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Der Geschmack von Apfelkernen


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Produktinformation

  • Darsteller: Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Marie Bäumer, Meret Becker, Hildegard Schmahl
  • Regisseur(e): Vivian Naefe
  • Komponist: Sebastian Pille
  • Künstler: Barbara Weitershausen, Rochus Hahn, Jörg Kuhlmann, Bernd Krause, Jörg Krieger, An Dorthe Braker, Jeanette Latzelsberger, Dr. Wilfried Ackermann, Uschi Reich, Thomas Freudenthal, Martin Langer, Gabriela Reumer
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 10. April 2014
  • Produktionsjahr: 2013
  • Spieldauer: 116 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00FFT5NTE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.138 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Die 28jährige Iris weiß nicht, ob sie das Erbe ihrer Großmutter, das Haus der Familie, annehmen soll. Um sich Klarheit zu verschaffen, bleibt sie zunächst eine Woche, streift durch die mit Erinnerungen geprägten Zimmer und den verzauberten Garten, wird mit der manchmal schmerzvollen Vergangenheit und verdrängten Traumata konfrontiert, durchlebt Stationen ihrer Kindheit und trifft einen alten Freund wieder. Am Ende ist sie bereit für einen Neuanfang.

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Die 28-jährige Iris kehrt zur Beerdigung ihrer Großmutter Bertha ins norddeutsche Bootshaven zurück, wo sie als Mädchen mit ihrer zwei Jahre älteren Cousine Rosemarie, ihrer Mutter und ihren Tanten jedes Jahr die Sommerferien verbracht hat. Zu ihrer Überraschung hat Bertha ihr das Haus vermacht, denn Iris soll leisten, was Bertha nicht mehr konnte: sich erinnern. Nach vielen Jahren steht Iris nun also wieder im alten Haus der Großmutter, streift durch die Zimmer und den Garten, in dem die Johannisbeeren einst über Nacht weiß wurden, als Berthas Schwester Anna mit 16 Jahren an einer Lungenentzündung starb. Noch einmal durchlebt Iris in ihrer Erinnerung die wilden Spiele mit Rosemarie und deren Freundin Mira und ist sich schließlich gar nicht mehr sicher, ob sie das Erbe wirklich antreten will. Nicht nur gute Erinnerungen werden wach. Da ist die Nacht, in der Rosemarie den schrecklichen Unfall hatte. Was machte sie auf dem Dach des Wintergartens? Was wollte sie Iris noch sagen? Iris erkennt, dass Erinnern auch nur eine Form des Vergessens ist. Aber ist sie bereits einen Neuanfang zu wagen?

Vivian Naefe liefert mit der Der Geschmack von Apfelkernen eine solide, prominent besetzte Literaturverfilmung ab, die der gleichnamigen Romanvorlage von Katherina Hagena zwar nicht ganz gerecht wird, aber dennoch zu überzeugen weiß. Hannah Herzsprung (Weißensee) als Iris ist wie immer eine Klasse für sich, aber fast zu schön für die im Buch als graue Maus geschilderte junge Frau, die ihren Weg aus dem Gestern ins Heute erst noch finden muss. Wunderbar berührend, ruhig und kraftvoll zugleich ist die sich über drei Generationen erstreckende Familiengeschichte, in der es die Frauen der Familie sind, die das Haus mit Leben und Erinnerungen füllen – mit schönen und traurigen gleichermaßen. Die versponnen-geheimnisvolle Geschichte entfaltet sich über mehrere Zeitebenen hinweg, angefangen bei der jugendlichen Bertha und ihrer Schwester Anna über Berthas Töchter bis hin zu Iris und Rosemarie. Die leisen und ruhigen Töne überwiegen, unterstrichen durch die malerische Landschaft der norddeutschen Sommeridylle, süß und bitter zugleich „wie der Geschmack von Apfelkernen“. -- Ellen Große


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Felix-ine TOP 500 REZENSENT am 16. Januar 2014
Format: DVD
Ihre Großmutter Bertha Lünschen, geborene Deelwater ist gestorben.
Iris reist von Freiburg zu dem Dorf Bootshaven und tritt ein in ein Haus voller Kindheitserinnerungen. Wie üblich treffen sich zu der Beerdigung die übrigen Familienmitglieder.

Zu ihrer Überraschung erbt Iris das Haus ihrer Großmutter. Beim Durchstreifen der Räume tauchen Erinnerungen an frühere Zeiten und den damit verbundenen Geschehnissen auf. Aus Erzählungen weiß Iris, dass Großmutter Bertha als junges Mädchen ihre ältere Schwester Anna, die nur 16 Jahre alt wurde, verlor. Als sie starb, starben auch die roten Johannisbeeren in dem Garten des Hauses. Nie wieder sollten diese dort gedeihen, fortan waren nur schwarze und weiße vorzufinden. Die Früchte des Gartens sind mit Gefühlen und Gerüchen verbunden, haften im Unterbewusstsein von Iris und lassen sie eintauchen in frühere Zeiten als Kind und junge Frau.
Bertha verbringt ihre letzten Jahre in einem Pflegeheim. Iris kannte ihre Großmutter kaum und möchte rückblickend sich anders verhalten haben, einen Bezug zu Bertha aufgebaut haben. Es ist unwiderbringlich vorbei und von den teilnehmenden Familienmitgliedern dieser Trauerfeier werden Erzählungen ihres Lebens mit Enttäuschungen, Freuden und Schuldzuweisungen, verbunden mit tiefgreifender Melancholie ausgetauscht.

