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Der Gesellschaftsvertrag: Oder Prinzipien des Staatsrechts
 
 
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Der Gesellschaftsvertrag: Oder Prinzipien des Staatsrechts [Gebundene Ausgabe]

Jean-Jacques Rousseau , Ulrich Bossier
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Text, der die Welt veränderte In diesem Werk, das Rousseau weltberühmt machte, spiegelt sich der Geist der Aufklärung und die geistige Wegbereitung der Französischen Revolution. Für das geschichtliche Verständnis ist der Texte ebenso grundlegEND wie für die Betrachtung moderner Demokratien. "Sobald der Dienst am Staat aufhört, die hauptsächlichste Angelegenheit der Bürger zu sein, und diese vorziehen, mit der Geldbörse statt mit ihrer Person zu dienen, ist der Staat seinem Zerfall schon nahe." Mit einem Vorwort von Horst Günther -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Der Philosoph und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau (1712- 1778) ist einer der wichtigsten französischen Aufklärer des 18. Jahrhunderts. Er gilt als einer der ideellen Wegbereiter der Französischen Revolution und als einer der bedeutendsten Pädagogen der Neuzeit. Seine erziehungs- und demokratietheoretischen Gedanken übten einen großen Einfluss auf Kant, Fichte, Goethe, Schiller, Pestalozzi und Marx aus, um nur einige zu nennen.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor des vorliegenden Buches ist der Philosoph und Schriftsteller Jean -Jacques Rousseau (1712- 1778) Dieser Philosoph war einer der wichtigsten Aufklärer des 18. Jahrhunderts, der ideelle Wegbereiter der französischen Revolution und einer der bedeutendsten Pädagogen der Neuzeit.

Der Philosoph zeichnet zunächst das Bild eines Naturzustandes. Im Gegensatz zu Hobbes " Kampf aller gegen alle " kommt seine Schilderung einem geradezu paradiesischen Zustand nahe. Er herrscht allgemeine Gesundheit, denn die Natur tilgt das Schwache von selbst aus.
Es dominieren die einfachen Tugenden, die Geschlechtsbeziehungen sind rein animalisch und unkompliziert. Die Menschen sind isoliert, unabhängig, niemanden untertan, ohne Industrie, Sprache, ohne Nachdenken.
Dieser Naturzustand ist ein gedankliches Konstrukt zur Beurteilung gegenwärtiger Zustände und Entwicklungstendenzen.
Rousseaus politische Philosophie ist insofern im Kern sowohl Zeitkritik als auch Entwurf einer möglichen besseren, weil vernünftigeren Verfassung der menschlichen Gemeinschaften.
Wie kam es zur Beendigung des idealen Zustandes? Krieg und Mord entstand, nachdem der Grund und Boden erst einmal aufgeteilt war. Herrschaft, Knechtschaft, Gewalttätigkeiten und Räubereien nahmen ihren Anfang. Die Menschen begannen habgierig, ehrgeizig und boshaft zu werden.
Ein Zustand, der auf Krieg und Mord hinauslief, konnte nicht von Dauer sein.
Da kam " der Reiche " auf den Gedanken sich zu vereinigen, um die Schwachen vor Unterdrückung zu behüten, die Ehrgeizigen in Zaum zu halten und jedem den Besitz zu gewährleisten, der ihm zusteht. So entstand ein Staat und Gesetze, die dem Schwachen neue Fesseln anlegte und den Reichen die Möglichkeit gaben, die Ungleichheit zu verewigen und zwar indem die zunächst als gesetzlich begründete Herrschaft wenig später in eine willkürliche ausartete.
Die Entstehung des Eigentums war demnach das erste Unheil: sie schuf Reiche und Arme. Das nächste Unheil war die Einsetzung einer Obrigkeit: sie schuf Herrschende und Beherrschte. Das dritte Unheil war die Ausartung der Macht: sie schuf Herren und Sklaven, welchen als einzige Pflicht der Gehorsam blieb.

Gab es aus diesem Zustand einen Ausweg?

Rousseau wollte mit seinem " Gesellschaftsvertrag " ( " Contrat social ") einen Ausweg aufzeigen.

" Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten " liest man zu Anfang des Buches. Es muss trotzdem möglich sein, eine Verfassung herzustellen, in welcher die natürliche und unveräußerliche Freiheit in Einklang gebracht ist mit dem Maß der Gewalt, welches vom Wesen staatlicher Ordnung nicht hinweg zu denken ist. Niemals kann Recht durch Macht allein gebildet werden. Die Grundlage von rechtmäßiger Herrschaft ist der Konsens, so Rousseau.

Diese Übereinkunft ist der " Gesellschaftsvertrag ". Jeder Genosse gibt sich selbst und alles, was er vermag, als Gemeingut unter die oberste Leitung des gemeinsamen Willens.
Hierdurch entsteht als öffentliche Person eine seelische Gesamtkörperschaft, das Volk. Dieses Volk ist der einzige Träger der Souveränität.
Durch Abstimmung wird der Willen dieses Souveräns ermittelt. Der beständige Wille aller Staatsglieder ist der Gemeinwille, durch ihn sind sie Bürger und sind frei. Aus der Berechnung der Stimmen ergibt sich die Feststellung des Gemeinwillens.

