Die Idee hinter dem Roman ist gut, die Umsetzung leider etwas fade. 260 Seiten lang wartete ich auf eine spannende Entwicklung der Ereignisse, die leider ausblieb. Die Charaktere sind kaum ausgearbeitet und bleiben blass, die Figur des Pieter Leyster scheint mir nachträglich eingeschoben, um wenigstens etwas Spannung zu erzeugen, was allerdings nicht recht gelingt, die Nebengeschichte ist eher störend und unnötig. Auch die Beschreibung jeder einzelnen Gasse, die Samuel durchquert ist nach einiger Zeit nervig. Ich las das Buch in vielen kleinen Etappen, meistens, wenn ich warten musste, denn in einen richtigen Lesefluss geriet ich nicht. Das einzig Gute und lobenswerte an dem Buch sind die Beschreibungen der Bilder Rembrandts und dessen Maltechnik sowie die Erklärungen der Vorbereitungen, die getroffen wurden, bevor gemalt werden konnte. Auch die Zeittafel und die Auflistung der genannten Bilder am Ende des Buches sind mir drei Sterne wert.
Alles in einem ein Buch, dass sich als Zwischenlektüre eignet, vor allem, wenn man an niederländischer Kunst bzw. speziell an Rembrandt interessiert ist.