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Produktinformation
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Als ich dann aber gestern (!!!) in meinem Bücherregal auf der Suche nach etwas Leichtem war, habe ich mich dann doch durchgerungen, es einmal in die Hand zu nehmen. Sooo leichte Lektüre war es dann aber doch nicht!
Sobald ich mit dem Buch begonnen hatte, konnte von "durchgerungen" keine Rede mehr sein. Ich konnte es buchstäblich nicht mehr aus der Hand legen und bin mit dem Buch in der Hand von einem Zimmer ins andere gewandert, wenn ich etwas zu erledigen hatte.
"Der Geisterbaum" ist nicht nur die wunderschöne, bittersüsse Liebesgeschichte zwischen Sofia und Santi, sondern eine Familiensaga auf zwei Kontinenten.
Santa Montefiore setzt geschickt Zeitsprünge ein, um den geneigten Leser/die geneigte Leserin zu fesseln (z.B. beginnt das Buch 1972, als Sofia 15 und Santi 18 ist und geht dann einige Zeit später zurück nach 1947. Und zwar genau in die Zeit, als Sofias Mutter ihren Ehemann Paco kennenlernte).
Die "Zweiteilung" wird durch die Schilderungen von Sofias Leben in Europa nach ihrem erzwungenen Abschied aus Argentinien sowie Einschübe über das, was in der Zwischenzeit in Argentinien passiert, fortgeführt.
Durch die o.a. Zweiteilung (verschiedene Zeitebenen und verschiedene Kontinente) ist "Der Geisterbaum" durchweg nahezu unerträglich spannend.
Die Autorin hat es meisterlich verstanden, Argentinien in den fünfziger bis achtziger Jahren zu schildern. Kritikern kann also von vornherein der Wind aus den Segeln genommen werden, dass es sich lediglich um eine banale Liebesgeschichte handelt.
Schilderungen über den Terror der Militärdiktatur, aber auch über die argentinische Lebensweise reicher Großgrundbesitzer und Argentinien selbst sind durchweg plastisch und glaubwürdig.
Die Autorin sowie der Übersetzer Rainer Schmidt haben ein Meisterwerk vorgelegt, in dem ich mich in der Hitze der argentinischen Pampa ergeben musste. Sofias Verlorenheit und ihre Schwermut in Europa erdrückten mich fast.
Sofias Rückkehr nach Argentinien aus sehr traurigem Anlaß und nach 24 Jahren Abwesenheit machten mich genauso nervös wie Sofia selbst.
Ich konnte es nicht erwarten, zu erfahren wie das Buch ausgeht und war gleichzeitig traurig, nachdem ich es beendet hatte. Die im Buch an die Leserschaft enthaltenen "Weisheiten" haben mich nachdenklich gemacht (z.B. "Precious Present"), denn sie sind nur zu wahr aber leider vergessen wir es meistens.
Lesen Sie dieses Buch, schicken Sie Mann/Kinder und was Sie sonst noch ablenken/stören könnte aus dem Haus. Sie werden es nicht eine Minute lang bereuen!
Fazit: 5 Sterne sind eigentlich noch zu wenig!
Oh und noch etwas: Der englische Titel "Meet Me Under The Ombu Tree" ist viel aussagekräftiger als der deutsche Titel.
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