Inhalt: Zwei Leben, eine Kindheit: Ricky und Arben wachsen in der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz Kosovo auf. Das Leben im Abseits erleben sie als Normalität, die chaotischen Nachbarn beobachten sie mit liebevoller Neugier. Wie die Welt außerhalb dieses Lebens aussieht, können sie nur erahnen. Und auch wenn die beiden Kinder kaum etwas gemeinsam haben, verbindet sie doch ein Wunsch: eine bessere Zukunft. Auf unterschiedlichen Wegen gelangen schließlich beide nach Deutschland, wo sie einander treffen. Vom Glanz ist jedoch nur die Fremde übriggeblieben. Beqe Cufaj erzählt die anrührend-komische Geschichte dieses seltsamen Paares, das versucht, die Träume nicht aus den Augen zu verlieren. Fazit: Ein toll geschriebenes Buch über ein hoch brisantes Thema, das endlich einmal ohne die übliche Betroffenheitsrhetorik auskommt.
Zum Autor: Beqe Cufaj, 1970 in Decan im Kosovo geboren und in der Provinzhaupstadt Prishtina aufgewachsen, ist Dichter und Publizist. Seit 1995 arbeitet er als Korrespondent für kosovarische Blätter und als ständiger Mitarbeiter im Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Glanz der Fremde" ist sein erster Roman. 2000 veröffentlichte er eine sehr eindrücklich - melancholische Sammlung von Essays über das Leben im zerstörten Kososvo.