Eine berührende Familiensaga, hervorragend von der Hauptdarstellerin Hannah Herzsprung als Iris gespielt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sascha Hennenberger TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 21. Mai 2014
Format: Blu-ray
„Der Geschmack von Apfelkernen“ basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Katharina Hagena. Ursprünglich sollte der Film ja „Das Buch vom Vergessen“ heißen, was den Inhalt der Geschichte sehr gut auf den Punkt bringt. In der Handlung wird eine Geschichte über 3 Generationen einer Familie erzählt, in der die Frauen der Familie eine besondere Rolle spielen und in jedem Subplot eine eigene Protagonistin stellen. Im Kern steht aber die smarte aber bodenständige Iris, die hervorragend von Hannah Herzsprung („Lila, Lila“, „Der Baader Meinhof Komplex“) dargestellt wird.
Zugegeben: Die Handlung ist mit den zahlreichen Subplots schon ein wenig komplex, aber dennoch fällt es nicht wirklich schwer, der Geschichte ohne große Anstrengung zu folgen. Ohnehin spielt Emotionalität eine sehr wichtige Rolle in „Der Geschmack von Apfelkernen“. Die Verarbeitung von Erinnerungen, die mitunter noch einmal alte Wunden aufreißt. Dabei ist mitunter auch Hilfe von Außenstehenden notwendig, die aber die Geschichte in ein anderes Licht rückt. Zumindest wird aber dadurch erklärt, wie sich manche Dinge dem Schicksal in dieser Handlung gefügt haben. Der Zuschauer wird von den Schicksalen dieser Familie unweigerlich berührt, leidet mal mehr, mal weniger mit. Das ist dann letztendlich auch das Besondere an „Der Geschmack von Apfelkernen“, die zahlreichen, unterschiedlichen Leben, die unterschiedlichen Schicksale, die mal mehr mal weniger genau durchleuchtet werden: jede Figur hat sich aus bestimmten Gründen in eine bestimmte Richtung entwickelt. Und das letztendlich in eine spannende, berührende und unterhaltsame Geschichte zusammenzufassen ist Regisseurin Vivian Naefe wirklich sehr gut gelungen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Knackstedt am 16. Mai 2014
Format: DVD
Es gibt nicht mehr viele von ihnen. Filme, die wie Bücher sind. Filme, bei denen eine Erzählstimme den Zuschauer über Jahrzehnte hinweg begleitet und dabei einen ruhigen, bedachtsamen, mitreißenden Erzählstrom aufbaut. Filme, die ohne schnelle Schnitte auskommen und bei denen die Charaktere sorgfältig und sauber herausgearbeitet wurden. Filme, die eine wunderbare Geschichte erzählen, die tragisch, lustig, traurig, bewegend und schlicht zugleich ist. Ich weiß; nicht jeder sieht den Film -Der Geschmack von Apfelkernen- so wie ich. Mich hat diese Geschichte und die Art und Weise, wie Vivian Naefe sie mit der Kamera eingefangen hat, voll und ganz überzeugt. Teilweise fühlte ich mich an grandiose Literaturverfilmungen wie -Der Laden- erinnert. Katharina Hagenas gleichnamige Romanvorlage habe ich nicht gelesen, das werde ich allerdings nachholen.

Iris(Hannah Herzsprung/Thalia Neumann) hat gerade ihren Job in Marburg angenommen, als sie die Nachricht vom Tod ihrer Oma Bertha(Hildegard Schmahl) erhält. Sie fährt zur Beerdigung in den kleinen Ort Bootshafen. Dort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Iris erinnert sich zurück an die Geschichten ihrer Großmutter Bertha und deren Freundin Anna. Sie trifft auf Berthas Kinder Inga(Marie Bäumer), Harriet(Meret Becker) und ihre eigene Mutter Christa(Oda Thormeyer). Iris ist erstaunt, dass sie das Haus der Oma erbt. Dort besucht sie der Nachbar Herr Lexow(Matthias Habich) und vertraut ihr ein Geheimnis an, von dem nur Bertha und er wussten. Iris ist gefangen in den Erinnerungen rund um das Haus. Sie denkt zurück an Tage ihre Kindheit, die sie mit der Nachbarstochter Mira(Zoe Moore) und ihrer Cousine Rosemarie(Paula Beer) in Bootshafen verbracht hat.
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