Dieser Film ist ein Roadmovie. Ein Mann sitzt im Auto, fährt durch Teheran und das angrenzende Gebirge, ist auf der Suche nach einem Helfer, der am folgenden Tag seine Leiche begraben soll, nachdem er selbst seinem Leben ein Ende gesetzt hat. Es bleibt dabei völlig offen, welche Motive den Hauptdarsteller in den Selbstmord treiben. Gezeigt werden nur die Dialoge und die Interaktion mit seinen potentiellen Helfern, die in starkem sozialen Kontrast zum Selbstmordkandidaten stehen. Dadurch bekommt der teilweise fast reportagenhaft wirkende Film einen etwas sozialkritischen Einschlag: Armut und/oder Arbeitslosigkeit bestimmen das Leben der Menschen, die der Hauptakteur auf dem Weg zu seinem Grab durch die Fensterscheibe seines Autos betrachtet, oder anspricht, ihm zu helfen. Die Ausweg- und Trostlosigkeit erscheint wie eine filmische Reflexion über die Lage in der Islamischen Republik Iran, die den Gebildeten, gut Ausgebildeten und Intellektuellen keine Heimat und keine (Lebens-)Perspektive mehr bietet. Sehenswert.