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Der Gott der Alpträume: Roman
 
 
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Der Gott der Alpträume: Roman [Taschenbuch]

Paula Fox , Susanne Röckel
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423138599
  • ISBN-13: 978-3423138598
  • Originaltitel: The God of Nightmares
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 359.332 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Paula Fox
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Und wie immer bei Paula Fox, dieser großartigen US-Autorin, fragt man sich auch: Wie kann eine Geschichte von solcher Einfachheit sein und zugleich von so ungeheurer Wucht?«
Brigitte, Taschenbuch-Extra 02.06.2010

Kurzbeschreibung

Im Jahre 1941, kurz nachdem ihr Vater, der die Familie schon vor langer Zeit verlassen hat, gestorben ist, verläßt Helen Bynum zum ersten Mal ihren kleinen Heimatort im Staat New York und reist nach New Orleans. Sie sucht und findet ihre Tante Lulu, die Schwester ihrer Mutter, die Lulu zu sich holen will. Aber Lulu, eine alternde, alkoholabhängige Schauspielerin, die von dem jungen Len versorgt wird, denkt nicht daran, New Orleans zu verlassen. Helen ist erst dreiundzwanzig, und voller Staunen, Liebe und Verwunderung; überrascht, manchmal auch schockiert oder ängstlich beobachtet sie das Leben in New Orleans und vor allem in den Bohemien-Kreisen, in die sie gerät. Natürlich stößt sie auf den Rassenkonflikt und von fernher klingen die Ereignisse in Nazi-Deutschland an, der Kriegseintritt der Amerikaner. Aber im Mittelpunkt stehen die Menschen, die Helen begegnen und die sie zu lieben, manchmal zu fürchten beginnt, und die Lektionen der Leidenschaft und des Schmerzes, die sie lernt. Sie verläßt New Orleans am Ende als frisch verheiratete, junge Frau. Jahrzehnte später, 1967, muß sie sich all ihre Erlebnisse und Entscheidungen von damals noch einmal, in einem anderen Licht, vor Augen führen. Helen ist die unschuldigste, offenste Figur, die Paula Fox beschrieben hat, und "Der Gott der Alpträume" ist ihr zärtlichster, vielleicht auch ihr spannendster Roman, ein elegant geschriebenes, atemberaubendes Buch ist er ohnehin. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Helen wächst in Poughkeepsie mit ihrer Mutter auf, die beiden vermieten Sommerhäuser an Touristen. Jetzt, nach dem Tod des Vaters, schickt die Mutter ihre Tochter nach New Orleans. Angeblich, um die Schwester Lulu zu überreden, ebenfalls nach Poughkeepsie zu ziehen.

Doch Lulu hat nicht die geringste Lust aus dem Quarter, dem Boheme-Viertel New Orleans in die Provinz des Staates New York zu ziehen. Helen findet in New Orleans eine Stelle, ein Zimmer bei einem Künstlerehepaar und erlebt voll Staunen die ihr fremde Welt der Boheme des Südens. Lulu, die säuft, ihr Freund Lem, der sie magisch anzieht und Nina, die ihre beste Freundin wird. Nicht zu vergessen Claude, der aus bester Südstaaten-Familie kommt und schwul ist. Doch darüber redet man nicht, nicht mal in der Boheme konnte das damals direkt angesprochen werden. Überhaupt gibt es auch dort vieles, was besser unausgesprochen bleibt. Selbst der Ausbruch des zweiten Weltkriegs scheint sich hinter den Kulissen abzuspielen.

Paula Fox ist eine Meisterin der Beschreibung, der Andeutung, kann die alltäglichsten Szenen schildern und lässt gleichzeitig ahnen, was dahinter schwelt. Auch in diesem Buch zeigt sie ihre Meisterschaft. Sie zieht die Leser in den Roman hinein, nicht wie in einen Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, eher wie ein Stilleben, das bei jedem Betrachten immer neue Aspekte und unerwartete Einblicke zeigt. Fox schreibt Bücher, die langsam gelesen werden wollen.

Leider stehen in diesem Band aber auch viele Szenen, in denen ihre sonst so sichere Hand für Beschreibungen versagt. Da liest man plötzlich Metaphern, die nur hingeschrieben scheinen, um den Leser zu blenden, Beschreibungen, die so gar nichts zur Stimmung beitragen, L'art pour l'art, höchst ungewöhnlich für die sonst so geniale Autorin.

Auch der Schluss, der in den Sechziger Jahren spielt, misslingt ihr zur Farce. So hinterlässt der Roman zwiespältige Gefühle. Wer Paula Fox kennen lernen möchte - und das lohnt sich unbedingt! -, sollte jedenfalls mit einem anderen Roman von ihr beginnen, vielleicht "Luisa" oder dem Essayband "Der kälteste Winter".

