Auch wenn das Buch nicht mehr brandneu ist - es ist sehr wohl noch aktuell für die Generationen, die einen großen Teil ihres Lebens in der DDR erlebt haben.
Es handelt sich natürlich um die Darstellung einer These: Warum sind Ossis so, wie sie sind. Was ist ihren psychischen Störungen eigentlich DDR-typisch? Da wird einiges angeführt, was einem bekannt vorkommt, auch mir aus meinem eigenen Leben.
Gestützt wird diese These mit einer anschaulichen Beschreibung von Therapieprozessen an DDR-Bürgern.
Wenn man, wie ich, beruflich in ähnlicher Richtung tätig ist, und mit ehemaligen PatientInnen von Maaz zu tun gehabt hat, sieht man die These noch einmal in einem anderen Licht, denn vielen von ihnen ist dort Entscheidendes klar geworden, sie haben in ihrem Leben eine neue Richtung gefunden und sich von den autoritären Strukturen in ihrer Psyche befreien können.