der beiden Zwillinge, von Fragen der Messbarkeit der elterlichen Zuneigung und Gleichheit ob unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft.

Fabelhaft erheiternd und zumal makaber die Schilderungen von Beobachtungsgabe, Kinderwelten und ihren Bildern, vom Rückwärtslesen und alten Damen, die dem Rad der Zeit nur noch technisch Folge leisten können.

Widerlich die Tatsachen von verschwiegenem Kindesmissbrauch, von Misshandlungen seitens der Behörde, von der Verurteilung eines Unschuldigen nach dem Prinzip des "geringsten Verlustes", von Kasten-basierenden Falschaussagen und der Vertreibung eines geliebten Menschen zu Gunsten des Verdrängens, Vergessens und "Unter den Tisch Kehrens".

Verben als Neuentdeckung von Begriffen, die sich wie Meilensteile wiederholend durch die Geschichte schlängeln und der Vielzahl ganz kleiner Dingen eine Definition verleihen - und ihre fabelhafte Übersetzung ins Deutsche festigt diese!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mit beständiger Regelmäßigkeit erweisen sich die Bücher, die auf den englischen Bookerpreis Thron gehievt werden, immer wieder als fantastische Lektüre. A. Roy gewann diesen Preis für ihr Erstlingswerk "Der Gott der kleinen Dinge" 1997 -- zu Recht! Schon auf den ersten Seiten, die den Leser in das Buch hineinsaugen, wird klar, daß der Leser es hier mit einer gleichsam virtouosen wie sicheren und prägnanten Sprachschöpferin zu tun hat. Die (äußert tragische) Handlung, die sich (wie so häufig schon) um die Liebe zwischen Standesgrenzen hinweg dreht und äußerst tragisch ist, spielt in einem entfernten Dschungelgebiet Indiens und wird von A. Roy wunderbar in kraftvolle, sehr organische andschaftsbeschreibungen eingebettet. Bemerkenswert ist, wie es die Autorin schafft, allein durch geschickte Wortkonstruktionen, die Handlung aus der Perspektive zweier vorpubertärer Kinder zu beschreiben, ohne dabei naiv oder aufgesetzt zu wirken. Dazu kommt eine sehr reiche Fantasie, so daß das Buch nicht nur von der Sprachgewalt, sondern auch von der großen Ausmalungsraft der Autorin lebt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
Grandios!
Arundhati Roy lässt den/die Leser/in mit einer Leichtigkeit in eine betörend grausame Welt eintreten, wie man vielleicht in ein sanft dahinfließendes Gewässer... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Tagen von Dr. Herbert Klein veröffentlicht
FURCHTBAR !!!
Lesen - für mich eine Leidenschaft! Trotz meiner über 300 Romanen in meinem Buchregal habe ich es bisher gemieden, eine Rezension zu schreiben. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Desertrose veröffentlicht
Ein WUNDERBARES Buch
...der richtige Reisebegleiter auf meiner Studien-Reise durch Süd-Indien. Ein Buch voller Nuancen...ein Buch zum Wieder-Lesen...spannend...rührend...menschlich... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Paul Teichmann veröffentlicht
Langatmig und handlungsarm
"Der Gott der kleinen Dinge" gehört zu den schlechtesten Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von M. Bayer (Bonn) veröffentlicht
Langatmig
Ich habe mir das Buch aufgrund der vielen vorwiegend positiven Bewertungen, und weil mich Indien als Land fasziniert, gekauft. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Sara veröffentlicht
Berührend, schockierend, genial
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Wobei ich an dieser Stelle weniger den Inhalt hervorheben möchte - die abschließende Szene am Fluss ist mir tatsächlich... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von java veröffentlicht
Manieriert und selbstverliebt
Sehr zwiegespalten ist meine Meinung zu diesem Buch. Auf den ersten Seiten war ich fasziniert von Roys Sprachgewalt und ihren bildhaften Vergleichen, aber dann zog sich alles... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von T. Wegberg veröffentlicht
Südindien - ein Traum
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, zumal ich gerade von einer Südindienreise zurückkam und es in mir doch viele Erinnerungen weckte. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Annette veröffentlicht
Indische Familientragödie
Als ich das Buch anfing zu lesen wusste ich sclhicht gar nichts darüber. Es ist eine indische Familiengeschichte und beleuchtet als solche die indische Kultur und die indische... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Peer Sylvester veröffentlicht
der gott der kleinen dinge
es gibt bücher, die liest man durch und anschließend rosten diese dann im bücherregal vor sich hin. und es gibt solche, die man immer wieder zur hand nimmt. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von seerose veröffentlicht
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