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Der Golem [Sondereinband]

Gustav Meyrink , Hugo Steiner-Prag
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

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Zusammen mit Hanns Heinz Ewers und Karl Hans Strobl bildete Gustav Meyrink zur Zeit der Weimarer Republik das berühmte "Dreigestirn" von Verfassern unheimlicher Fantastik in Deutschland, deren auflagenstarke Bücher man heute "Bestseller" nennen würde. Während Strobls Werk mittlerweile (zu Unrecht) weitgehend vergessen ist und Ewers' Kotau vor dem Nationalsozialismus seine Wiederentdeckung nach dem Zweiten Weltkrieg erschwert hat, erfreuen sich die Geschichten und Romane von Gustav Meyrink eines anhaltenden Interesses.

In Der Golem, einem Schlüsselroman des Expressionismus in Deutschland, träumt ein anonymer Erzähler von allerlei wunderlichen Ereignissen. Athanasius Pernath ist sein Name, er lebt als Gemmenschneider im jüdischen Getto von Prag und wird in zahlreiche Intrigen verwickelt und von Halluzinationen und Wahnvorstellungen heimgesucht. Durch ein Komplott des Trödlers Aaron Wasserturm gerät er unter Mordverdacht, muss ins Gefängnis, wo er dahinsiecht und alle Hoffnung aufgibt, bis er unerwartet entlassen wird und mit ansehen muss, wie das Getto abgerissen wird. Seine Freunde von einst sucht er vergebens, bis er schließlich abstürzt -- und erwacht, um festzustellen, dass er keine Stunde geschlafen hat. Doch können all seine Erlebnisse wirklich nur ein Traum gewesen sein? Pernaths Spurensuche liefert Indizien, die auf das Gegenteil schließen lassen.

Die Vorarbeiten zu Der Golem begann Gustav Meyrink (eigentlich: Meyer) bereits 1907, doch der Roman erschien erst 1913/14, zunächst in Fortsetzungen in der Zeitschrift "Die weißen Blätter", 1915 dann in Buchform. Obwohl der Titel auf die alte jüdische Legende vom aus Ton geschaffenen Menschen anspielt, hat der Roman selbst damit nur am Rande zu tun. Für Meyrink ist der Golem ein Symbol für den Geist des Prager Judengettos, das in seiner anthropomorphen Architektur detailliert und mit expressionistischer Sprachgewalt heraufbeschworen wird. Daneben zeigt das Buch eine Neigung zum Okkultismus, die in späteren Romanen Oberhand gewinnt -- was den Büchern nicht zum Vorteil gereicht. Der Golem ist bis heute Meyrinks bekanntester Roman geblieben -- verdientermaßen. Er erlebte seit seinem Ersterscheinen unzählige Neuausgaben und Auflagen. --Joachim Körber

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Golem
OA 1915 Form Roman Epoche Moderne
Der Golem von Gustav Meyrink zählt zu den wenigen Meisterwerken fantastischer Literatur in deutscher Sprache.
Inhalt: Ein namenloser Erzähler, zu Besuch in Prag, fällt in seinem Hotelzimmer nach der Lektüre eines Buchs über das Leben des Buddha Gotama in einen unruhigen Halbschlaf. Sein schwindendes Bewusstsein entlässt ihn in einen Traum, in dem er sich als der Gemmenschneider Athanasius Pernath im geheimnisvollen Labyrinth des Prager Gettos wiederfindet. In dessen gespenstischer Atmosphäre voller Liebe und Leidenschaften, Intrigen, Hass und Verbrechen, Angst und Grauen begegnet »Pernath« dem Golem, der als Doppelgänger des Menschen erscheint. Seine Begegnungen mit dem Golem gipfeln im Wunsch und in der Hoffnung, ein erlöstes, unsterbliches Ich zu erlangen. Als der Erzähler wieder erwacht, findet er einen verwechselten Hut mit dem Namen Athanasius Pernath. Bei seinen Nachforschungen entdeckt er weitere Spuren des Geträumten in der so genannten Wirklichkeit. Der Schluss, in dem der Erzähler sich selbst, d. h. seinem geträumten Ich als Doppelgänger begegnet, lässt ihn – und mit ihm die Leser – im Ungewissen über den Wirklichkeitscharakter des Erlebten.
Aufbau: Der Roman zehrt stofflich von den weit verbreiteten jüdischen Legenden um den Wunderrabbi Löw aus Prag, der eine Menschenfigur aus Lehm, den Golem, geschaffen und ihn zum Leben erweckt habe. Damit verbindet Meyrink religiöse und mystische Erlösungsmotive verschiedener Herkunft. Literarisch orientiert er sich an Romantikern wie E. T. A. R Hoffmann und Edgar Allan R Poe; man kann seinen Roman als Nachklang der Schauerromantik lesen, aber auch als Vorläufer der modernen Traum- und Angst-Literatur – mit Franz R Kafka und seinem deutsch-jüdischen Umkreis war Meyrink in Prag gut bekannt.
Die Struktur der Handlung ist zunächst antithetisch; der alltäglichen Weltsicht steht eine spirituell-fantastische gegenüber, die sich im Lauf des Geschehens immer stärker durchsetzt, so dass Figuren, Erzähler und letztlich auch der Leser sich schließlich in einer geschlossenen fantastischen Welt wiederfinden.
Wirkung: Der Golem wurde eines der Erfolgsbücher seiner Zeit. Dies liegt gewiss nicht nur an der effektvollen Kombination spektakulärer und rätselhafter Motive oder an der geschickten Balance zwischen »hoher« und »trivialer« Literatur. Unverkennbar war bei den Zeitgenossen von Meyrink, deren gesicherte Ordnung im Ersten Weltkrieg zusammenbrach, ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Heilsbotschaften und Erlösungsversprechen aller Art vorhanden. Der Golem spiegelt insofern sowohl die Brüchigkeit der empirischen Welt wie die Sehnsucht nach einer alternativen Wirklichkeit. Die epochale Brisanz des Golem-Stoffs wurde wenige Zeit nach diesem Roman durch die Filmfassung von Paul Wegener (Der Golem wie er in die Welt kam, 1920) ebenso bekräftigt wie durch die Neuausgabe der zu Grunde liegenden jüdischen Legenden durch Chajim Bloch (Der Prager Golem, 1920). J. V.

