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Der Gewissenskonflikt: Menschen gehorchen oder Gott treu bleiben?  Ein Zeuge Jehovas berichtet
 
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Der Gewissenskonflikt: Menschen gehorchen oder Gott treu bleiben? Ein Zeuge Jehovas berichtet [Gebundene Ausgabe]

Raymond Franz , Josef Zygmunt , Herbert Raab , Ausstieg e.V. , Helmut Lasarcyk
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 431 Seiten
  • Verlag: Bruderdienst Missionsverlag; Auflage: 4., Aufl. (Januar 2007)
  • ISBN-10: 3000200533
  • ISBN-13: 978-3000200533
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 252.613 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu den zentralen Elementen der Glaubenslehre der Zeugen Jehovas zählt die Annahme, "Jehova" Gott habe im Jahre 1914 mit ihrer Religionsgemeinschaft eine irdische Organisation installiert, die auf der Erde seine himmlische Regierung vertritt. Diese Organisation wird von einer leitenden Körperschaft geführt, deren Mitglieder in ihrer Mehrheit angeblich vom Heiligen Geist gesalbte Männern sein sollen. Deren Aufgabe ist neben dem Bibelstudium die Verwaltung der weltweiten Religionsorganisation und die Steuerung des zugehörigen Verlagsimperiums, über das die Versorgung der inzwischen über sechs Millionen Zeugen Jehovas mit "erquickender und wohlschmeckender geistigen Speise zur rechten Zeit" erfolgt. Die Annahme dieser Glaubenslehre ist für alle Zeugen Jehovas verbindlich. Wer offen Zweifel bekundet, riskiert als "Abtrünniger" den einen sozialen Verachtungstod gleichkommenden Ausschluß aus der Sekte.

Das Gremium der leitenden Körperschaft, das sich als Mittler zwischen Gott und der Menschheit sieht, umgibt ein gewisses Geheimnis. Nachrichten aus ihren nichtöffentlichen Sitzungen dringen nur gefiltert durch die Sektenzeitschriften "Wachtturm" und "Erwachet" in die Öffentlichkeit. Über viele Jahrzehnte hinweg ist es ihr erfolgreich gelungen, den Anschein zu erwecken, nicht Menschen leiteten die Religionsorganisation, sondern "Jehova" Gott persönlich.

Erstmals Transparenz in das Innere der leitenden Körperschaft verschaffte der persönliche Erfahrungsbericht von Raymond Franz, der ihr von 1971 bis 1980 angehörte, einer Phase, in der die Organisation entscheidende Veränderungen erfuhr. Die dem Rezensenten vorliegende Fassung ist die 2006 veröffentlichte vierte, aktualisierte Auflage. Franz schildert darin seinen Werdegang in der Organisation von früher Jugend an. Als Missionar war Raymond Franz in Lateinamerika tätig, bevor er in die Sektenzentrale nach Brooklyn versetzt wurde, wo er bald in die leitende Körperschaft aufstieg. Im Laufe der Jahre geriet er aber in einen zunehmenden Gewissenskonflikt mit den absurden Lehren. In einer inquisitorischen Säuberungsaktion zwang ihn das Gremium 1980 zum Rücktritt, und kurze Zeit später wurde ihm unter fadenscheinigen Vorwänden die Gemeinschaft entzogen.

Anhand der sekteneigenen Quellen belegt er - oft in Form faksimilierter Ausschnitte aus der Originalliteratur -, wie die leitende Körperschaft im Laufe der Zeit ihre Lehren und Prophezeiungen der aktuellen Entwicklung nachlaufend angepasst hat. Dabei kann der Rezensent sich kaum des Eindrucks erwehren, daß es keinen besseren Weg gibt, die Sekte zu beleidigen, als aus ihren eigenen Schriften zu zitieren.

Erstmals erhalten Außenstehende einen tiefen Einblick in die bislang verborgenen Entscheidungsprozesse der leitenden Körperschaft und erfahren, wie umstritten zahlreiche verbindliche und zentrale Lehren der Religionsgemeinschaft innerhalb ihres eigenen Führungsgremiums waren. Franz' Bericht entfaltet eine entzaubernde Wirkung auf ihren anmaßenden Anspruch, Gottes eigenes Instrument zu sein.

