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Der Ghost Writer
 
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Der Ghost Writer [Taschenbuch]

Philip Roth , Werner Peterich
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499238624
  • ISBN-13: 978-3499238628
  • Originaltitel: The Ghost Writer
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 140.734 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philip Roth
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Anfänge einer großen Schriftsteller-Karriere In »Der Ghost Writer« lernen wir in den fünfziger Jahren Nathan Zuckerman kennen, einen hoffnungsvollen jungen Autor mit einer Leidenschaft für bedeutende Bücher, der in einem abgelegenen Winkel Neuenglands, als Gast im Haus seines literarischen Idols E. I. Lonoff, die gegensätzlichen Ansprüche von Literatur und Erfahrung entdeckt.

Über den Autor

1997 erhielt Philip Roth für Amerikanisches Idyll den Pulitzerpreis. 1998 wurde ihm im Weißen Haus die National Medal of Arts verliehen, und 2002 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Gold Medal, mit der unter anderem John Dos Passos, William Faulkner und Saul Bellow ausgezeichnet wurden. Er hat zweimal den National Book Award und den National Book Critics Circle Award und dreimal den PEN/Faulkner Award erhalten. 2005 zeichnete die Society of American Historians Verschwörung gegen Amerika als «den bedeutendsten historischen Roman zu einer amerikanischen Thematik im Jahr 2003-2004» aus. Philip Roth hat vor kurzem die beiden prestigereichsten Preise des PEN erhalten: 2006 wurde er mit dem PEN/Nabokov Award «für ein Gesamtwerk von andauernder Originalität und vollendeter Kunstfertigkeit» und 2007 mit dem PEN/Saul Bellow Award for Achievement in American Fiction ausgezeichnet, der einem Schriftsteller verliehen wird, der dank seiner «Leistungen während einer langen Laufbahn den höchsten Rang innerhalb der amerikanischen Literatur einnimmt». Philip Roth ist der einzige lebende amerikanische Autor, dessen Werk in einer umfassenden, maßgeblichen Gesamtausgabe von der Library of America herausgegeben wird. Der letzte der acht Bände soll 2013 erscheinen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von B. Funke
Format:Taschenbuch
Nathan Zuckerman, ein junger angehender Autor, besucht in den 50er Jahren sein Idol, den Autor E.I. Lonoff, verbringt eine Nacht in seinem Haus und erfährt einiges über die Gegensätze zwischen Literatur und dem Leben, das dahintersteckt.

Zuckerman muß schnell erfahren, daß sein Vorbild mit seinem Leben garnicht wirklich klarkommt, eine unzufriedene Frau hat, sich mit dem Schreiben quält und die Gesellschaft von Menschen generell schlecht erträgt. Dabei legt er (Lonoff) eine zermürbende Gleichgültigkeit an den Tag, die er mir lakonischen und sehr abgeklärten Bemerkungen offenbart, die seine Frau in die Verzweiflung treiben.

Zusätzlich ist da noch die undurchsichtige "Praktikantin" Amy, die seine Notizen sortiert und mit im Haus lebt.

Philip Roth ist grandios. Sein Stil ist bestechend präzise und kristallklar, dabei aber nie unnötig verschnörkelt, wenn man manche Sätze aber auch trotzdem mehrfach lesen muß ... naja, "muß" ist zu hart, die Sätze machen einfach Spaß !

Das Buch fängt allerdings erst recht langsam an, auf den ersten 40-50 Seiten passiert fast garnicht, es wird nur in endlosen Rückblenden erzählt - erst später wird die Bedeutung für die gesamte Handlung klarer.

Zuckerman hadert mit seinem Vater, da er eine Story veröffentlichen will, die seine Familie in einem schlechten Licht stehen läßt - insbesonderen in einem schlechten Licht als Juden, die er - so der Vater - als habgierig darstellt, was kurz nach dem Ende der Nazizeit besonderes Gewicht hat. Die generelle Verantwortung der Literatur steht hier zur Diskussion (wird allerdings im Buch nicht wirklich aufgelöst.)

Gleichzeitig hört er (Zuckerman) ein Gespräch zwischen Lonoff und Amy mit, die sich für die angeblich verstorbene Anne Frank hält ... oder ist sie es wirklich ?

Roth wagt sich an große Themen und meistert sie bravurös. Die Judenverfolgung, der Haß auf Juden wird an individuellen Beispielen und einem unerhörtem "Trick", dem Widerauferstehen von Anne Frank und das Nacherzählen ihrer Biographie nach ihrem angeblichen Tod, so hautnah dargestellt, daß es einem mehr als einmal einen kalten Schauer verpaßt, ohne jedoch in Platitüden, Bitterkeit oder 1000x-Gehörtes zu verfallen.

