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Der Genius des Krieges: Das deutsche Heer und der Generalstab 1807-1945
 
 
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Der Genius des Krieges: Das deutsche Heer und der Generalstab 1807-1945 [Gebundene Ausgabe]

Trevor N. Dupuy
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
  • Verlag: Stocker; Auflage: 2., Auflage (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 390247551X
  • ISBN-13: 978-3902475510
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 122.601 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Trevor Nevitt Dupuy
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In seinem Buch "Der kriegerische Genius" gelingt dem renommierten amerikanischen Militärhistoriker Trevor N. Dupuy die kompakte Darstellung der Geschichte eines der erfolgreichsten und meistkopierten Phänomene der Militärgeschichte: des preußisch-deutschen Generalstabs.
Aufgrund der Siege Napoleons über seine Gegner in Europa war Preußen aus seiner Niederlage heraus gezwungen, ein politisches und militärisches Reformwerk zu beginnen. Diese Reformen stellten sich schon bald als Grundlage für den beeindruckenden Wiederaufstieg Preußens im 19. Jahrhundert heraus. Das betraf nicht nur seine Stellung in Wissenschaft und Wirtschaft, sondern gerade auch seine militärische Organisation. Sein Generalstab wurde zum bewunderten und gefürchteten Vorbild - sogar über Europa hinaus. Trevor N. Dupuy untersucht nicht nur die Geschichte des preußisch-deutschen Generalstabs bis zu seiner Auflösung am Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern auch die Gründe für seine langandauernde militärische Überlegenheit.
Das US-Verteidigungsministerium ließ eine Studie über das vorliegende Werk von Dupuy anfertigen, die der bekannte israelische Militärhistoriker Martin van Creveld erstellte. Auch van Creveld kam zu einem ähnlichen Schluss wie Dupuy - die deutschen Heere waren auch dem Heer der USA überlegen - und veröffentlichte seine Erkenntnisse in seinem Standardwerk "Kampfkraft", das bereits im ARES Verlag erschienen ist.
Dupuys grundlegendes Werk, das nun erstmals in deutscher Sprache vorliegt, ist in den USA mittlerweile ein Standardwerk der Militärgeschichte, das bis heute bereits in mehreren Auflagen erschienen ist.