(C) Hans Peter Roentgen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit dem zuerst 1990 in den USA erschienenen Roman Der Gott der Alpträume" setzt der C.H. Beck Verlag seine Serie der Veröffentlichung der Romane von Paula Fox fort.

Der Roman spielt 1941 in New Orleans. Die Atmosphäre ist geprägt vom Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg und man spürt auf jeder Seite, daß man sich im Süden der USA befindet. Es geht neben der Haupthandlung immer wieder um den offenen Rassismus der Gesellschaft und auch antisemitische Vorgänge bleiben nicht auf Europa beschränkt.

Helen Bynum hat, nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, fast ihr ganzes Leben in Poughkeepsie, einem kleinen Dorf im Osten der USA mit ihrer Mutter gelebt. Sie leben von der Vermietung von Blockhäusern an Feriengäste mehr schlecht als recht. Helen hält dieses Leben im Schatten ihrer Mutter für selbstverständlich, übernimmt auch vieles von ihr, bis zu dem Tag, als sie die Nachricht erhalten, daß der Mann, der sie beide vor zwei Jahrzehnten verlassen hatte, gestorben ist. Die Mutter trauert, hatte sie doch nie die Hoffnung verloren, daß ihr Mann zurückkommen würde. Helen berührt der Tod des Vaters weniger und ist regelrecht erleichtert, als ihre Mutter sie bittet, nach Orleans zu fahren, um deren Schwester Lulu, die dort lebt zu bitten, zu ihr nach Hause zu komme und mit ihr die Blockhäuser zu verwalten.

Ein Ansinnen, das sie exaltierte Lulu, als Helen es ihr endlich vorträgt natürlich entrüstet und doch erheitert von sich weist. Bei ihrer Tante Lulu, die schwer dem Alkohol verfallen ist, lernt Helen den jungen Juden Len kennen, und beide verlieben sich.

Paula Fox erzählt mit einer leichten, lockeren und dennoch sehr poetischen und zärtlichen Sprache die Geschichte einer jungen Frau auf dem Hintergrund der verschiedenen Szenen des New Orleans am Vorabend eines Weltkrieges, der gerade die USA nicht unverändert gelassen hat. Paula Fox beschreibt auf wunderbare Weise, wie ihre Protagonistin, zart und zerbrechlich zunächst, die Welt kennenlernt, auch die Welt der Musik und Kunst und wie sie sich so immer weiter von ihrer dominierenden Mutter entfernt und schließlich ein eigenes Leben aufbaut und eine Familie gründet.

Eine absolut empfehlenswerte Lektüre.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nüchtern 17. Oktober 2007
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Helen Bynum ist "der Talisman, der garantieren soll, dass der Vater eines Tages zurückkehrt". In der Nähe von Poughkeepsie lebt Helen mit ihrer Mutter, die die Hoffnung auf die Rückkehr des Vaters bis zu dessen Tod nicht aufgibt. Doch Helen wird nach New Orleans aufbrechen, die Tante und Schauspielerin Lulu aufsuchen, um sie zu überreden, mit ihr nachhause zu kommen. Von der Welt aus Kunst und Intellekt gefesselt, wird sie bleiben, im "Quarter" Wohnung beziehen, einen jungen Mann kennen lernen und sich verlieben, wird erstmals in Kontakt mit Schwarzen und Juden kommen und einen Job als Verkäuferin für Damenbekleidung finden.

Es herrscht Krieg, doch niemand spricht darüber, Hitler wütet in Europa, auch darüber spricht man nicht. Rassenunterschiede werden mutig gestreift, doch der Widerstand nicht zu Ende geführt, die Zeit war vielleicht noch nicht reif. Getrunken wird massenhaft, man lebt im ausgedienten Ballsaal, frönt der Überheblichkeit, der Herrschsucht und bleibt dennoch hilflos - gezeichnet am Beispiel der Tante Lulu. Der Mord an einem Freund wird schlussendlich die Bremse ziehen.

Sind die Charaktere auch sehr gut dargestellt, empfinde ich es beinahe unmöglich, Zugang zu ihnen zu finden, Sympathien zu entwickeln, Sinn in ihren Machenschaften zu entdecken oder ihrem Zeitvertreib etwas abzugewinnen. Manche Passagen - wie die Freundschaft Helens zu Nina Weir - sind sehr fein gezeichnet und wollen aufgesogen werden, während der größere Teil doch strikt und nüchtern bleibt - wie Bohemienkreise, die der Bürgerlichkeit wohl auch den Rücken kehren. Erleichterung brachte für mich der zweite Teil - 1967 - und Schluss, denn der zeigt die Protagonisten - sofern sie noch am Leben sind - von einer erwachten und überaus menschlichen Seite.
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