Die Wirkung des Werkes, das hier nur kurz skizziert werden kann, war sehr groß. Die Welt verdankt Rousseau die Garantie der Grundrechte und den Anstoß zu " Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ", die von der UNO 1948 erlassen wurden.

Lesenswert!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
"Denn was Geist schuf ist vom Sande nicht".
(Lord Byron)

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) war Genfer Philosoph und Pädagoge. Seine Werke "Emile", "Der Gesellschaftsvertrag" und auch die an Augustinus angelehnten Confessiones sind sein Vermächtnis. Hiermit und insbesondere mit der Art der neuen Gesellschaft in Folge von Hobbes hat er maßgeblich die Französische Revolution beeinflusst. Was niemanden gelang, nämlich Kant dem Uhrwerk seines Tages zu entlocken, gelang einzig Rousseau. Einmal im Leben hatte Kant seinen obligatorischen Abendspaziergang ausfallen lassen: Er las den "Emile".

Wenn freie und gleiche Individuen in Vernunft übereinstimmen, können daraus Konzepte entstehen, die in Vertragstheorien relevant werden. Rousseau hat versucht, eine Theorie auf den Status einer möglichst übereinstimmenden, allgemeine Anerkennung und Zustimmung erhaltenden Grundfeste zu stellen, die dann von normativer Gültigkeit werden konnte. Auf die auf Gottes Willen rekursiven Rechtfertigungen wollte er verzichten und eine Weltsicht aufbauen, die der Wissenschaft, der sozialen Ordnung und den kulturellen Bedürfnissen diente und letztendlich den Menschen in einer neuerschaffenen geistigen Welt. Hier sollen Welt- und Selbstverhältnisse einvernehmlich geregelte Grundlage des Miteinander seins. Freiwillige Selbstbeschränkung zum Wohle aller steht seit Hobbes im Zentrum der Überlegungen. Den Menschen im reinen Naturzustand zu belassen ohne institutionelle Ordnungs- und Sicherheitsleistungen, wäre für ihn unerträglich. Auch wenn der Zuruf: "retour á la nature" anderes verheißen mag, ist doch deutlich zu erwähnen, dass Rousseau nicht gehen, sondern sehen (sic!) meinte, und damit die Höherentwicklung deutlich machte. Und aus dem Spektrum des Gewesenen eine Tradition in Innovation als Staatsrecht zu verwandeln, ist bis heute maßgebliche Richtung in Denken und Handeln. Die Überzeugung, Gleichheit und Freiheit in den Wertekanon zu übernehmen, setzt unter dem Primat der Gleichheit eine Freiheit voraus, die ohne Vorbehalt sich der absoluten Macht des Staates über seine Bürger unterordnet. Und doch muss sichergestellt sein, dass diese absolute Macht des Staates sich der Zustimmung seiner Bürger sicher ist. Der allgemeine Wille (volonte generale) muss damit zum privaten Willen kongruent sein.

Im Zentrum von Rousseaus Ideen steht ein Freiheitsverständnis, welches Freiheit als Wesensbestimmung des Menschen definiert. Freiheit dient der Rechtfertigung, Freiheit ist die Grundlage der politischen Ordnung und Freiheit ist unveräußerlich. Für Rousseau ist Freiheit mehr als Handlungsfreiheit, sie definiert Anspruch auf materielle Selbstbestimmung, auf Selbstherrschaft. Voraussetzung ist, dass alle Bürger gleichermaßen die Macht besitzen und einmütig sich selbst die Gesetze geben. So wird die 'volonte generale' immer zum Willen jedes einzelnen. Damit ist legitime Herrschaft vollständige Demokratie, unfehlbar und absolut, wohl wissend, dass die Tugend der Teilnehmer über die Qualität des Vertragswerks bestimmt. Rousseau oszilliert so zwischen der natürlichen Freiheit und der Gleichheit in der Gemeinschaft, die nicht mehr bedeutet, als die Auslöschung des Selbst.

Rousseaus Gesellschaftsvertrag bietet eine konstruktive Philosophie, die sich mit Aussicht auf Zukunft einer Entwicklungsdynamik anpasst. Diese Philosophie stellt die vorhergehende republikanische Vormoderne in den Widerstreit gegen die liberal-kapitalistische und wird so in sich wieder modern.