Absolute Empfehlung, dieses Buch ist spitze und übertrifft durch das Wagnis des Themas und der Ausführung noch seinen Roman "Der menschliche Makel" (und ist natürlich um Längen besser als der Langweiler "Das sterbende Tier").
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerhard Mersmann TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Vielleicht ist Philip Roth ja eines der prominentesten Opfer der political correctness. Denn seit Jahren hält die literarische Welt bei den Stockholmer Beratungen zur Vergabe des Literaturnobelpreises den Atem an, um es vielleicht doch noch zu erleben, dass sein Name genannt wird. Bisher war das Hoffen vergeblich, denn statt den Namen dieses aus der amerikanischen Gegenwartsliteratur nicht mehr Wegzudenkenden zu hören, sind es andere, kaum beachtete oder wahrgenommene Autoren aus den Randlagen der alphabetisierten Zivilisation, denen diese Ehrung zuteil wird.

Philip Roth steht vor allem für die Auseinandersetzung einer amerikanischen Generation von Juden, die in den Staaten geboren wurden und einen Konflikt mit ihren immigrierten Vätern auszustehen hatten. Wie niemand sonst stellt er den Zerriss zwischen der alten und neuen Welt dar. In seinem 1979, also vor mehr als dreißig Jahren erschienenen Roman Der Ghost Writer ist der in mehreren Werken auftauchende, fiktive Schriftsteller Nathan Zuckerman in der Rolle des Beobachters wie der des Kombattanten. Zum einen besucht er den von ihm verehrten und bereits erfolgreichen Schriftsteller E. I. Lonoff, der selbstverständlich stellvertretend für die europäische jüdische Immigration steht, zum anderen reminisziert er während dieses Besuches den Dauerkonflikt mit seinem Vater, der ihm vorwirft, der jüdischen Gemeinde mit seinen entblößenden Short Stories zu schaden.

Desillusionierend auf den jungen Autor wirkt die Lebensferne und Steifheit des verehrten Lonoff, der von eiserner Disziplin getrieben und mit wenig Kreativität seine literarischen Werke produziert, der in eingefahrenen, stählernen Bahnen lebt und nicht einmal den Mumm hat, sich mit einer jungen Studentin einzulassen, die den großen Meister ebenso bewundert. Zuckerman hingegen projiziert in das anwesende Mädchen die Existenz der Anne Frank, mit der er sich vermählt, um die in seiner Phantasie stattfindende Auseinandersetzung mit dem Vater zu retten, wenn er sich als Brautstein einen Epitaph des alten jüdischen Europas wählt.

Das Skurrile der langsam und bedächtig fortschreitenden Handlung ist das Innovative, zu dem Roth in starkem Maße beigetragen hat. Übernahme psycho-analytischer Grundmuster in die Textur des Romans vor der Folie dieses jüdischen Vater-Sohn-Konfliktes war zur Zeit der Entstehung des Romans richtungsweisend. Es verstörte die Leserschaft anders als heute, und allein das, die doppelte Verstörung, ist Grund genug, sich das Werk noch einmal vorzunehmen.

In Ghost Writer blitzt bereits das auf, was Philip Roth in vielen nachfolgenden Romanen bis zur Meisterschaft getrieben hat. Es geht um Generations- und Kulturkonflikte, um Triebe und Leidenschaft und die Ramponierung aller Beteiligten, bei denen auch der sublimierteste Intellekt nicht vor der Verletzung schützt.
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Format:Taschenbuch
Die Inhaltsangabe liest sich interessant: Nathan Zuckerman ist ein viel versprechender, talentierter jungen Autor, der eine Leidenschaft für Literatur besitzt und der in Neuengland zu Gast im Haus seines literarischen Vorbilds, des Schriftstellers E. I. Lonoff übernachtet.
Dort lernt er Lonoffs Ehefrau kennen und dessen "Geliebte", eine junge Muse, die sich für Anne Frank hält.
Der Roman ist verwirend geschrieben und enthält zahlreiche Rückblenden.
Aus dem oben genannten Inhalt hätte man ein dichtes Psychogramm verfassen können, mit tiefen Beziehungen und interessanten Dialogen, doch leider ist das nicht der Fall.
Der Roman liest sich harmlos und langweilig.
Nathan kommt dahinter, dass Lonoffs Ehe im Argen liegt, am Schluss verlässt ihn dessen Ehefrau.
Einzig die Nebenhandlung der angeblichen Anne Frank birgt interessanten Stoff, der aber nicht zu Ende gedacht und entwickelt wurde.
Von literarischer Tiefe habe ich leider nichts entdecken können, denn Vieles wirkt bemüht und gewollt, und dient damit weder der Figurenentwicklung noch dem Handlungsverlauf.
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