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Der Gott des Gemetzels
 
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Der Gott des Gemetzels

Jodie Foster , Kate Winslet , Roman Polanski    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz, John C. Reilly
  • Regisseur(e): Roman Polanski
  • Komponist: Alexandre Desplat
  • Format: Farbe, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.0), Englisch (Dolby Digital 5.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Constantin Film
  • Erscheinungstermin: 10. Mai 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 79 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B006E02HCE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 28 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Das ist der unglücklichste Tag meines Lebens“, sagt Penelope am Ende. Ihr Mann Michael kann ihr nur zustimmen, und Nancy und Alan ergeht es nicht anders. Zu Beginn des Films sind die beiden gerade dabei zu gehen: Ihr Sohn Ethan hat seinem Klassenkameraden Zachary bei einem Streit zwei Zähne ausgeschlagen. Nun sind die Eltern zusammengekommen, um „wie vernünftige Menschen“ den Vorfall zu klären. Das scheint auch gelungen: Nancy und Alan sind bemüht, das Verhalten ihres Sohnes zu entschuldigen. Doch anstatt sie gehen zu lassen, lädt Michael das Ehepaar noch zu Kaffee und Kuchen ein. Von da an geraten die Dinge außer Kontrolle. Was als Gespräch über Kinder, Erziehungsmethoden und kultiviertes Verhalten beginnt, entwickelt sich zu einer handfesten verbalen Auseinandersetzung über Aufrichtigkeit, Verantwortung und Lebensansichten im Allgemeinen. Die Situation wird grotesk: Bald heißt es Männer gegen Frauen, jeder gegen jede. Auf dem Schlachtfeld der Gefühle, verletzter Eitelkeiten und purem Zynismus fallen die bürgerlichen Fassaden, werden Grenzen überschritten: Der Gott des Gemetzels entfaltet seine Macht.

Der Film von Oscar-Preisträger Roman Polanski basiert auf dem gleichnamigen erfolgreichen Theaterstück der französischen Autorin Yasmina Reza. Polanski erweist sich wieder einmal als Meister der Konventionen, die es nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen und zu enttarnen gilt. Die Dialoge sind geschliffen scharf, die Schauspieler brillant. Den Dialoggefechten von Jodie Foster, Kate Winselt, John C. Reilly und Christoph Waltz zu zuhören, die sehenden Auges in die Katastrophe stolpern, ist ein königliches Vergnügen. Vor allem Christoph Waltz ist in seiner lakonischen Art hervorragend. Wenn das Handy schließlich in der Blumenvase landet und Nancy sich im wahrsten Sinne des Wortes einmal so richtig auskotzt, gibt es kein Halten mehr. Großartiges Kino! -- Ellen Große

Produktbeschreibungen

Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des „Opfers“, Penelope und Michael (Jodie Foster und John C. Reilly) haben die Eltern des „Übeltäters“, Nancy und Alan (Kate Winslet und Christoph Waltz), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile. Und schließlich platzt die dünne Haut der bürgerlichen Kultiviertheit auf: Vier Erwachsene geraten aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos werden Grenzen überschritten, provoziert und schließlich deutlich, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen Gott des Gemetzels anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragikomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
63 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verbal Essences 2. Dezember 2011
Von MissVega
Format:DVD
(Kinoversion)

Roman Polanski hat mit "Der Gott des Gemetzels" sozusagen eine ernste, teilweise bitterböse Variante eines typischen Woody Allen-Films gedreht. Wie bei Allen, sind in diesem Film eigentlich die Worte die Hauptdarsteller, wobei natürlich auf einen ausgezeichneten Cast nicht verzichtet wurde. Und wo Allen zwinkernd und schmunzelnd eher seichte menschliche Abgründe bloßlegt, geht Polanski in die Vollen und reißt den Beteiligten mit sprachgewandter Macht die Masken der political correctness vom Gesicht und entblößt menschliche Schwächen, Vorurteile, Neid und Boshaftigkeiten. Und dank des ausgezeichneten Drehbuchs von Yasmina Reza, die hier ihr eigenes Theaterstück filmgerecht umgeschrieben hat und einem Cast, der darstellerisch zur Höchstform aufläuft, ist aus "Der Gott des Gemetzels" eine fulminante Wortschlacht geworden, die gerne mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" verglichen werden darf. Und das Ganze in sehr runden, intensiven und kurzweiligen 79 Minuten.

Der 11jährige Zachary (Elvis Polanski) haut dem gleichaltrigen Ethan (Eliot Berger) eins auf die Omme, dieser trägt eine blutige Lippe und knapp zwei ausgeschlagene Zähne davon. Grund genug für die Eltern der beiden Rotzlöffel, sich zu treffen und die Situation wie Erwachsene zu klären. Dies geht allerdings gründlich nach hinten los, da die Eltern von Zachary, Nancy (Kate Winslet, "Titanic") und Alan Cowan (Christoph Waltz, "Inglorious Basterds") und Ethan, Penelope (Jodie Foster, "Das Schweigen der Lämmer") und Michael Longstreet (John C. Reilly, "Stiefbrüder") sich von Anfang an unsympathisch sind und die mühsam aufrecht erhaltene Fassade aus Höflichkeit und Einvernehmen im Verlauf des Gespräches mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Am Ende dieses Treffens bleiben vier erschöpfte, bloßgestellte und desillusionierte Streithammel zurück, deren Verhältnis so kurz wie unwiederbringlich zerstört ist, während Zachary und Ethan längst wieder einträchtig miteinander spielen. Tja, so kann's kommen, wenn Erwachsene sich wie kleine Kinder aufführen, den Streit aber mit der rhetorischen Wucht kriegerischer Diktatoren führen.