Der Verlag über das Buch

Ein Roman, dessen »Gänsehaut erzeugendem Sog man sich bis heute nicht ganz entziehen kann.« Nordwest Zeitung

»Die Legende vom künstlichen Gehilfen aus Lehm, der einst in Prag von Rabbi Loew erschaffen wurde, zählt zu den Klassikern der fantastischen Literatur. Gustav Meyrinks „Der Golem“ hat das Thema aufgearbeitet.« Rhein-Zeitung

»In einer Zeit, in der zahllose Wahrheiten neben- und ineinander existieren, in der die rationale Weltsicht auf tönernen Füßen steht, kann man sich noch besser in die ver- und berückende Welt des Fantastischen einfügen. Sehr empfehlenswert.« bn. bibliotheksnachrichten -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Gustav Meyrink führt uns in die geheimnisvolle, schlupfwinklige, von versteckten Gängen durchzogene und mit rätselhaften Gestalten bevölkerte Welt des Prager Judenviertels. Im Traum durchlebt der Erzähler an diesem Ort das Dasein eines legendären Wunderrabbis. Eine packende Auseinandersetzung mit der alten Frage nach der Identität des Menschen angesichts unbegriffener Kräfte, die Schicksale auf unheimliche Weise austauschbar erscheinen lassen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Meyrink, Gustav (eigtl. Gustav Meyer) dt. Schriftsteller *19.1.1868 Wien, †4.12.1932 Starnberg (Bayern) Der Golem, 1915 Gustav Meyrink bevorzugte in seinem vielfältigen Erzählwerk historische und fantastische Stoffe. Aus seinem Œuvre ragt der Roman Der Golem durch seine Konzeption wie auch durch den überragenden Erfolg heraus. Meyer war der uneheliche Sohn einer Münchner Hofschauspielerin und eines württembergischen Staatsministers. In Prag absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung und wurde Teilhaber eines neu gegründeten Bankhauses. Gleichzeitig war er eine auffällige und umstrittene Erscheinung im Prager Künstlermilieu; er beeindruckte und beeinflusste jüngere Autoren wie Franz R Kafka. Ausgeprägt war sein Interesse an okkulten Ideen und spiritistischen Zirkeln. Nach mehreren Beleidigungsprozessen und einer (ungerechtfertigten) Anklage wegen Unterschlagung musste er Prag verlassen und ging über Wien nach München, wo seine ersten Erzählungen unter dem Künstlernamen Meyrink in der satirischen Zeitschrift Simplicissimus erschienen (Des deutschen Spießers Wunderhorn, 1913). Immer wieder kann es zu Verboten und Prozessen wegen der satirischen Schärfe seiner Kritik an Obrigkeit, Militär, Ärzteschaft und Kirche. Nach dem Ersten Weltkrieg, als spiritistisches Gedankengut Hochkonjunktur hatte, wurde Meyrink mit dem Golem und weiteren Romanen wie Das grüne Gesicht (1916), Der weiße Dominikaner (1921) oder Der Engel vom westlichen Fenster (1927) für einige Zeit zum Erfolgs- und Kultautor. 1927 trat Meyrink, der auch zahlreiche okkulte Schriften herausgab und (aus finanziellen Gründen) die Romane von Charles R Dickens übersetzte, zum Buddhismus über. Biografie: Frans Smit, Gustav Meyrink, 1990
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