Die Elternpaare, die hier aufeinander treffen, sind das Spiegelbild ihrer Söhne. Der eine hat den anderen während einer Schulpause die Nase durch einen Faustschlag lädiert. Bis zum Ende bleibt unklar, wieso es überhaupt zu dem Streit gekommen ist. Die Eltern des geschlagenen Sohnes fordern eine Entschuldigung des anderen Sohnes. Kleinigkeiten provozieren einige Scharmützel zwischen den Paaren und am Ende schließlich zwischen den Ehegatten, die zeigen, dass die gutbürgerliche Ordnung und ihre Werte, die am Anfang des Stücks gezeigt werden, doch nicht so bedeutend und so im Leben verhaftet sind, wie man zunächst glauben wollte.
Das Thema des Stücks wird sehr schnell klar: das ach so zivilisierte, den feinen Umgang pflegende Bürgertum ist auch nicht anders als andere, d.h. hinter der Fassade sind die Probleme so, wie alle sie haben, und der Umgang damit - Verdrängen, Schreien, sich (im wahrsten Sinnes des Wortes) Auskotzen - ist so, wie bei Hinz und Kunz. Den Eindruck, dass das Stück genau dies vermitteln möchte, bekommt man schon nach wenigen Seiten. Man wartet bis zum Schluss auf eine entscheidende Wendung, eine Pointe, die aber irgendwie nicht kommt.