Neben dem exzellenten Drehbuch, welches auf dem gleichnamigen Theaterstück von 2006 basiert, steht und fällt ein Film, der nur an einer Location spielt und somit keine Möglichkeiten für großartige Kameraexperimente bietet, natürlich mit seinen Protagonisten. Und hier hat Polanski richtig groß aufgefahren. Drei seiner vier Hauptdarsteller sind Oscarpreisträger und auch der vierte im Bunde, John C. Reilly, zeigt, dass er wesentlich mehr kann, als in albernen Komödien den Deppen zu spielen.

Kate Winslet als Nancy variiert ihren Charakter wunderbar zwischen höflich-reserviert und emotional völlig aus dem Ruder laufend, nachdem sie ein paar Drinks gekippt hat. Je mehr Strähnen sich aus ihrem sauber gesteckten Dutt lösen, umso befreiter agiert sie. Spätestens, nachdem sie sich die Nachspeise der Longstreets noch mal durch den Kopf hat gehen lassen, bröckelt die Fassade der akkuraten, beherrschten Investmentmaklerin und weicht einer aufgebrachten, ironischen, aber auch sehr frustrierten Frau.

John C. Reilly als Michael gibt hier anfangs sehr überzeugend den Streitschlichter und personifizierten Gutmenschen, der alles schnell und reibungslos wieder ins Lot bringen will und Auseinandersetzungen hasst. Je mehr er aber im Verlauf der Geschichte in die Enge getrieben wird, und das auch von seiner Frau, desto mehr zeigt sich, was passieren kann, wenn man Menschen zu sehr reizt und ihre Grenzen nicht respektiert. Fast möchte man applaudieren, wenn dieser an sich nette, zurückhaltende Kerl dann endlich mal ausflippt und verbal um sich schlägt.

Jodie Foster ist schon so lange im Geschäft, dass es ihr mühelos gelingt, nahezu jede Rolle überzeugend zu verkörpern. Und auch hier spielt sie wieder hervorragend auf, allerdings gibt es eine Handvoll Szenen, in denen selbst Foster den darstellerischen Bogen etwas überspannt und knapp am Overacting vorbeischrammt. Ab und an ist ihre Miene zu gewollt verkniffen, reagiert sie zu heftig auf noch relativ harmlose Äußerungen und steigert sich zu übertrieben in ihren Gerechtigkeitswahn. Davon abgesehen jedoch ist ihre Penelope eine moralisch überkorrekte, gerechtigkeitsliebende, mit ihrem Leben unzufriedene Frau, die für ihre geplatzten Träume insgeheim ihren Mann verantwortlich macht. Ihre verkrampfte Verspanntheit macht erst nach ein paar Whiskeys einer feurigen Wut Platz, die wie ein Tornado über Michael und auch die Cowans hinwegfegt.

Und obwohl hier alle Schauspieler gleich viel Screentime haben und hervorragend spielen, muss man doch einmal mehr Christoph Waltz' großartiger Performance Respekt zollen, der seinen Alan so wunderbar fein nuancieren kann, ihm so viele witzige, sarkastische, verwunderte, erschöpfte und intensive Abstufungen entlocken kann, dass man sich an seinem Spiel gar nicht satt sehen kann. Ständig mit seiner Kanzlei telefonierend und zu Beginn eigentlich nur körperlich anwesend, bringt sich Alan nach und nach immer mehr in die Streitereien, die sich entwickeln, ein, wobei er auch hier erst einmal emotionale Distanz walten lässt. Irgendwann ist aber auch bei ihm das Maß voll und er beginnt, sehr pointiert und gezielt auszuteilen. Sein Spiel ist besonders ambivalent, besonders amüsant und noch mal, so fein ausgearbeitet, dass man rein darstellerisch von ihm am meisten geboten bekommt und sich vor diesem Ausnahmetalent nur verneigen kann.