"Der Mensch wird frei geboren, und überall ist er in Fesseln." So der Einstieg in ein vier Bücher (Kapitel) umfassendes Werk mit diversen Unterpunkten. Staat und Familie, ihre Rechte und Pflichten gelten als Aufbruch einer Vernunftsreise durch menschliche Vertragslogik, die am Ende des vierten Buches trotz angekündigtem Verzicht auf die Vergewisserung Gottes in den Fragen des Lebens nicht auf eine bürgerliche Religion verzichten kann. Denn - und da sind die ursprünglichen Befindlichkeiten des Urmenschen wieder im Spiel - ist festzuhalten, dass "[a]lles, was die gesellschaftliche Einheit zerreißt, [ist] wertlos ist; alle Einrichtungen, die den Menschen mit sich selbst in Widerspruch setzen, sind wertlos". Interessant und sicher Anlass zu verfolgen, ist Rousseaus Ansicht, dass eine mögliche Vollkommenheit eine Gesellschaft bzgl. Verbindung und Zusammenhang untereinander zerstören würde. Diesen Gedanken auf die Gesellschaft des christlichen Abendlandes anzuwenden, hieße eben doch, dass die Vollkommenheit in diesem Sinne nicht von dieser Welt sein kann. So verbleibt Rousseaus Kritik, dass das Christentum nicht wie die Gesellschaft, Sklaven schafft und schon kennen wir den Einstieg Nietzsches in seine Philosophie des Antichristen.

Rousseaus Botschaft zur Freiheit heißt, auf sie zu verzichten ist Verzicht auf sein Menschenrecht, selbst Verzicht auf die Pflichten und heißt eben auch, seinen Handlungen allen sittlichen Wert zu nehmen. Und wer auf alles verzichtet, dem steht auch keine Entschädigung zu. Wie dem Leser Rousseaus mag auch dem Leser von Rezensionen Rousseaus Aperçu gelten, "dass [er] nicht über die Kunst verfüge, für jene verständlich zu schreiben [...], denen es an Aufmerksamkeit fehle"

Mit einem "Diskurs über die Ungleichheit" stimmt Norbert Bolz gerade ein in einen Anti-Rousseau. Beide Werke (Rousseau, Bolz) verdienen hohe Beachtung, jeweils aus dem Blickwinkel ihrer Zeit.
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Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich will hier nicht wie andere wissenschaftliche Kritiken schreiben und werde mich auch als Anfänger im Philosophiestudium davor hüten.Zum Inhalt ist ja auch schon viel gesagt worden und den kann auch jeder selber lesen und beurteilen.Es heißt zwar Der Gesellschaftvertrag und nicht Vom Gesellschaftsvertrag wie es ,wenn man das aus dem Französischen übersetzt heißen müsste, aber das stört mich nicht.Jetzt mal etwas anderes.Das layout ist schon einmal sehr ansprechend.Rousseau lächelt seinen Leserinnen sehr einnehmend entgegen und er hat einen gewissen Schalk in den Augen,welches dazu motiviert, das Buch aufzuschlagen.Die Seiten sind aus festem Leinenpapier und nicht aus diesem dünnen Flatterpapapier,bei dem man Angst haben muss etwas zu unterstreichen oder gar etwas auszuradieren.Dieses Papier hat eine feste Leinenqualität,wenn es Leinen ist und erinnert stark an meine alten Kinder -und Jugendbücher.Außerdem gibt das Material zunächst einen fremden, dann aber einen sehr angenehmen Büchergeruch von sich, wie er einem auch in Bibliotheken entgegen kommt. Ich liebe diesen Geruch!!Dann liest man den Text und er ist selbst für Anfänger der Philosophie ( 1.Semester) sehr verständlich.Da hat Herr Dr. Ulrich Bossier den Text wirklich gut übersetzt.Ich kenne jetzt allerdings auch keine anderen Übersetzungen, die vllt besser sind.Diese ist jedenfalls sehr verständlich.Außerdem befinden sich hinten im Buch noch Anmerkungen.Nicht so ausführlich wie in den zweisprachigen Reclamausgaben, aber dennoch sehr hilfreich.Für den Anfang reicht mir das.Der Sprachstil von Rousseau ist fesselnd und mitreißend und man hat das Gefühl als wenn er vor einem sitzt und einem seine Theorie mit Feuer darlegt.Einfach genial.Es ist somit auch sehr angenehm das Buch zu lesen.Habe an einem Mittag ,so ab 15 Uhr bis abends um 19Uhr immerhin die ersten zwei Bücher geschafft und das sind immerhin 90 Seiten.Der Druck ist auch schön groß, aber nicht zu groß,so dass das Lesen auch nicht zu schnell ermüdet.Und wenn man dann wieder das Buch zuschlägt, dann lächelt mir wieder Rousseau entegegen.
Für den Preis von 5 Euro, dieses layout,die sehr gute Papierqualität, die das Anstreichen mit Bleistift und das Radieren aushält und dann das Paier,das auch sehr weich ist und mit der Zeit unter den Händen sehr schön warm wird,dann noch die gute Übersetzung mit den Anmerkungen, da kann man doch nicht meckern.Das Buch wurde auch innerhalb von 48 Stunden geliefert und hat einen festen Einband.Der Gesellschaftsvertrag: Oder Prinzipien des Staatsrechts
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