Im Jahre 1931 erschien in einer deutschen wissenschaftlichen Zeitschrift eine relativ kurze Arbeit mit dem abschreckendem Titel "Über formal unentscheidbare Sätze der Prinzipia Mathematica und verwandter Systeme". Der Autor war Kurt Gödel, damals ein junger Mathematiker von 25 Jahren an der Universität Wien. Die Beweisführung war zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung so ungewöhnlich, dass die weitreichend revolutionierende und grundlegend philosophische Bedeutung seiner Arbeit dem vorgestellten Publikum damals nicht gleich gegenwärtig wurde.
Die Einzelheiten des Beweises in Gödels grundlegender Arbeit sind zu schwer, als dass man ihnen ohne beträchtliche mathematische Vorkenntnisse folgen könnte. Aber dieses Buch macht die Grundstruktur seiner Beweise und das Kernstück seiner Schlussfolgerungen auch Lesern mit sehr begrenzten mathematischen und logischen Vorkenntnissen verständlich. Dennoch setzt es einen mathematisch geneigten Leser voraus, der sich nicht scheuen sollte den Einblick auch in eine formale Darstellungsweise zu wagen. So gesehen ist dieses Buch ein goldener Mittelweg zwischen einer populärwissenschaftlichen Erläuterung und einer formal mathematischen Darstellung. Es offenbart die notwendige Art und Weise der Beweisführung und gleichzeitig die Tiefe und Bedeutung seiner Erkenntnis.
Meine Meinung: Besonders geeignet für Vertreter anderer Wissenschaftsdisziplinen, die die Gedankengänge dieser so fundamentalen mathematischen Erkenntnis kennen lernen möchten!