Roman Polanski ist hier ein großartiges Stück Schauspielkino gelungen, dass seine Theaterherkunft nie verleugnet, aber dennoch seine eigene, cineastische Dynamik entwickelt und bestmöglich entfalten kann. Besonders der Storyaufbau, die Wandlung der zivilisierten Eltern zu zanksüchtigen Verbalakrobaten, die keine Rücksicht auf Verluste mehr nehmen und jegliche Hemmungen fallen lassen, ist fantastisch. Zum Spannungsbogen trägt ebenfalls die Bildung neuer Allianzen bei, so dass man stets gespannt ist, wer sich als nächstes mit wem verbünden wird oder dem anderen in den Rücken fällt. Fast schon ist es schade, dass der Film nur 79 Minuten lang ist, denn wenn die Protagonisten erstmal richtig warmgelaufen sind, hätte man ihnen noch viel länger zuschauen können. Wer sich also für Filme, die nur an einem Ort spielen, für sprachlich hochwertige Dialoge und ganz hervorragende Darsteller, die die ganze Palette ihres Könnens abrufen, begeistern kann, der sollte sich schleunigst "Der Gott des Gemetzels" ansehen. Volle fünf von fünf verbalen Speerspitzen, die ihr Ziel punktgenau treffen.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Schwalbenkönig TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Ein ganz banaler Vorfall, der wahrscheinlich täglich tausendfach auf der Welt passiert: Ein Junge haut einem anderen eine rein. Die Lösung ist natürlich ebenso banal: Auge um Auge, Zahn um Zahn oder einfach stillschweigend einstecken. Was (nach meiner persönlichen Erfahrung) sehr selten funktioniert ist das berühmt berüchtigte PETZEN!
Der junge Mann (das Opfer) begeht in dieser Verfilmung eines Theaterstücks eben diesen fatalen Fehler und bringt somit etwas ins Rollen, das nur anfangs nach zivilisiertem Ausdiskutieren moderner Erziehungsberechtigter aussieht....

Hier ist der Beweis (für alle, die es noch nicht wußten): Für einen richtig guten Film braucht man nicht viel. Man braucht keine Pyrotechnik, man braucht keine millionenschweren Kulissen oder Kostüme und auch keinen Bombast-Soundtrack.
Alles was man braucht, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern, ist ein gut durchdachtes Drehbuch und ein paar motivierte Schauspieler, die ihren Beruf lieben.
Die vier motivierten Darsteller in "Gott des Gemetzels" zeigen aber nicht nur ihre Liebe zum Schauspiel, sie zeigen nahezu alle Facetten des Schauspiels. Und das mit so einer fanatischen Hingabe, dass sich jede der jeweiligen Stimmungen automatisch auf mich übertragen hat. Immer wieder habe ich gedacht, dass einer den anderen Kollegen mit einer gnadenlosen Leistung übertreffen und seiner bisherigen Karriere die Krone aufsetzen will. Apropos Krone, die trägt für mich hier ganz klar Christoph Waltz mit seiner Interpretation des selbstgefälligen Anwalts Alan. Es ist der nackte Wahnsinn, was der Mann da veranstaltet.

Bei all der Begeisterung muss ich dabei auch etwas vorwarnen. Diese 80minütige Komödie mit nur einem Schauplatz und einer Geschichte, die in Echtzeit abläuft, ist bestimmt nichts für Zuschauer, die sich hauptsächlich von Thrillern, Actionfilmen und klassischen Komödien mitreißen lassen. Etwas Erfahrung mit dem Theater sollte man schon mitbringen. Dann wird's auf jeden Fall ein Fest!

Mein Fazit: Bitterböse Dialoge und hemmungsloses Schauspiel- für mich ein Filmhighlight des Jahres.

Für Fans von: Dogville, Der Rosen-Krieg

Extras der DVD: Original Kinotrailer, Interviews (circa 30 Min.), Darstellerinformationen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach nur super 17. Mai 2012
Format:DVD
Wer ein Freund von Special Effects, geballten Action Szenen oder weiblichen Reizen ist wird an diesem Film auf gar keinen Fall seine Freude finden.Der ganze Film findet zum großen Teil in einer Wohnung und dem Hausflur statt und kommt komplett ohne die zuvor genannten Attribute aus.

Der Film lebt von den 4 Darstellern und den Dialogen. Christoph Waltz als herrlich zynischer Anwalt, dessen Handy ständig und in den unmöglichsten Situationen klingelt. Jodie Foster, die als moralische Überfigur und Afrikaliebhaberin die ganze Zeit den Moralfinger hebt und einfach nicht still sein kann. Kate Blanchet als eher stille und kultivierte Ehefrau des Anwalts, die aber spätestens nach dem Genuss von einigen Gläsern Single Malt völlig aus sich heraus geht. John C. Reilly als bodenständiger Ehemann der Afrikaliebhaberin, die diese mit seiner schnodderigen Art in den Wahnsinn treibt.

Von einem Streit zwischen den beiden 11 jährigen Jungen der Ehepaare - der eigentlich schon geschlichtet ist - eskaliert die Situation immer mehr und mann kann das Unglück praktisch schon vorher ahnen. Der Film ist eher wie ein Theaterstück aufgebaut und ist durch das Spiel der Charaktere einfach herrlich amüsant. Kein Film für jedermann, aber wer scharfzüngige Dialoge und Situationskomik liebt wird hier auf seine Kosten kommen
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Sagenhaft
...ja war das mal wieder ein dichtes Kammerstück, Polanski kanns eben.
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Inhalt:

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Vor 16 Tagen von schweinedose veröffentlicht
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