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93 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Albrecht Bär VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das anzuzeigende Buch des renommierten US-Militärhistorikers Trevor N. Dupuys (1916 - 1995) genießt einen legendären Ruf. Es liefert die Erklärung dafür, warum preußisch-deutsche Heere über einen Zeitraum von fast 140 Jahren militärisch überlegen gewesen sind. Daher ist es dem Verlag hoch anzurechnen, dieses bereits vor über 40 Jahren erschienene Werk ins Deutsche übertragen zu haben. Die damit verbundenen Schwierigkeiten schildert der Übersetzer, General Franz Uhle-Wettler, in seinem Vorwort.
Der Autor räumt mit der weit verbreiteten Ansicht auf, die Deutschen seien von ihrer Mentalität her besonders militaristisch oder kriegerisch gewesen. Das Gegenteil ist richtig. Vielmehr gelang es mit den preußischen Reformen Scharnhorsts, militärische Leistungsfähigkeit im Generalstab zu institutionalisieren und unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse und technischen Entwicklungen den jeweiligen Zeitumständen anzupassen. So erkannte der preußische Generalstab frühzeitig die Bedeutung des Telegraphen und der Eisenbahn für das Heer. Ab 1848 wurde das Zündnadelgewehr eingeführt, während andere Armeen noch lange auf Vorderlader setzten. Nach 1918 wurde durch Motorisierung die Beweglichkeit der Truppen und die Waffenwirkung verbessert, da die zu Fuß stürmende Infanterie sich als zu schwach gegen starke Verteidigungsstellungen erwiesen hatte.
Der wichtigste Grund für die langandauernde militärische Überlegenheit ist nach Dupuy die Auftragstaktik. Blinder Gehorsam und Untertanengeist sei entgegen der landläufigen Meinung kein Charakteristikum der deutsche Heere gewesen. Auch Ausbildungsschriften der deutschen Wehrmacht werden nicht müde darauf hinzuweisen, daß die Erziehung des Soldaten zur Unselbständigkeit, zum Warten auf einen Befehl, die eigentliche Gefahr sei.
Vielmehr müsse verlangt werden daß - wenn eine veränderte Lage es erfordere - nicht stur am Wortlaut eines einmal gegebenen Befehls festgehalten werden dürfe, sondern gemäß Lage im Sinne des Auftrags entschieden werden solle.
Kritisch anzumerken ist, daß Dupuys Kenntnisse der deutschen Politikgeschichte offenbar nicht so gefestigt sind. Daher ist das Vorgehen des Verlages, mittels Anmerkungen der Redaktion oder des Übersetzers ergänzende oder korrigierende Hinweise zu geben, eine gute Lösung.
Zeitweise verliert Dupuy den "Generalstab" als Untersuchungsgegenstand aus den Augen und referiert weit verbreitete Mythen, wenn er z. B. Reichspräsident v. Hindenburg einen "halbsenilen Feldmarschall" (S. 303) nennt oder argumentiert widersprüchlich, so im Fall der SA, die einmal eine bewaffnete Bande von Rabauken" (S. 300), zwei Seiten später aber eine mächtige, disziplinierte Kraft" (S. 302) gewesen sein soll.
Zum Ende fängt er sich wieder und liefert sogar eine herausragende Analyse (S. 394 ff.)der Gründe, weshalb der Generalstab so gut war:
1) Auswahl der Offiziere nach einer Prüfung (die Bundeswehr hat z.B. die Prüfung abgeschafft);
2) weitergehende Ausbildung bei der Truppe;
3) Studium von Ereignissen der Militärgeschichte als Fallbeispiele, das impliziert außerdem Historiographie durch Soldaten selbst (ebenfalls in der Bundeswehr abgeschafft);
4) Ermutigung zur Eigeninitiative und Verantwortungsfreude (laut Aussage hochrangiger Bundeswehr-Kommandeure seit den 1980er Jahren in der Bundeswehr auf dem Rückzug);
5) Verpflichtung zur Objektivität in der Lagebeurteilung;
6) Streben nach taktischer Vollkommenheit;
7) Regeneration durch Innovation (auch durch Adaption von Neuerungen aus dem Ausland);
8) Weiterwirkung der Lehren des Generalstabes in der ganzen Armee durch Lehrgänge/Schulungen für alle Soldaten, umfangreiche Militärpublizistik, Traditionspflege orientiert an hervorragenden militärischen Leistungen (ebenfalls in der Bundeswehr abgeschafft).
Dupuy ist der Meinung, halte man sich an diese acht Punkte, könne jede Armee so eine militärisch effiziente Institution wir den Deutschen Generalstab schaffen.
Die Offiziere des Generalstabs bildeten die Elite der Armee, die aufgrund der hohen gesellschaftlichen Anerkennung die Besten der Besten aus der Bevölkerung anzog. Strenge Auswahl, harte Ausbildung und ständige Einwirkung bis in die letzte Kompanie sorgten für ein gleichbleibend hohes Leistungsniveau der Streitkräfte über Jahrzehnte. Der deutsche Generalstab wurde zum Vorbild für ähnliche Einrichtungen fremder Heere.
Dupuy Urteil findet Bestätigung in der Untersuchung ("Kampfkraft") des israelischen Militärwissenschaftlers Martin van Creveld, der der deutschen Wehrmacht eine frappierende Kampfwertüberlegenheit gegenüber allen ihren Gegnern attestiert.
Dem entgegen steht offenbar die Bewertung im Führungsstab der Bundeswehr, Referat Innere Führung", wo die Meinung vertreten wird, das deutsche Offizierkorps sei schlecht gewesen und habe im Ersten Weltkrieg vollständig versagt", wie Zeitungsmeldungen zu entnehmen ist.
Auch in Reichswehr und Wehrmacht hätten praktisches Können, Charakter und nationale Gesinnung über Eignung" gestanden. Erst mit dem zivilen Hochschulstudium habe man Anfang der 1970er Jahre den vollwertigen Offizier" heranziehen können. Die Distanz zur Inneren Führung" haltenden kriegsgedienten Wehrmachtsoffiziere seien dagegen reine Praktiker" gewesen.
Diese Einschätzung jedoch widerspricht der Aussage des Vaters der Inneren Führung", Wolf Graf Baudissin, der in seinem Buch Armee gegen Krieg" urteilte, daß die Innere Führung in gut geführten Einheiten im Zweiten Weltkrieg bereits praktiziert wurde. Die Kriegsgedienten und die durch sie geformten nachwachsenden Vorgesetzten waren es, die den jungen Bundeswehrsoldaten ohne viel Auflebens die Innere Führung" vorlebten.
Beispiele, die die Kampfwertüberlegenheit deutscher Soldaten in Sieg (Eben Emael 1940) und Niederlage (Ardennen 1944) zeigen, runden die Darstellung Dupuys ab. Sie machen deutlich, das zeitgemäße Menschenführung keine ureigenste Erfindung der Bundeswehr gewesen ist, sondern auf Erfahrungen beruhte, die im Krieg und Frieden von allen deutschen Armeen gemacht und durch den Generalstab institutionalisiert wurden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Entdeckung 7. Juni 2011
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Buch werden die Anfänge des preußisch-deutschen Generalstabs nach der Niederlage gegen Napoleon, die Blüte dieser Institution unter Moltke und Schlieffen und der allmähliche Niedergang im NS-Staat anschaulich gemacht. Der Autor legt in der Darstellung auch Wert auf die Wechselwirkung von Politik und Militär und zeigt die Stärken, aber auch die Schwächen des Generalstabs, und dies in einer sachlichen, unaufgeregten Weise, die man bei deutschen militärhistorischen Geschichtswerken der Gegenwart leider oft vergeblich sucht. Die Qualität der Ausstattung des Buches läßt mit einem umfangreichen Bildteil und zahlreichen Karten ebenfalls keine Wünsche offen. Übersetzt und - besonders positiv hervorzuheben, auch ausführlich kommentiert - wurde dieses Standardwerk vom ehemaligen Bundeswehrgeneral Dr. Franz Uhle-Wettler, der sich mit großartigen Biographien von Ludendorff und Tirpitz einen Namen gemacht hat. Er war dem Autor Trevor N. Dupuy auch bei der Entstehung von "Der Genius des Krieges" mit zahlreichen Hinweisen behilflich.
Kurz gesagt, ein großartiges Geschichtswerk.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Weg mit Genuss und Gewinn gelesen. Wieder einmal hat ein Nichtdeutscher dem preußischen/deutschen Militär die Gerechtigkeit wiederfahren lassen, zu der die meisten deutschen Historiker leider nicht die nötige Kraft haben. Wer die überragenden militärischen Leistungen der deutschen Armeen im letzten Jahrhundert verstehen will, sollte dieses Werk gelesen haben.
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