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Der Gebrauch des Menschen: Roman Taschenbuch – 1. Dezember 1994


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423119586
  • ISBN-13: 978-3423119580
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 152.782 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

»Dieser überwältigende Roman ist von Schatten und Stimmen jener unmenschlichen Vergangenheit erfüllt, für die Novi Sad und das, was mit seinen Menschen jeglicher Nationalität und Konfession in den Jahren der Okkupation Jugoslawiens geschehen ist, als Menetekel steht.« Robert Haerdter in den ›Stuttgarter Nachrichten‹

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Aleksandar Tisma wurde 1924 im ehemaligen Jugoslawien geboren und wuchs in Novi Sad auf. 1944 trat er in die jugoslawische Befreiungsarmee ein. Nach dem Krieg arbeitete er als Journalist und Verlagslektor. Er verstarb am 16. Februar 2003 im Alter von 79 Jahren in Novi Sad.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dietrich Marquardt am 30. März 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ein solches Buch gelingt auch einem großen Schriftsteller, und das scheint mir der jugoslawisch-serbische Tisma zu sein, nur wenige Male. Sind schon die anderen Bücher der "Reihe" wie "Treue und Verrat", "Die wir lieben" verstörend, eindringlich, eindrucksvoll, so gilt das für "Der Gebrauch des Menschen" noch mehr. Man kann dieses Buch offenbar nur langsam lesen, denn es ist sehr gehaltvoll und baut fast auf jeder Seite eine neue Szene auf. Es erscheint mir als ein Welttheater auf einer lokal relativ eng begrenzten Bühne. Es spielt während des zweiten Weltkrieges und einige Jahre danach im Raum Novi Sad und Belgrad. Der Ausflug der Hauptfigur Vera nach Frankfurt am Main ist der Besuch in einer noch fremderen Welt, als es schon die eigene Heimat nach 1945 und dem Schrecken der Kriegsjahre für die verfolgten Menschen war.

Menschen und Schicksale werden mit ungewöhnlicher Knappheit der Worte und doch großem Tiefgang geschildert.

Das Tagebuch einer deutschsprachigen Lehrerin (z.T. auf Französisch geschrieben) bildet den Auftakt und das Ende des Buches. Wie dieses Tagebuch die Hauptfiguren Vera, Tochter eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen deutschen Mutter, und Sredoje, den Serben, zusammenführt und dann unerbittlich trennt - das ist spannend, ja atemberaubend und entsetzlich traurig.

Tisma macht sich und seinen Lesern keine Illusionen über die Menschen. Aber er scheint sie doch verzweifelt zu lieben, sonst würde er nicht so großartig, präzise und gedankenvoll über so viel Niedriges schreiben.

Man liest dieses Buch oder andere Bücher von Tisma und hat das Gefühl, dass sie einen verändern, dass man ernste, tiefe Bilder in sich aufnimmt und dass man danach ernster, aber auch gelassener in die Welt schaut. Ein bedeutendes Geschenk.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ossiwan am 17. Juli 2005
Format: Taschenbuch
Eine Handvoll Familien in Novi Sad werden vom zweiten Weltkrieg aus den Gefügen ihrer Welt geworfen und finden sich in der danach neu entstandenen nicht mehr zurecht. Während die einen in der Brutalität des Krieges ausgelöscht werden, müssen die anderen sich damit zurecht finden überlebt zu haben und nun keine Zukunft mehr zu sehen. Die Hauptfiguren, Vera, die Tochter eines jüdischen Kaufmannes und Sredoje, halbstarker Sohn eines nationalistischen Serben, finden über dem Tagebuch ihrer alten Lehrerin wieder zusammen. Beide sind gezeichnet von den Erfahrungen, Vera überlebte das Konzentrationslager, in dem sie als „Lagerhure" misshandelt wurde, nur mit Glück, während Sredoje sich irgendwie durch den Krieg wurstelt ohne in Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Stattdessen versucht er diese für einen richtigen Mann bedeutende Langeweile mit einer Ansammlung von Geliebten und der Auslebung seiner privaten Machtallüren wieder Herr zu werden.
Die anderen Figuren gehen im Krieg unter, fallen im Kampf, sterben in den KZ's oder bleiben schwer verwundet in den Händen des Feindes. Doch scheinen sie, verglichen mit den Überlebenden, das bessere Los gezogen zu haben. Den Vera und Sredoje sind seelisch so verkrüppelt, dass sie kein normales Leben mehr führen können. Erst durch die naiven Kommentare zur Liebe, die sie in dem Tagebuch ihrer Lehrerin finden, wird ihnen bewusst, dass sie nicht mehr fähig sind Gefühle zu empfangen oder zu geben und ihnen das Leben fortan nur mehr Qual bereiten wird.
Was wie starker Tobak klingt, wird von Tišma in unnachahmlicher in einen Roman verpackt, der einen nicht mehr los lässt.
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Von FG TOP 1000 REZENSENT am 26. April 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In den 1930ern leben sie noch nebeneinander, die Serben, Deutschen, Juden und Ungarn von Novi Sad (im heutigen Serbien). Als der 2. Weltkrieg die Stadt erreicht, fällt sie 1941 in den deutschen Machtbereich, wird jedoch von ungarischen Truppen besetzt. Auch für die Jugendlichen Vera, Srodoje und Milinko werden die nun folgenden Jahre schicksalhaft sein. Was sie im Krieg durchleben und was der Krieg mit ihnen macht, ist das große Thema dieses Buches.

Tisma war natürlich eine schriftstellerische Größe - doch ich bin kein Literaturwissenschaftler und muss hier daher dessen ungeachtet meinen eigenen Zugang zum Buch darlegen.
Der beherrschende Ton in "Der Gebrauch des Menschen" ist einer der Düsternis. Durchaus nicht etwa ab Kriegsausbruch, in der Zeit von Angst und Massenmord. Auch vorher scheinen die Menschen von Novi Sad überwiegend Menschen in argen Nöten zu sein, z.B. das einsame deutsche "Fräulein" Anna, der ängstliche Kaufmann Kroner (Veras jüdischer Vater, ihre Mutter ist Deutsche), der sich an Gewalt gegen Frauen ergötzende Srodoje, dazu Gestalten wie gewalttätige Väter und verzweifelt-rebellische Kinder, um nur einige zu nennen. Unter Tismas Lupe werden sie alle überlebensgroß, genauer überlebensgroß in ihren Schwächen und ihrer Verzweiflung, gewiß auch unter den gesellschaftlichen Bedingungen ("Alle anderen kranken an dem Gift, nicht völlig erniedrigt zu sein: sie streben nach etwas" (S. 22, über die Ärmsten unter der Arbeiterschaft). Ich argwöhnte beinah, hier würde nach dem Grundsatz verfahren "Ernsthafte Literatur kann es nur sein, wenn alle verzweifelt sind." Aber damit lag ich falsch.
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