In schönstem amerikanischem Plauderstil erzählt Paul Comstock seine "Gebote, um einen guten Bogen zu bauen". Es sind Hinweise für den wirklich absoluten Anfänger im Umgang mit dem Naturstoff Holz. Für jemanden, der sich mit Holz ein bißchen auskennt, erzählt er Selbstverständliches. Dabei geht er auf Hölzer ein, die in Nordamerika erhältlich sind oder wachsen. Die europäischen "weißen Hölzer" wie Hainbuche, Eberesche oder Birke kommen zu kurz oder in seinem Buch gar nicht vor. Wer mit ihnen umgehen will, muß sich auf sein Vorwissen im Bereich Holz verlassen. Und wenn er/sie das hat, braucht er das Buch nicht. Schade. Auch die eigentlichen Stöcke vom Waldrand oder aus dem NIederwald, die nicht immer so gerade sind, kommen in dem Buch nicht vor. Woher dann der Name für das Buch? Mitteleuropäer, die die Jagd mit dem Bogen nicht kennen, mögen auch unangenehm berührt sein von der Art, wie sich in dem Buch immer wieder die Jagd als Verwendungszweck für den Bogen in den Vordergrund drängt.