Kurzbeschreibung
Henley gelingt es durch eine Intrige, Clerdon mit freigeisterischen Ideen von seiner Familie und seinen Freunden zu entzweien. Die Versuche Granvilles und seiner Schwester Amalia, den Freund wieder auf ihre Seite zu ziehen, scheinen zunächst zu gelingen, doch das argumentatorische Hin und Her endet tragisch.
Die Neuausgabe des im 18. Jahrhundert sehr populären Stücks greift auf den Erstdruck von 1758 als Vorlage zurück und bietet endlich eine verlässliche Textfassung. Das Nachwort der Herausgeber ist als Verständnishilfe gedacht und verhandelt wichtige Themen des Stücks im zeitgenössischen Kontext.
Klappentext
»Brawes Trauerspiel, das die neuere Forschung fast völlig ignoriert, besitzt durchaus wegweisende Bedeutung.« (Peter-André Alt)
Über den Autor
Joachim Wilhelm von Brawe wurde 1738 in Weißenfels geboren, lernte ab 1750 in Schulpforta und studierte ab 1755 Jura in Leipzig. Kurz vor Abschluss seines Studiums starb er 1758 in Dresden. Bereits mit 18 Jahren hatte Brawe das Trauerspiel »Der Freigeist« vollendet, das an Friedrich Nicolais Preisausschreiben für die »Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freien Künste« teilnahm und 1758 im Anhang an die erste Ausgabe der Zeitschrift erschien. 1768 erschien posthum sein »Brutus«, das erste deutschsprachige Blankversdrama.