Ausführlich geht Franz auf den 1975-Hype ein, die immer wieder überholte Generationen-Lehre oder das auf falschen Voraussetzunge beruhende Kern-Datum "1914".

Aussteigerberichte sind problematisch, wenn sie von Überläufern verfasst werden, die sich damit ihren neuen Herrn andienen wollen. Günther Pape beispielsweise konvertierte nach seinem Abgang von den Zeugen Jehovas zur katholischen Kirche und verfasste in ihrem Sinne seinen reißerischen Erfahrungsbericht. Daher lassen solche Darstellungen schnell Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit aufkommen. Raymond Franz fällt nicht in diese Kategorie, was sich auch im Stil seines Berichtes wohltuend niederschlägt. Ohne polemische Zuspitzungen, frei von Häme, Haß und Bitterkeit wirft er - um im Jargon der Sekte zu bleiben - ein "helleres Licht" auf die oberste Führungsebene einer Religionsorganisation, die wie kaum eine andere umfassende Kontrolle und Leitung über ihre Mitglieder beansprucht, fast bis zur Totalität. Hiernach ist kein Platz mehr für den Mythos von Gottes "treuen und verständigen Sklaven" in Brooklyn; die Mitglieder der leitenden Körperschaft stehen nackt da wie der Kaiser ohne Kleider.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der ernsthaft glaubt, dass die Leitende Körperschaft Gottes Mitteilungskanal ist und sich dieser der Wachtturm-Gesellschaft bedient! Wer innerhalb einer Religionsgemeinschaft zufrieden und glücklich zu sein scheint, der wird niemals ein solches Buch zur Hand nehmen. Wer jedoch der Realität ins Auge blickt und den Anspruch und die Wirklichkeit überprüft, dem kommen früher oder später Zweifel. Der Titel "Der Gewissenskonflikt" ist sehr gut gewählt. Raymond Franz war 9 Jahre lang Mitglied der leitenden Körperschaft, dem Führungsgremium der Zeugen Jehovas. In dieser Funktion hatte er Einblicke, die vorher nur Mitglieder der Leitenden Körperschaft hatten und die bisher nie an die Öffentlichkeit gelangt sind. Dieser Mann ist kein Polemiker, er verunglimpft seine Brüder nicht oder unterstellt ihnen im Nachhinein etwas schlechts. Viel mehr liebt dieser Mann einfach nur Gott und die Menschen, die er während seiner Zeit als aktiver Zeuge Jehovas kennengelernt hat. Seine Argumentation ist nicht nur stichhaltig, sondern sie belegt die Kälte dieser Organisation, dem die Einzelschicksale absolut gleichgültig sind. Von Nächstenliebe keine Spur.

Nach diesem Buch ist nichts mehr, wie es einmal war. Aber dafür kann man Raymond von ganzem Herzen dankbar sein. Ich wünschte mir das alle Zeugen Jehovas dieses Buch zur Hand nehmen, darin lesen. Und wenn Sie das erste Mal einen Heulkrampf bekommen, dann seien Sie darüber nicht traurig. So ging es jedem, der diese Organisation verlassen hat oder verlassen musste. Nach dem Lesen des Buches geht es Ihnen deutlich besser.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andalexba
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Autor legt in diesem Buch sehr gut seine Entwicklung und sein Gewissenskonflikte dar. Es ist vor allem für Aussteiger bei den JZ sehr zu empfehlen, das sie die Tiefe des Betruges realisieren, der an Ihnen begangen wurde. Es ist ein Zeugnis für unseren HERRN und Heiland Jesus Christus, was Raymond Franz berichtet. Es ist ein guter Einblick in die teuflischen Strukturen dieser Sekte. Ich mag auch die Qualität dieses gebundenen Buches - es eignet sich sehr gut als Geschenk für einen Aussteigewilligen oder an seiner Sekte zweifelnden JZ.
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