Schon mit dem Einband springt es einem entgegen: diese Melodie ist Liebe.
Töne von Geschichten und Gleichnissen wechseln sich ab mit intimsten Offenbarungen des Seins. Dieses Buch gibt Gespräche zwischen H.W.L. Poonja ' auch liebevoll Papaji genannt ' und seinen Schülern wieder, die auf lebhafte Weise immer wieder die Konventionen und Gespinste unseres Verstandes durchbrechen und damit jeden Leser zum Lauscher machen. Zu einem Lauscher dessen, was nicht gesagt und nicht gehört werden kann.
Über viele Jahre reisten Hingegebene, Zweifler, Flehende, Eilige und Hoffende, vor allem aber Fragende zu diesem Meister und Liebenden nach Lucknow in Indien. Sehnsüchtig saßen diese Menschen im Satsang mit dem, der einstmals Ramana Maharshi begegnete, sich hingebungsvoll über Jahrzehnte der spirituellen Praxis widmete und erwacht war. In einfacher Schönheit schildert Papaji den Fragenden auf immer neue und unverhoffte Weise, dass alle Zweiheit nur gedacht ist, dass Rufer und Ruf eins sind
und das Selbst jenseits aller Vorstellung unveränderlich IST.
Zwischen dem Feuer seines Geistes legt dieses Buch Zeugnis ab von Gedanken, Bemühen und Suchen derer, die nach dem Weg fragen. Und wie oft ruft er aus: ' Du bist es doch!' 'Sei hier, hier allein!'
So manchem Sucher und 'Advaita-Schüler' wird das vertraut sein.
Die Lehre der Nicht-Dualität verschenkt Papaji voller Leidenschaft. Mit Humor, Entrüstung und Segnung ignoriert er stets das Erwartete und wirft den Fragenden ' und Leser als Zaungast ' auf sich selbst zurück. Die Liebe spricht hier in jedweder Form und spürbar aus dem Formlosen. Bildhaft, fast poetisch lassen die Geschichten, die Papaji immer wieder gleichnishaft erzählt, Mysterien auf ' und abtauchen und lassen in dem verstandesmüden Leser so manche Ahnung aufblitzen.
Unentwegt lädt dieses Buch ein, hinter das zu schauen, was zahllos auftaucht und vergeht.
Es lädt ein, dieser stillen Schönheit zu lauschen: Dem Gesang des Seins.