Wer "Das Licht in den Schatten" mochte, wird den "Gott der Dunkelheit" lieben. Wie das möglich ist, wenn beide Bände inhaltlich zusammengehören? Ganz einfach...die Übersetzung ist nun endlich so flüssig, wie man es sich nur wünschen kann.
Inhaltlich wird, wie bereits gesagt, dort angesetzt, wo Band 1 aufgehört hat. Alec und Seregil sind mittlerweile nicht mehr nur Schüler und Lehrer, sondern eindeutig Partner, auch wenn Alec noch eine ganze Menge zu lernen hat. Der Magier Nysander versucht verzweifelt die Wiedererweckung des dunklen Gottes zu verhindern, wobei sowohl er, als auch Seregil und Alec dabei eine wichtige Rolle einzunehmen haben , wenn es nicht schon zu spät ist.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, aber nur soviel. Selten hat die Chemie zwischen zwei Protagonisten so gut gestimmt, wie bei den Beiden!
Es entwickelt sich eine Beziehung zwischen ihnen, die jedoch nie gekünstelt oder seltsam rüberkommt. Die Möglichkeit einer homosexuellen Partnerschaft in dieser Welt scheint fast schon normal zu sein.
Äußerst postiv empfand ich auch, dass Lynn Flewelling nicht nur um ihre beiden Haupcharas herumschreibt und alles aus ihrer Sicht beschreibt, sondern das ein größere Teile der Handlung, vorallem in der zweiten Hälfte des Buches von den Nebencharakteren getragen werden, die ja eigentlich keine Nebencharas mehr sind. Viele Szenen sind sehr bildlich dargestellt und ich hatte keinerlei Probleme die Handlungen und Orte in meinem Kopf wiederzuerwecken.