Bevor ich am 5.12.2006 einen Vortrag von Amélie Schenk in Dortmund mit anschließendem Konzert der Gruppe Transmongolia gehört hatte, habe ich dieses Buch gelesen.
Amélie Schenk hat eine sehr intensive Ausdrucksweise, sodass ich das Buch nicht in einem Rutsch lesen konnte.
Anfangs war ich so enttäuscht darüber, was sie schrieb, dass ich das Buch wieder weglegen musste. Enttäuscht darüber, dass es in der Mongolei auch nicht anders zugeht als bei uns. Begabungen werden geneidet und das macht die Menschen zu ungerechten Wesen.
Aber das Buch geht, wenn man sich auf die Worte und Geschichten einlässt, sehr in die Tiefe. Manchmal habe ich für 20 Seiten über eine Stunde gebraucht, um es den nächsten Tag noch mal zu lesen.
Wilde Träume kamen und gingen, genau wie in diesem Buch. Wenn man sich für Schamanismus interessiert, befindet man sich beim Lesen in der Welt der Geister. Sie leben und sie berühren.
Es verzaubert einfach, wenn man den Mut hat, sich für diese Schamanin zu öffnen.
Ich habe das Gefühl, dass sich meine Rezension dem Stil des Buches angepasst hat, aber niemand sollte unvorbereitet dieses Buch lesen. Es öffnet Horizonte, von denen wir Stadtmenschen nur träumen.
Ich habe mir das Buch ein zweites Mal gekauft, damit ich ein Exemplar auch mal mit in die Natur nehmen kann. Um mich da verzaubern zu lassen, wo es am schönsten ist.
Zum Schluss des Buches gibt es den Hinweis, dass die Hälfte des Erlöses des Buches an die Tuwa Nomaden im Altai Gebirge geht.